Faszination Meterklasseyachten - Johannsen, Lasse
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Aus yachthistorischer Sicht steht das Wort Meterklasse für eine mehr als hundert Jahre währende Erfolgsstory. Und als ob das nicht schon genug wäre, markiert die Meterklasse-Formel auch den Beginn des international organisierten Leistungssegelsports. Grund genug, der Meterklasse einen opulenten Bildband zu widmen.
Keimzelle der Meteryachten ist eine Londoner Konferenz im Jahre 1906. Anlass und Aufgabe der Konferenz ist es, eine Formel zu finden, nach der Yachten unterschiedlicher Konstruktion vergütungsfrei gegeneinander segeln können. Vater der Meterklasse-Formel ist Alfred Benzon. Das
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Produktbeschreibung
Aus yachthistorischer Sicht steht das Wort Meterklasse für eine mehr als hundert Jahre währende Erfolgsstory. Und als ob das nicht schon genug wäre, markiert die Meterklasse-Formel auch den Beginn des international organisierten Leistungssegelsports. Grund genug, der Meterklasse einen opulenten Bildband zu widmen.

Keimzelle der Meteryachten ist eine Londoner Konferenz im Jahre 1906. Anlass und Aufgabe der Konferenz ist es, eine Formel zu finden, nach der Yachten unterschiedlicher Konstruktion vergütungsfrei gegeneinander segeln können. Vater der Meterklasse-Formel ist Alfred Benzon. Das Innovative an seiner Formel ist, dass sie bei den Rumpfabmessungen nicht allein auf Länge und Breite abstellt, sondern mit dem sogenannten Gurtmaß auch die Freibordhöhe miteinbezieht. So entstehen schließlich elf Klassen. Sie heißen 5-, 6-, 7-, 8-, 9-, 10-, 12-, 15-, 19- und 23-Meterklasse - plus eine Klasse für Yachten mit beliebig höherem Rennwart.
YACHT-Redakteur Lasse Johannsen stellt zusammen mit dem renommierten Yachtfotografen Nico Krauss folgende Klassen vor:

- Die Fünfeinhalber - 5.5mR / 5.5.m IC Klasse
- Die Sechser - 6mR
- Die Achter - 8mR
- Die Zwölfer - 12mR

Ein weiteres Kapitel gibt außerdem einen Überblick über die exotischeren Klassen. Hinzu kommen Interviews mit Restauratoren, Besitzern und Experten der Meterklasseyachten wie Oliver Berking, Kaspar Stubenrauch, Josef Martin, Tim Street , John Lammerts van Buehren, Wilfried Beek, Luigi Lang und Juliane Hempel.
  • Produktdetails
  • Verlag: Delius Klasing
  • Seitenzahl: 144
  • Erscheinungstermin: 18. Januar 2016
  • Deutsch, Englisch
  • Abmessung: 304mm x 243mm x 25mm
  • Gewicht: 1g
  • ISBN-13: 9783667104212
  • ISBN-10: 3667104219
  • Artikelnr.: 44225320
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 20.03.2016

Gut Holz

Von Walter Wille

Man möchte Fotografen beneiden, die sich mit solch schönen Dingen wie den auf dieser Seite abgebildeten befassen, an Orten, die nach Meer und Urlaub klingen. Wenn man dann aber sieht, was sie auf sich nehmen und wie sie arbeiten, will man vielleicht doch nicht tauschen. Auf den Spuren klassischer Yachten hat Nico Krauss in seinem VW-Bus 20 000 Kilometer zurückgelegt, sich viele Stunden im Schlauchboot und vom Helikopter durchschaukeln lassen, den Sucher vorm Auge. Das Ergebnis liegt nun vor.

Es zeigt: Früher war nicht alles besser, aber manches schöner. Was die Yachten der Meterklasse, um die es hier geht, auszeichnet, ist ein Zauber, der umso stärker zu wirken scheint, je länger die Zeit ihres Ursprungs zurückliegt. Wunderbare Linien paaren sich mit perfekten Proportionen. Anno 1906, vor 110 Jahren, begann die Geschichte von International Rule und Meterklasse.

In jenem Jahr versammelten sich im vornehmen Langham Hotel zu London Abgesandte europäischer Segelsportnationen, um eine Yachtbau-Formel zu finden, die es der regattierenden Hautevolee ermöglicht, ohne Vergütung gegeneinander anzutreten. Man einigt sich rasch, legt noch im selben Jahr auf einer weiteren Konferenz in Berlin genaue Bauvorschriften fest und gründet ein Jahr später in Paris die International Yacht Racing Union. Schon am 1. Januar 1908 tritt das neue Regelwerk in Kraft, was beweist, dass früher nicht alles besser war, aber manches schneller ging. Die Angelegenheit markiert die Internationalisierung des organisierten Regattasegelns.

Zehn Jahre später wird die Formel erstmals und im Jahr 1933 zum zweiten und bis heute letzten Mal modifiziert. Rumpfabmessungen einschließlich der Freibordhöhe, Segelfläche, Verdrängung werden zur Berechnung des Rennwerts in Metern herangezogen. Dass hölzerne Meterklasseyachten der ersten Stunden bis heute überlebten, lag auch an der ursprünglichen Forderung nach einer stabilen Bauweise anstelle einer auf extreme Leichtigkeit abzielenden. Rund ein Dutzend Größenkategorien entstanden von den 5mr- über die 12mr- bis zu den 23mr-Yachten, wobei die Ziffer nicht für die Länge der Boote steht. Sechser beispielsweise messen etwa 11, Achter rund 14, die größten nach der Meterformel gebauten 23mR-Yachten rund 40 Meter. Die schieben mit unnachahmlicher Grazie rund 120 Tonnen durch die See.

Sechser, Siebener, Achter und Zwölfer waren von 1908 an olympische Segelklasse, am längsten die Sechser (bis 1952). Der America's Cup wurde fast 30 Jahre lang, von 1958 bis 1987, mit Zwölfern ausgetragen. In den neunziger Jahren setzte eine Renaissance klassischer Yachten im Allgemeinen und der Meterklassen im Speziellen ein. Gerade in Deutschland ist die Szene lebhaft, bei Treffen und Regatten mischen sich historische Boote mit nach alter Formel gefertigten Neubauten. Fotograf Nico Krauss und Texter Lasse Johannsen lassen ihre Leser an diesem Spektakel teilhaben - und dabei dann doch spüren, wie beneidenswert es ist, Eleganz und Grandezza solcher Gerätschaften einmal wahrhaftig erleben zu können.

Faszination Meterklasse-Yachten. Von Nico Krauss (Fotos) und Lasse Johannsen (Text), Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 144 Seiten, 29,90 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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