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Übermäßiges Essen und Trinken, Sexualität, das Sezieren von Leichen oder verschwenderisches Zurschaustellen des eigenen Reichtums: Im Exzess wurde - so die These des Buches - gesellschaftliche Ordnung gestaltet. Wie produktiv das Agieren im Übermaß sein konnte, beleuchtet Sarah-Maria Schober an Medizinern, die um 1600 in Basel lebten. Sie folgt den Ärzten an Orte, an denen sie Grenzen austesteten: in Bäder und Haushalte, an ihre Schreibtische und auf die anatomische Bühne. Damit bietet sie zugleich eine quellennahe Analyse einer städtischen Gesellschaft im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert.…mehr

Produktbeschreibung
Übermäßiges Essen und Trinken, Sexualität, das Sezieren von Leichen oder verschwenderisches Zurschaustellen des eigenen Reichtums: Im Exzess wurde - so die These des Buches - gesellschaftliche Ordnung gestaltet. Wie produktiv das Agieren im Übermaß sein konnte, beleuchtet Sarah-Maria Schober an Medizinern, die um 1600 in Basel lebten. Sie folgt den Ärzten an Orte, an denen sie Grenzen austesteten: in Bäder und Haushalte, an ihre Schreibtische und auf die anatomische Bühne. Damit bietet sie zugleich eine quellennahe Analyse einer städtischen Gesellschaft im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert.
  • Produktdetails
  • Campus Historische Studien 77
  • Verlag: Campus Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 51028
  • Seitenzahl: 444
  • Erscheinungstermin: 19. Juni 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 139mm x 45mm
  • Gewicht: 554g
  • ISBN-13: 9783593510286
  • ISBN-10: 3593510286
  • Artikelnr.: 54457260
Autorenporträt
Sarah-Maria Schober, Dr. phil., ist Oberassistentin am Historischen Seminar der Universität Zürich.
Inhaltsangabe
InhaltVorwort 7Einleitung 11Positionierungen im Fluiden - Das Bad41Einführung41Verflüssigung - Körper im Bad 45Vermischung - Narrative des Fluiden und die »Gute Ordnung«63Verfestigung - Badwissen, medizinische Praktiken und Autorität 84Vergesellschaftung - Die elitäre Badgesellschaft im Exzess103Fazit: Möglichkeitsraum statt Ausnahmesituation117Gestalten und Eindringen - Das Haus 121Einführung121Bedeuten - Häuser im Gefüge von Familie und Stadt 124Betreten - Zugänglichkeiten, Offenheit und Rückzug136Bespielen - Fülle, Exotik und Brüche von Repräsentation149Begegnen - Exzessivität als Praxis und das Geschlecht der Geselligkeit 168Besuchen - Mediziner in fremden und eigenen Häusern 189Fazit: Haussoziabilität als Exzesssoziabilität 203Gesellschaft schreiben - Der Text205Einführung205Bewerten - Die Textexzesse der Gelehrtenrepublik 210Beschämen - Spott, Spaß und der entgrenzte Körper 228Beeindrucken - Mediziner und Adlige 253Fazit: Textmengen, Textverflechtungen, Textexzesse274Die Ordnung des Körpers - Die Anatomie 277Einführung277Grenzen überschreiten - Der anatomische Exzess 283Ekel verwenden - Inszenierungen von Überschreitung und Überwindung 299Anatomie aufführen - Repräsentation und soziales Event 312Körper vergesellschaften - Anatomie als Ordnungsprojekt 340Fazit: Die Ordnung des Körpers 369Schlusswort - Die Konventionalität des Exzesses371Quellen und Literatur 377Gedruckte Quellen 380Literatur 384Abbildungen425Personen-, Orts- und Sachregister 427
Rezensionen
»[Die] Arbeit [ist[ ein reicher Fundus an Wissen über die Medizin um 1600 und seltener analysierter städtischer Inklusionsprozesse und Hierarchien.« Tatjana Niemsch, Sehepunkte, 15.05.2020»As with all the best works of cultural history, this is a conclusion, and indeed a book, that makes the reader think and question, rather than blindly agree. [...] This innovative, imaginative and beautifully written volume deserves to be widely read and will surely provoke new questions and historical reflections in years to come.« Hannah Murphy, German History, 16.10.2020