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Mit den Industrie- und Gewerbeausstellungen etablierte sich in Deutschland seit den 1830er Jahren ein neues Massenmedium. Beflügelt von, aber auch in Abgrenzung zu den Weltausstellungen entstand eine neue Form von Öffentlichkeit. In den Repräsentationen der Ausstellungen wurden Zukunftsentwürfe und Fortschrittsvisionen visualisiert und diskutiert. Hier bot sich aber auch ein Forum, um über die soziale und ökonomische Entwicklung der Industriegesellschaft zu debattieren. Schon den Zeitgenossen galten die Ausstellungen als industrielle Leistungsschau, Parade bürgerlicher Selbstdarstellung,…mehr

Produktbeschreibung
Mit den Industrie- und Gewerbeausstellungen etablierte sich in Deutschland seit den 1830er Jahren ein neues Massenmedium. Beflügelt von, aber auch in Abgrenzung zu den Weltausstellungen entstand eine neue Form von Öffentlichkeit. In den Repräsentationen der Ausstellungen wurden Zukunftsentwürfe und Fortschrittsvisionen visualisiert und diskutiert. Hier bot sich aber auch ein Forum, um über die soziale und ökonomische Entwicklung der Industriegesellschaft zu debattieren. Schon den Zeitgenossen galten die Ausstellungen als industrielle Leistungsschau, Parade bürgerlicher Selbstdarstellung, Demonstration der industriellen Massen- und Konsumkultur, aber eben auch als "Wallfahrtsstätte zum Fetisch Ware" (Walter Benjamin) – sichtbar wird daher die gesellschaftliche Selbstverständigung im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
  • Produktdetails
  • Ordnungssysteme 21
  • Verlag: Oldenbourg
  • Seitenzahl: 524
  • Erscheinungstermin: 14. Januar 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 230mm x 147mm x 34mm
  • Gewicht: 775g
  • ISBN-13: 9783486581287
  • ISBN-10: 3486581287
  • Artikelnr.: 22911237
Autorenporträt
Thomas Großbölting, geboren 1969, lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster.
Inhaltsangabe
1;Inhalt;6
2;A. Einleitung;10
2.1;I. Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte: Industrialisierung und industrialisierte Gesellschaft;16
2.2;II. Jenseits der Great Exhibition: Industrie- und Gewerbeausstellungen im 19. Jahrhundert;23
2.3;III. Ausstellungsgeschichte und Ausstellungsanalyse: Methodische Überlegungen und theoretische Einordnung;31
2.4;IV. Das Untersuchungsdesign;47
2.5;V. Quellen der Ausstellung;52
3;B. Das Medium Ausstellung in der Kommunikationsrevolution des 19.Jahrhunderts: Grundstrukturen und Entwicklungen;60
3.1;I. Industrie- und Gewerbeausstellungen im Medienkontext: Museum, Ausstellung, Industrie- und Gewerbeausstellung;65
3.2;II. Die Anfänge der Industrie- und Gewerbeausstellungen bis in die 1840er Jahre;85
3.3;III. Das Massenmedium Ausstellung von den 1840er Jahren bis 1910;124
3.4;Resümee;169
4;C. Ausstellungen als soziale und kulturelle Praxis;174
4.1;I. Die Ausstellung sehen Publikumslenkung, Wahrnehmungsmodelle und Rezeptionsweisen;177
4.2;II. Die Ordnung der Dinge: Klassifikationen zwischen Gewerbeförderung und Konsumanreiz;197
4.3;III. Deutung und Bedeutung: Die Inszenierung der Ware und die Ästhetisierung der Dinge;215
4.4;IV. Belehrung, Vergnügung, Partizipation die Schaffung des Konsumenten;234
4.5;V. Vom königlichen Gebäude zu Glaspalast und Märchenschloss Kommunikation durch Architektur;251
4.6;VI. Hierarchie und Konsens: Die Repräsentation der industrialisierten Gesellschaft in den Festen der Ausstellung;281
4.7;Resümee;301
5;D. Themen der Ausstellung;306
5.1;I. Die Repräsentation der Arbeit, ihrer Akteure und ihrer Moral;311
5.2;II. Industrieller Fortschritt und Technik in der Repräsentation der Industrie- und Gewerbeausstellungen;339
5.3;III. Kunstgewerbe und Kunst in den Industrie- und Gewerbeausstellungen;366
6;Anhang;440
7;Danksagung;514
8;Register;516
Rezensionen
"Großbölting ist es hervorragend gelungen, mit dieser Arbeit, die in der Schriftenreihe 'Ordnungssysteme' passgenau platziert ist, eine interpretative Sonde zu entwickeln, mit der er tief in die Kultur des Kaiserreichs als sich formierende Marktgesellschaft eindringen kann." Helmuth Trischler, VSWG 96/2009 "Ein ungemein anregendes und informatives Buch zu einem wichtigen und aktuellen Thema" Friedrich Lenger, sehepunkte 8 (2008), Nr. 3 "Umfangreich, detailliert, klug konzipiert, argumentativ überzeugend" Timo Luks, geschichte.transnational, 05.09.2008 "Großböltings Studie besticht durch die Verbindung einer genauen Kenntnis der Quellen, an die er innovative Fragen zu stellen vermag, mit der Weite des intellektuellen Horizonts." Rudolf Boch, Historische Zeitschrift, Bd. 291, 2010