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»Als ob wir das Wohnen je bedacht hätten.« - Diese Diagnose von Martin Heidegger gilt auch heute noch. Mehr denn je! Das Buch setzt am Leerlaufen des Denkens über das Wohnen an. Was meinen wir, wenn wir über unser Wohnen sprechen? Zur Vertiefung des Verständnisses reflektiert die Studie auf dem Hintergrund qualitativer Fallstudien Formen nicht alltäglichen Wohnens als Ausdruck besonderer Lebenssituationen (im Gefängnis, in der Seemannsmission, im Kloster, im Zirkus, in der Obdachlosigkeit etc.). Die Illustrationen und historischen Rekonstruktionen verschaffen Zugänge zu einem geisteswissenschaftlichen Nach-Denken über das Wohnen.…mehr

Produktbeschreibung
»Als ob wir das Wohnen je bedacht hätten.« - Diese Diagnose von Martin Heidegger gilt auch heute noch. Mehr denn je!
Das Buch setzt am Leerlaufen des Denkens über das Wohnen an. Was meinen wir, wenn wir über unser Wohnen sprechen? Zur Vertiefung des Verständnisses reflektiert die Studie auf dem Hintergrund qualitativer Fallstudien Formen nicht alltäglichen Wohnens als Ausdruck besonderer Lebenssituationen (im Gefängnis, in der Seemannsmission, im Kloster, im Zirkus, in der Obdachlosigkeit etc.). Die Illustrationen und historischen Rekonstruktionen verschaffen Zugänge zu einem geisteswissenschaftlichen Nach-Denken über das Wohnen.
  • Produktdetails
  • Kultur- und Medientheorie
  • Verlag: Transcript
  • Seitenzahl: 254
  • Erscheinungstermin: Juni 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 227mm x 139mm x 24mm
  • Gewicht: 365g
  • ISBN-13: 9783837610055
  • ISBN-10: 3837610055
  • Artikelnr.: 25642404
Autorenporträt
Jürgen Hasse (Prof. Dr. rer. nat. habil.), geb. 1949, lehrte von 1993 bis 2014 am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. phänomenologische Raumforschung, Mensch-Natur-Verhältnisse und Stadtforschung.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.11.2009

Ortlos wohnen

Ist dies nicht geradezu ein Ideal des Wohnens: das eigene Heim als zweite Haut, die so behaglich anliegt, dass man sie gar nicht bemerkt? Gegen solcherlei Vernachlässigung einer elementaren Dimension der Existenz möchte der Frankfurter Humangeograph Jürgen Hasse mit Heidegger das "Ungedachte des Wohnens" denken. In zahlreichen Fallstudien untersucht er ungewöhnliche Wohnsituationen, die von Gefängnis und Obdachlosenunterkunft über Seemannsheim und Seniorendomizil bis zu Kloster, Belletage und Wagenburg reichen. Die Befunde sind vieldeutig. Wer seinen eigenen Wohnraum nicht einmal halbwegs frei gestalten kann, der sehnt sich gerade nach dem heimeligen Heim, der ungedachten Wohnblase, die hier problematisiert wird. Ergreifend analysiert ist die Wohnungslosigkeit alter Hamburger und Emder Seemänner: Sie, die an Land niemals ein Zuhause hatten, finden sich in der transitorischen Umgebung von Einrichtungen wieder, in denen ihnen nicht einmal ein Bewohnen der Erinnerung gelingt. Wie man sich über die Ausgestaltung seiner Wohnsituation eine Identität zuschreibt und in einem sozialen Raum verortet, zeigt Hasse am Beispiel "eventisierter" Stadträume wie des Frankfurter Westhafens. Seine Sympathie gilt erkennbar den alternativen Wohnprojekten, in denen diese Dimensionen des Wohnens reflektiert und in bewusst gestaltete Gemeinschaftsformen überführt werden. (Jürgen Hasse: "Unbedachtes Wohnen". Lebensformen an verdeckten Rändern der Gesellschaft. transcript Verlag, Bielefeld 2009. 251 S., br., 24,80 [Euro].)

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"Das Buch bietet erfrischend nach-denkliche Anregungen auch einem dem philosophischen Diskurs nicht so vertrauten Sozialwissenschaftler und inspiriert, nicht nur das Wohnen an den Rändern der Gesellschaft, sondern auch das eigene Wohnen zu Be-fragen." Prof. Dr. Christian Stark, www.socialnet.de, 01.12.2009 "Jürgen Hasse zeigt [...] neue Perspektiven auf, die nicht nur den Blick frei geben auf Wohnformen, denen sich die Forschung bisher kaum gewidmet hat, sondern auch zu einem grundsätzlicheren Nachdenken über das Wohnen anregen." Stefanie Föbker, ERDKUNDE, 64/3 (2010) Besprochen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2009