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  • Format: PDF


Mit der Politik tun sich die deutschen Ärzte traditionell schwer. Der berühmte Rudolf Virchow war in dieser Hinsicht eine große Ausnahme: Kaum eine andere Profession legte insgesamt so viel Wert darauf, »unpolitisch« zu sein. Tobias Weidner geht den sprachlichen Wurzeln dieser Grundhaltung nach und zeigt, wie demonstrative Politikkritik im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer zentralen Professionalisierungsstrategie der Mediziner wurde. Selbst die sozial- und rassenhygienischen Utopien verwissenschaftlichter Politik beruhten grundlegend auf Abgrenzung von der »reinen Politik«.…mehr

Produktbeschreibung
Mit der Politik tun sich die deutschen Ärzte traditionell schwer. Der berühmte Rudolf Virchow war in dieser Hinsicht eine große Ausnahme: Kaum eine andere Profession legte insgesamt so viel Wert darauf, »unpolitisch« zu sein. Tobias Weidner geht den sprachlichen Wurzeln dieser Grundhaltung nach und zeigt, wie demonstrative Politikkritik im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer zentralen Professionalisierungsstrategie der Mediziner wurde. Selbst die sozial- und rassenhygienischen Utopien verwissenschaftlichter Politik beruhten grundlegend auf Abgrenzung von der »reinen Politik«.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 447
  • Erscheinungstermin: 08.11.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593418452
  • Artikelnr.: 37176776
Autorenporträt
Tobias Weidner, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich »Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte« der Universität Bielefeld.
Inhaltsangabe
Inhalt I. Einleitung 9 1. Forschungsgegenstand und Erkenntnisinteresse 9 2. Konzeption 13 2.1 Worte als Träger von Deutungsmustern - Deutungsmuster als Elemente von Strategien 17 2.2 Relevanzstrategien als politische Kommunikation 20 3. Methode 22 3.1 Korpusbildung 24 4. Forschungsstände und Anknüpfungspunkte 27 5. Gang der Untersuchung 35 II. Zwischen den Revolutionen (1789-1848): Auf der Suche nach dem Politischen 37 1. Quellenauswahl 39 2. Fehlanzeigen: Politik ohne Staat? 41 3. Sphären und Analogien - Politik und Revolution 47 4. Politische Einflüsse auf Gesundheit und medizinische Praxis 51 5. Politik und Wahnsinn 57 6. Politische Medizin und ärztliche Politik - pejorative Begriffe individueller Politik 63 6.1 Exkurs: Die 'medicus politicus'-Literatur 72 7. Demagogie und Freiheit: Die Polarisierung der Politiksemantiken im Vormärz 81 7.1 Exkurs: Nepomuk Ringseis' 'System der Medizin' in der Diskussion. 87 8. Zusammenfassung 96 III. Medizin als Politik oder Politik als Problem? Die Revolution von 1848/49 98 1. Die medizinische Reformbewegung vor der Revolution 101 1.1 Semantische Rahmenbedingungen: Medizinalreformer in 'politischen Discussionen' 1021.2 Verwendungsweisen des Politikvokabulars bei Virchows Vorläufern: Medizinalreformer vor der Revolution 106 2. Medizin als Politik - Rudolf Virchows Politisierungsstrategie 112 2.1 Die Gegenwart als politische und soziale Revolution 114 2.2 Die Verschränkung des Politischen und des Sozialen: Der 'socialpolitische Standpunkt' 117 2.3 Medizin als Politik - semantische Kontaminationen 120 2.4 Neue Nähe: Staat und Politik 122 2.5 Gescheiterte Revolution - gescheiterte Redeweisen 124 3. Politik als Problem: Die Mediziner und die Revolution 130 3.1 Die Autonomisierung der naturwissenschaftlichen Medizin: Die Tabuisierung des Politikvokabulars 131 3.2 Anschlüsse an die Revolution 135 3.3 Die Ambivalenz des Politischen: Die Revolution als Hindernis der Wissenschaft 139 3.4 Die Pathogenität des Politischen 145 4. Zusammenfassung: Politik als Problem 154 IV. Reaktionszeit: Die Pathologisierung des Politischen 158 1. Die 'Demokratische Krankheit' 160 2. Zwischen Psychiatrie und Politik: Die Debatte zum 'politischen Wahnsinn' 168 3. Selbstmordepidemien und Unzurechnungsfähigkeit 178 4. Zusammenfassung 181 5. Ausblick: Rudolf Virchow in der Reaktionszeit 183 V. Zwischen Reaktionszeit und Kaiserreich: Wissenschaft statt Politik 188 1. Die naturwissenschaftliche Kultur des Unpolitischen: Strukturelle Inkompatibilitäten 190 1.1 Die Naturforscher und Ärzte: Unpolitische Versammlungen mit politischem 'Beigeschmack' 192 1.2 Das Schweigen der Physiologen 203 1.3 Die Abwehr des Politikverdachts: Virchows Sprachverhalten 209 1.4 Zusammenfassung 212 2. Neue Berührungspunkte: Gesundheitswissenschaften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts 213 2.1 Die Ablösung des Polizeivokabulars 216 2.2 Moralhygienische Übergänge 218 2.3 Experimentelle Hygiene 224 2.4 Die 'Vierteljahrsschrift für öffentliche Gesundheitspflege' 229 2.5 Die bakteriologische Wende zur totalen 'sozialen Distanz' 238 2.6 Erweiterungen und Anknüpfungspunkte: Die Konstitutionshygiene 242 2.7 Zusammenfassung 247 VI. Die Klassische Moderne: Politisierung zwischen Abwehr und Aneignung 251 1. Politik und Wissenschaft im 'sozio-kulturellen Durchbruch' der Moderne 257 1.1 Die Polarisierung der Politiksemantiken in der Klassischen Moderne 259 1.2 Die Ausweitung der politisch-wissenschaftlichen Kontaktzone: Chancen und Risiken der 'Verwissenschaftlichung des Sozialen' 265 2. Abwehrkämpfe und Aneignungsversuche 267 2.1 Abwehrkämpfe: Die ärztliche Publizistik und die sozialpolitischen Herausforderungen 267 2.2 Aneignungsversuche: 'Socialpolitik' als Chance mit Risiken und Nebenwirkungen 279 3. Neue Wissenschaften - neue Sichtweisen: Die Aneignung der Politik in der Sozial- und Rassenhygiene 288 3.1 Die sozialhygienische Aneignung der Politik 2