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Brust, Kraulen, Schmetterling - die Schwimmstile sind so zahlreich wie die Schwimmertypen: ob man sich eher passiv treiben lässt, heroisch die Fluten durchkämmt oder elegant durch schimmerndes Türkis gleitet. John von Düffel widmet sich nicht nur der praktischen Seite, den Techniken und der Ausrüstung, sondern auch der philosophischen Ausprägung des Sports. Er beschreibt die Ambivalenz des Wassers, die Geborgenheit, die es ausstrahlen, aber auch die Bedrohlichkeit, die ihm innewohnen kann; das Spielerische und das Kämpferische. Humorvoll und ganz in seinem Element berücksichtigt er die…mehr

Produktbeschreibung
Brust, Kraulen, Schmetterling - die Schwimmstile sind so zahlreich wie die Schwimmertypen: ob man sich eher passiv treiben lässt, heroisch die Fluten durchkämmt oder elegant durch schimmerndes Türkis gleitet. John von Düffel widmet sich nicht nur der praktischen Seite, den Techniken und der Ausrüstung, sondern auch der philosophischen Ausprägung des Sports. Er beschreibt die Ambivalenz des Wassers, die Geborgenheit, die es ausstrahlen, aber auch die Bedrohlichkeit, die ihm innewohnen kann; das Spielerische und das Kämpferische. Humorvoll und ganz in seinem Element berücksichtigt er die gesundheitlichen Aspekte und zeichnet feine Charakterstudien. Ein wunderbares Buch für ehrgeizige Sportler, Gesundheitsbewusste, Wasserratten und Genießer.
  • Produktdetails
  • Piper Taschenbuch Bd.27674
  • Verlag: Piper
  • Seitenzahl: 208
  • Erscheinungstermin: 2. Mai 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 120mm x 22mm
  • Gewicht: 242g
  • ISBN-13: 9783492276740
  • ISBN-10: 3492276741
  • Artikelnr.: 44095973
Autorenporträt
Düffel, John von
John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen, Autor und Übersetzer, arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Er ist passionierter Schwimmer und hat dem fließenden Element mit mehreren Büchern, u. a. mit seinem preisgekrönten Roman »Vom Wasser« (Mara Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg; Aspekte-Literaturpreis des ZDF etc.), ein literarisches Denkmal gesetzt - zuletzt in dem Band »Wassererzählungen«. John von Düffel ist Koautor des bei Piper erschienenen Buchs von Petra Anwar »Was am Ende wichtig ist« (als TB unter dem Titel »Geschichten vom Sterben«.).
Inhaltsangabe
Eintauchen TEIL I: Das Gespür für Wasser TEIL II: Zeitlos schwimmen TEIL III: Leichtschwimmen TEIL IV: Freischwimmen TEIL V: Schwimmtypen und -temperamente

Ausschwimmen 
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Hannes Hintermeier erwischt den Lektor, Schriftsteller und passionierten Schwimmer John von Düffel dabei, wie er sein Lebensthema beackert: Wasser. Diesmal geht es dem Autor ums Schwimmen im Fluss, See, Meer oder auch Schwimmbad. Doch zuerst verklickert er dem Rezensenten das Element, seine Widrigkeiten und Mythen. Konkreter dann wird von Düffel, wenn es um die Techniken des Schwimmens geht. Da kennt der Autor sich aus, merkt Hintermeier. Anschaulich und psychologisch versiert wird die Trainingswissenschaft zelebriert, meint er. Allerdings, findet er: Manchmal fehlen dem Autor doch die Worte fürs Wasser und Schwimmen ist wohl tatsächlich erfrischender als das Lesen darüber.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.07.2016

Ins Wasser zu steigen heißt die Angst zu besiegen: John von Düffel wirbt für das Schwimmen

Es war vermutlich nur eine Frage der Zeit, wann ein Lektor die Idee haben würde, den Schriftsteller und Dramatiker John Düffel um ein Sachbuch zum Thema Schwimmen zu bitten. Seit seinem Debüt von 1998 ist von Düffel auf das Thema Wasser und die menschliche Fortbewegung in diesem Element spezialisiert. Das erhöht einerseits die Wiedererkennbarkeit eines Autors, andererseits engt es ihn thematisch etwas ein, aber was soll's - Lebensthema ist eben Lebensthema. Und das Ganze nun im knappen Kleid einer "Gebrauchsanweisung", eine Reihe des Piper Verlags, die seit bald vierzig Jahren vornehmlich Länderkunden und Reiseberichte versammelt, neuerdings aber auch andere Themenfelder beackert, darunter Sportarten (John von Düffel: "Gebrauchsanweisung Schwimmen". Piper Verlag, München 2016. 196 S., br., 15,- [Euro]).

"Das Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiß", wusste Goethe, der erst als Endzwanziger ein routinierter See- und Flussschwimmer wurde. Einen großen Teil der Leserschaft wird man mangels Bekanntheit mit dem Wasser ebenso wenig ködern können, wie man einen Wasserscheuen dazu bringen kann, sich dazu zu überwinden, ins Wasser zu gehen. Das funktioniert meist nur im Frei- oder Hallenbad bei dreißig Grad Luft- und Wassertemperatur. Diese Spezies meint Düffel nicht, der selbst annähernd täglich schwimmt und zu der raren Gattung der Langstreckenschwimmer zählt. Düffel kann keinem Gewässer widerstehen, steigt in jeden Fluss und in jeden See, in jedes Meer.

Also, Badehose oder Badeanzug an, Schwimmbrille auf, Badekappe kann nicht schaden: "Wir steigen nie zweimal in denselben Fluss." Dass der Satz kommen würde, war gewiss unvermeidlich, dass er es schon auf Seite 15 tut, schon. Ziemlich lange hält sich das Buch mit dem Element als solchem, seinen Widrigkeiten, mythischen Tiefen und praktischen Untiefen auf. Gefüllt werden beide mit Sätzen wie diesem: "Jeder Sieg über die Angst ist immer auch ein Verstoß gegen die Vernunft, nicht nur als Begleiterscheinung, sondern als notwendige Bedingung." Immerhin deutet der Autor das Schwimmbecken als den Versuch, eine Art universelles Wasser zu schaffen - immer und überall vergleichbare Schwimmbedingungen durch Normierung der Bahnlänge, der Wassertemperatur. Denn im natürlichen Gewässer drohen nicht nur Undurchsichtigkeit, Strömungen, Unterwasserpflanzen, Schlangen, Haie. Wo die Natur regiert, wird der Schwimmer ganz klein und demütig. Im Becken dagegen drohen nur Menschen, nach leidvoller Erfahrung des Autors oft harmlos dreinblickende Schwimmerinnen, die die Schwunggrätsche als effektvolle Waffe im Kampf um die Bahnhoheit einsetzen.

Konkreter wird das Buch erst, wenn es zu den Schwimmtechniken kommt. Die zu erklären gelingt von Düffel recht anschaulich, man merkt, wie viel er über die Physik, Psychologie und Trainingswissenschaft weiß. Die erste Lerndisziplin bleibt wohl auf absehbare Zeit das Brustschwimmen, zugleich die ungesündeste und komplizierteste Technik - aber eben die "geheuerste Disziplin", weil sie aufgrund der Tatsache, dass der Kopf über der Wasseroberfläche bleibt, einen "Vertrautheitsvorsprung" nutzt: sie erlaubt, "ins Wasser zu gehen, ohne das Land zu verlassen". Das Ideal bleibt der Lagenschwimmer, der alle vier Techniken beherrscht und das Optimum des "Gesundheitscocktails" Schwimmen ausschöpft. Wie schwer es ist, dem Wasser mit Worten beizukommen, belegt auch von Düffels Buch. Die Weisheit, hinterher fühle man sich immer besser, gilt im vorliegenden Fall eher fürs Schwimmen denn für die Gebrauchsanweisung. (hhm)

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Düffel schreibt schwer verliebt. Darüber, dass es Tage gibt, da fange er erst im Wasser an, etwas zu spüren. Und wie man im Wasser schwerelos wird, so, als würde es nicht nur den Körper tragen, sondern auch einen Großteil der Alltagslasten. Dass im Wasser die gedanken anfangen zu fließen. Solche Sätze.", Augsburger Allgemeine, 30.07.2016 "In dieses Buch mit seinen Ratschlägen, kulturgeschichtlichen Tiefen und philosophischen Wellenkämmen einzutauchen, ist ein wahres Glück - nicht nur für Wassernerds und Waterholics. Ihnen schreibt John von Düffel sowieso aus der aquatischen Seele. Doch auch für Gelegenheitsschwimmer und Beckenrandplanscher ist es eine literarische Freude.", MDR Kultur, 03.08.2016