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Die historische Forschung hat Gewalt bislang vorwiegend in Bezug auf Kriege, Morde oder Genozide behandelt. Francisca Loetz plädiert dafür, Gewalt darüber hinaus als Form individuellen sozialen Handelns zu begreifen, das als unerträgliche, auf die Niederwerfung des Opfers zielende Grenzverletzung wahrgenommen wurde. Am Beispiel von Fällen sexualisierter Gewalt im Stadtstaat Zürich zwischen 1500 und 1850 diskutiert Francisca Loetz zentrale methodologische Probleme: von der Definition des Gewaltbegriffs bis zur Frage, was in einer Gesellschaft Gewalt zu Gewalt macht. Auf dieser Grundlage…mehr

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  • Größe: 11.88MB
Produktbeschreibung
Die historische Forschung hat Gewalt bislang vorwiegend in Bezug auf Kriege, Morde oder Genozide behandelt. Francisca Loetz plädiert dafür, Gewalt darüber hinaus als Form individuellen sozialen Handelns zu begreifen, das als unerträgliche, auf die Niederwerfung des Opfers zielende Grenzverletzung wahrgenommen wurde. Am Beispiel von Fällen sexualisierter Gewalt im Stadtstaat Zürich zwischen 1500 und 1850 diskutiert Francisca Loetz zentrale methodologische Probleme: von der Definition des Gewaltbegriffs bis zur Frage, was in einer Gesellschaft Gewalt zu Gewalt macht. Auf dieser Grundlage entwickelt sie programmatische Perspektiven für eine historische Gewaltforschung Europas vom 16. bis ins 19. Jahrhundert.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 249
  • Erscheinungstermin: 08.10.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593418247
  • Artikelnr.: 37173768
Autorenporträt
Francisca Loetz ist Professorin für Geschichte der Neuzeit am Historischen Seminar der Universität Zürich.
Inhaltsangabe
Inhalt

Vorwort 7

1. Von der Schwierigkeit eines Zugriffs - Methodologische Abklärungen 9
1.1 Zwischen den Disziplinen - Gewalt als Forschungsproblem 9
1.2 Gewalt - Definitionsfragen 15
1.3 "Notzucht" und "Mißbrauch" in Zürich - Ein Beispiel für Gewalt in Europa 20
1.4 Sexualisierte Gewalt - Forschungstendenzen 27
1.5 Gerichtsakten - Spezifische verschriftlichte Sprechhandlungen 31

2. Vergewaltigung und Missbrauch in Zürich - Empirische Befunde 37
2.1 "Notzucht" und "Mißbrauch" - Grauzonen in Medizin, Recht und Theologie 37
2.2 Zug um Zug - Auf dem Weg zum Gericht 45
2.3 Fälle - Vieles im Dunkeln 58
2.4 Frauen - Zwischen Ehrenhaftigkeit und Prostitution 69
2.5 Kinder - Kleine oder keine Erwachsene? 88
2.6 "Richtige" Männer - Männer in "Not" 100
2.7 Soziales Umfeld - Strafen, mitwissen, eingreifen 109
2.8 Prozesse im Gericht - Anklagen, verteidigen, aushandeln 121
2.9 Körper im Blick - Kaum Platz für Emotionen 141
2.10 Rechtes Richten - Sünde als öffentliches Ärgernis 169

3. Für eine Historisierung der Gewalt - Programmatische Schlussfolgerungen 193
3.1 Projekt Historisierung von Gewalt - Welches sind die Herausforderungen? 193
3.2 Verständnis von Gewalt - Was macht Gewalt zu Gewalt? 199
3.3 Konstellationen von Gewalt - Wer handelt wie? 205
3.4 Bedeutung von Gewalt - Worin liegt das Problem? 210
3.5 Ent-/Tabuisierung von Gewalt - Wie wird Gewalt zum Thema? 215

Quellen und Literatur 221
Tabellenanhang 235
Glossar 243
Sachregister 247
Rezensionen
Der Mann darf das "Francisca Loetz gehört zu den ganz wenigen Historikerinnen, die Missbrauch an Kindern in der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert zum Thema machen. Obwohl primär an eine historisch-wissenschaftliche Leserschaft gerichtet, ist ihr Buch auch für interessierte Laien gut verständlich." (Tages-Anzeiger, 13.11.2012)

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Mit großem Lob nimmt Urs Hafner diese Arbeit der Zürcher Historikerin Francisca Loetz auf, die sich der sexualisierten Gewalt in der Neuzeit widmet. Ihm hat sie einen "großzügigen Einblick" in die Arbeit der Historikerin gewährt, die er beileibe noch nicht abgeschlossen sieht. Unter sexualisierter Gewalt versteht Loetz Gewalt, die mit dem Mittel der Sexualität ausgeübt wird, im Unterschied zu gewaltsamer Sexualität. Sie ordnet die schier unüberschaubare Zahl der behandelten Fälle unter die damals gebräuchliche Begriffe der "Notzucht" (penetrierend) und dem "Missbrauch" (nicht penetrierend) - unter Auslassung der eher moralisch definierten Begriffe "Unfläterey", "Unzucht", "Hurerei" und "üppige Belästigung". Auffällig findet Hafner, dass viele Frauen durchaus vor Gericht zogen, aber meist nur auf Missbrauch klagten, um keine Probleme wegen einer angeblich angegriffenen Ehre zu bekommen. Interessant scheint ihm auch, wie ernst Kinder damals vor Gerichten genommen wurden.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Die Autorin [vermag] ein facettenreiches Bild über die
Wahrnehmungen gewaltsamer Sexualität im Zürich der Frühen Neuzeit und der Sattelzeit nachzuzeichnen.", Schweizerische Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

"Ein wohlformuliertes, analytisch vorgehendes Buch.", Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2013