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    Buch mit Leinen-Einband

Eines jener Bücher, die die Welt verändern: Thoreaus Essay 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat', den er 1849 aus Protest gegen die amerikanische Eroberungs- und Sklavenpolitik veröffentlichte und der nun erstmals in einer zweisprachigen Leinenausgabe erscheint. Nicht so sehr ein Pamphlet als schlicht große Poesie.…mehr

Produktbeschreibung
Eines jener Bücher, die die Welt verändern: Thoreaus Essay 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat', den er 1849 aus Protest gegen die amerikanische Eroberungs- und Sklavenpolitik veröffentlichte und der nun erstmals in einer zweisprachigen Leinenausgabe erscheint. Nicht so sehr ein Pamphlet als schlicht große Poesie.
  • Produktdetails
  • Verlag: Diogenes
  • 2., überarb. Ausg.
  • Seitenzahl: 160
  • Erscheinungstermin: März 2012
  • Deutsch, Englisch
  • Abmessung: 194mm x 123mm x 18mm
  • Gewicht: 226g
  • ISBN-13: 9783257068238
  • ISBN-10: 3257068239
  • Artikelnr.: 34519923
Autorenporträt
Henry David Thoreau, geboren 1817 in Concord, Massachusetts, hat seine Heimatstadt nur für einen zweijährigen Studienaufenthalt am Harvard College verlassen. Eine Zeitlang war er Privatsekretär Ralph Waldo Emersons. 1845 bezog er eine selbstgebaute Blockhütte am Walden-See, in der er zwei Jahre zurückgezogen lebte. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Landvermesser und engagierte sich bis zu seinem Tod gegen die Sklaverei. Thoreau starb 1862 an Tuberkulose.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 01.10.2010

Die Pflicht zum
Ungehorsam
Mahatma Gandhi trug den epochalen Vortrag Henry David Thoreaus von 1848 zeitweise im Gepäck mit sich: Die Schrift über den gewaltlosen Widerstand gegen die Staatsmacht war ihm eine Art Lehrbuch. Bis in Herbert Marcuses Thesen gegen die „repressive Arbeitsmoral“ wirkt Thoreaus radikal freier Geist wie eine Sprengkraft hinein.
„Könnte es nicht eine Regierung geben, in der nicht die Mehrheit über Falsch und Richtig befindet, sondern das Gewissen?“, fragt Thoreau, der Einsiedler vom Waldensee, Jahrgang 1817. Legitime Regierungsgewalt muss, um gerecht zu sein, „Vollmacht und Zustimmung der Regierten“ haben, sagt er. Aus dieser Prämisse, der „wahren Achtung vor dem Individuum“, leitet er die mögliche Pflicht zum Ungehorsam ab. Das Diogenes-Bändchen enthält noch einen weniger bekannten Thoreau: „Leben ohne Prinzipien“. Gefährliche Texte! Wolfgang Schreiber
H. D. Thoreau:
Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat.
Diogenes Verlag, Zürich 2010. 87 Seiten, 7,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
"Immer noch von kämpferischer Frische." (Abendzeitung) "Henry David Thoreau, jüngerer Freund des einflussreichen Emerson, Literat und Naturliebhaber in Concord bei Boston, hat schon 1849 verkündet, der Bürger habe ein Recht, ja sogar die Pflicht zur 'civil disobedience' gegen den Staat, wenn die regierende Mehrheit Gesetze beschließt und Taten billigt, die der Bürger in seinem Gewissen für ein schweres Unrecht hält. In seinem berühmt gewordenen Essay 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat' stellt er Kernfragen der Demokratie: Dürfen Mehrheiten über Recht und Unrecht, ja sogar über Gewissensfragen entscheiden? Darf der Bürger auch nur für einen Augenblick und im geringsten Grad sein Gewissen dem Gesetzgeber überlassen? Wozu hat dann jeder Mensch ein Gewissen? Kühn reklamiert der eben Dreißigjährige ein individuelles Gewissensrecht gegen ungerechte Mehrheitsentscheidungen: Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann, sage ich, brich das Gesetz." (Der Spiegel)

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Das berühmte Manifest des Ungehorsams gegen des Staat von 1848 zum Anhören. Ach, 19. Jahrhundert, das ist alles lange her! Eva Behrendt scheint die "smarte Semi-Heiserkeit" des Sprechers für den Höhepunkt des Unternehmens zu halten, zu einfach kommt ihr die Welt Thoreaus vor, zu komplex die unsrige: "Ziviler Ungehorsam - ich weiß gar nicht, wie das geht ... Der Steuerhinterzieher als heroisches Korrektiv finsterer Staatsabsichten - schön wärs". Wie der Autor da "eine Referenz für Tierschutzaktivisten, Electrohippies und Hörhelferinnen" bleiben konnte" - ein Rätsel.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Ein bewegendes Hörerlebnis.", RBB Radio, 01.12.2012