Die Samurai (eBook, ePUB) - Schwentker, Wolfgang
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  • Produktdetails
  • Verlag: C.H.Beck
  • Seitenzahl: 133
  • Erscheinungstermin: 8. Mai 2019
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406738531
  • Artikelnr.: 56541853
Autorenporträt
Inhaltsangabe
Vorwort
Hinweise zur Transkription und zur Datierung

I. Lehren einer Legende: Die Rache der 47 Samurai
II. Die Anfänge der Samurai
III. Die Samurai an der Macht
IV. Kriegführung als Lebensordnung
V. Das Alltags-und Privatleben der Samurai
VI. Der Kriegerstand als Verwaltungselite. Die Samurai in der Edo-Zeit (1600/03-1867)
VII. Das Shogunat im Niedergang
VIII. Die Samurai nach der Meiji-Restauration von 1868
IX. Das Erbe der Samurai

Literaturhinweise
Glossar
Abbildungsnachweis
Personen- und Ortsregister
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 16.06.2003

Krieger und Poeten
Wolfgang Schwentker erzählt
die Geschichte der Samurai
Im Westen wird der Samurai oft als Sinnbild japanischer Leistungsfähigkeit bemüht – der japanische Geschäftsmann als furchtloser Kämpfer, der die Konkurrenten mit schierer Willenskraft aussticht. Dass dieses Klischee mit den historischen Tatsachen kollidiert, ist wenig bekannt, denn den Samurai lag nichts ferner als der schnöde Handel. Sie standen an der Spitze einer ständischen Gesellschaftsordnung, die Kaufleute rangierten ganz unten.
Wer waren die historischen Samurai, und wieso wurden gerade sie zum Symbol japanischer Kultur und des Erfolgs japanischer Geschäftspraktiken? Auf beide Fragen gibt Wolfgang Schwentkers mit leichter Hand geschriebenes Büchlein Antworten. Es erzählt mit vielen illustrativen Details, wie aus den „Dienenden” – was Samurai ursprünglich bedeutet – ein Kriegerstand mit Herrschaftsanspruch wurde. Sie etablierten ein Militärregime getrennt vom kaiserlichen Hof und befriedeten das Land, womit sie letztlich ihren eigenen Untergang herbeiführten. Da es nicht mehr viel zu kämpfen gab, wurden aus den todesverachtenden Kriegern zivilisierte Staatsverwalter. Sie pflegten den Zen- Buddhismus und übten neben den Kriegskünsten auch Tuschmalerei, Kalligraphie und Poesie. So näherten sie sich dem konfuzianischen Ideal des chinesischen Gelehrten-Beamten an, von dem sie freilich ihr erblicher Stand immer unterschied. Der erbliche Stand versprach eine ewige Ordnung, allein, auch diese Ewigkeit war nur von begrenzter Dauer. Während das Bürgertum erstarkte, verarmte der Adel. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hatte die von den Samurai beherrschte Ordnung ausgedient. Ihr Einfluss aber ist, wie Schwentker erklärt, noch immer spürbar.
Die Samurai bestimmten lange die Geschicke des Landes und lieferten auch den Stoff für viele Dramen, die noch heute Gemeingut sind und alle medialen Transformationen von der Bühne über den Film bis zum Computerspiel mitgemacht haben. In dieser Form sind sie bis in deutsche Kinderzimmer vorgedrungen. Wer sich über ihre faszinierende Geschichte einen Überblick verschaffen will, ist mit Schwentkers Darstellung gut beraten.
FLORIAN
COULMAS
WOLFGANG SCHWENTKER: Die Samurai. C.H. Beck Verlag, München 2003. 132 Seiten, 7,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Über die japanische Kriegerkaste der Samurai gibt es im Westen viele Klischees. So werden sie als willensstarke Geschäftsmänner und furchtlose Krieger gesehen. Dass dieses Klischee mit den historischen Tatsachen kollidiert, wird in dem vorliegenden Buch dargestellt, von dem sich Rezensent Florian Coulmas überzeugt zeigt. Das Werk gebe kluge Antworten auf die entscheidenden Fragen, wer die Samurai waren und wieso gerade sie zum Symbol japanischer Kultur und des Erfolgs japanischer Geschäftspraktiken wurden. So werde der Leser eingehend über die Samurai informiert: "Wer sich über ihre faszinierende Geschichte einen Überblick verschaffen will, ist mit Schwentkers Darstellung gut beraten."

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