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'Ein verlaufenes Kind, ein lebendig gewordenes Märchen oder Volkslied, süß und gruselig zugleich', so charakterisierte Franz Herwig 1923 das literarische Phänomen Emmy Hennings. 1916 eröffnete sie mit Hugo Ball das Cabaret Voltaire in Zürich, wo die Dada-Gruppe nicht nur gegen den Krieg, sondern auch gegen die Kunst rebellierte. Hennings` 1919 erschienener Roman 'Gefängnis' sorgte für großes Aufsehen. In einer eindringlichen, expressiven Sprache seziert sie das Erlebnis einer Inhaftierung bis in die sprachlichen Details hinein. Dem Leser wird mit existenzieller Dringlichkeit vorgeführt, was es…mehr

Produktbeschreibung
'Ein verlaufenes Kind, ein lebendig gewordenes Märchen oder Volkslied, süß und gruselig zugleich', so charakterisierte Franz Herwig 1923 das literarische Phänomen Emmy Hennings. 1916 eröffnete sie mit Hugo Ball das Cabaret Voltaire in Zürich, wo die Dada-Gruppe nicht nur gegen den Krieg, sondern auch gegen die Kunst rebellierte. Hennings` 1919 erschienener Roman 'Gefängnis' sorgte für großes Aufsehen. In einer eindringlichen, expressiven Sprache seziert sie das Erlebnis einer Inhaftierung bis in die sprachlichen Details hinein. Dem Leser wird mit existenzieller Dringlichkeit vorgeführt, was es bedeutet, im Gefängnis zu sein. Das Verhältnis von Delinquenz und Strafvollzug, Schuld und Sühne beschäftigte Hennings viele Jahre. Davon zeugen die zwei weiteren Gefängnis-Texte 'Das graue Haus' und 'Das Haus im Schatten'.
Die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der drei Romane wird im Anhang erstmals fundiert aufgearbeitet und von einer umfassenden Dokumentation zur Wirkungsgeschichte begleitet.

'Sie ist die reinste Inkarnation des weiblichen Vaganten, die in der deutschen Dichtung vielleicht je da war.'
Klabund
  • Produktdetails
  • Emmy Hennings. Werke und Briefe. Kommentierte Studienausgabe Bd.1
  • Verlag: Wallstein
  • Seitenzahl: 576
  • Erscheinungstermin: Januar 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 199mm x 134mm x 40mm
  • Gewicht: 682g
  • ISBN-13: 9783835318342
  • ISBN-10: 3835318349
  • Artikelnr.: 44220665
Autorenporträt
Nicola Behrmann, geb. 1973, seit 2010 Assistant Professor an der Rutgers University, New Jersey (USA).

Emmy Hennings (1885-1948), geb. in Flensburg, war zunächst Schauspielerin und Vortragskünstlerin an Varietés und Kabaretts, später Lyrikerin und Schriftstellerin und nach dem Tod ihres Mannes Hugo Ball dessen Biografin und »lebendiger Nachlass«. Viele ihrer Texte sind verstreut in Zeitungen erschienen oder längst vergriffen. Nun können sie neu entdeckt werden.

Christa Baumberger, geb. 1974, seit 2009 Kuratorin des Nachlasses Emmy Hennings am Schweizerischen Literaturarchiv in Bern. Veröffentlichungen u. a.: Emmy Hennings Dada (Mithg., 2015); Schreiben im Gefängnis (2014); Resonanzraum Literatur. Polyphonie bei Friedrich Glauser (2006).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rezensent Michael Braun freut sich, dass in dieser kommentierten Studienausgabe gleich drei Romane der Sängerin, Kabarettistin und Mitbegründerin des Cabaret Voltaire Emily Hennings erschienen sind. Dass die Dadaistin, Ikone der Expressionisten und Ehefrau von Hugo Ball keineswegs dem Klischee der "leichtlebigen Muse" entsprach, sondern vielmehr von existentieller Verzweiflung, Drogenkonsum und Gelegenheitsprostitution gezeichnet war, entnimmt der Kritiker den Romanen, die von Schuldgefühlen, Ich-Verneinung und "Daseinsverneinungs-Schmerz" getragen sind. Wie Hennings ihre traumatische Zeit ihrer Inhaftierung wegen "Beischlafdiebstahls" in ihrem Debütroman bewegend protokolliert, ringt dem Rezensenten große Anerkennung ab.

© Perlentaucher Medien GmbH