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Cidade maravilhosa - wunderbare Stadt -, so träumt die Welt von der Stadt am Zuckerhut. Und in der Tat ist die Lage in der Guanabara-Bucht atemberaubend, die Lebensfreude der Cariocas, der Bewohner, ansteckend, die Fußballbegeisterung legendär. Das Buch führt Sie zu 111 Orten, die die Einheimischen lieben und für sie besonders sind. Begegnen Sie einem Künstler, der malt wie van Gogh und der mit Leidenschaft Besuchern sein Stadtviertel zeigt. Steigen Sie zu einem Kirchlein auf der Spitze der ersten Favela der Stadt auf, die eine reizende Frau aus Nordbrasilien bewacht. Erleben Sie, wie 200.000…mehr

Produktbeschreibung
Cidade maravilhosa - wunderbare Stadt -, so träumt die Welt von der Stadt am Zuckerhut. Und in der Tat ist die Lage in der Guanabara-Bucht atemberaubend, die
Lebensfreude der Cariocas, der Bewohner, ansteckend, die Fußballbegeisterung legendär. Das Buch führt Sie zu 111 Orten, die die Einheimischen lieben und für sie besonders sind. Begegnen Sie einem Künstler, der malt wie van Gogh und der mit Leidenschaft Besuchern sein Stadtviertel zeigt. Steigen Sie zu einem Kirchlein auf der Spitze der ersten Favela der Stadt auf, die eine reizende Frau aus Nordbrasilien bewacht. Erleben Sie, wie 200.000 Gläubige dem heiligen Georg morgens um vier Uhr huldigen. Entdecken Sie Skurriles, Überraschendes und Zauberhaftes in der schönsten Stadt der Welt.
  • Produktdetails
  • 111 Orte ...
  • Verlag: Emons
  • Seitenzahl: 230
  • Erscheinungstermin: 21. April 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 136mm x 22mm
  • Gewicht: 463g
  • ISBN-13: 9783954518432
  • ISBN-10: 3954518430
  • Artikelnr.: 44233052
Autorenporträt
Beate C. Kirchner, 1960 in München geboren, studierte Politische Wissenschaften in Florenz und München und war über viele Jahre als Chefin vom Dienst für deutsche Publikumsmagazine tätig. Heute arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin. Noch zu Studienzeiten reiste sie das erste Mal nach Brasilien und lebt bis heute einige Monate im Jahr in ihrer Wahlheimat. Der Fotograf Jorge Vasconcellos, gebürtiger Carioca, studierte an der Associação Brasileira de Artes Fotográfica, Universität Estácio de Sá und an der Universität Cândido Mendes. Er organisiert Fotografiekurse und _touren in Rio de Janeiro und ist Mitinhaber der Fotoagentur ICON Foto Brasil.
Rezensionen
Besprechung von 28.07.2016
Das ist mal wieder typisch
Rio auf die schnelle Tour: Beate C. Kirchner eilt im Windschatten der Bewohner durch die Stadt
Das Leben findet in Rio de Janeiro auf der Straße statt und an den Stränden. Beate C. Kirchner jedoch schickt potenzielle Besucher der Stadt von einem Museum in die nächste Galerie, von einer Manufaktur ins nächste repräsentative Bauwerk. Rund ein Viertel der „111 Orte in Rio de Janeiro, die man gesehen haben muss“,
fällt in diese Kategorien. Das hat durchaus Charme, man kann schließlich nicht den ganzen Tag am Strand von Copacabana herumhängen, Rio ist mehr als Sonne und Sand. Dennoch sind etliche der ausgewählten Orte fragwürdig: ein Brücklein aus dem 16. Jahrhundert, das von Jesuiten zugleich als Aquädukt genutzt wurde, 60 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums? Eine alte Feuerwache? Ein nicht einmal zehn Meter hohes Leuchttürmchen an einer Hafenmauer, an dem eine Uhr angebracht ist, was zwar kurios, aber nicht sehenswert ist?
  Man kann sich natürlich immer streiten, was in einer Stadt einen Besuch lohnt, und wird kaum einen Konsens herstellen. Die Frage ist allerdings, welches Bild entsteht, wenn man die 111 Orte aus dem Rio-Band der Endlos-Reihe (es gibt sogar eine Folge mit Leverkusens Muss-Orten) zu einem Mosaik fügt. Einerseits erscheint die Stadt vor allem als ein Kuriositätenkabinett: Bewohner der Favela Vidigal haben eine illegale Müllhalde aufgeräumt und so einen Park geschaffen – mit einem Amphitheater, in dem alte Autoreifen von der Deponie als Sitze dienen. Im Palácio do Catete, Regierungssitz bis 1960, als Brasília die neue Hauptstadt wurde, ist der Schlafanzug ausgestellt, in dem sich Präsident Getúlio Vargas 1954 getötet hat (der zugehörige Revolver ist ebenfalls zu sehen).
  Andererseits hat Beate C. Kirchner eine Reihe prototypischer Orte aufgenommen, an denen Rio de Janeiro ganz bei sich ist. Vor allem sind das Restaurants, Kneipen und ein Kiosk, Plätze, an denen getanzt und musiziert wird. Diese Schauplätze stehen jedoch unverbunden nebeneinander. Das Viertel, der Straßenzug, die den Kontext bilden, sind nicht einmal als Kulisse existent, die Stadt löst sich auf. Was zählt, ist der einzelne Fleck. Der beste Sundowner, die leckersten Maniok-Crêpes, die coolsten Samba-Events: Kirchner macht Vorschläge, wo man derlei findet. Dennoch bewegt sich diese Handreichung für einen Rio-Besuch wie mit Scheuklappen durch die Stadt: hin, Rio-Gefühl aufsaugen, wieder weg.
  Die 111-Orte-Reihe steht damit für eine sehr zeitgemäße Form des Reisens. Das Authentische möchte man sehen, und schnell soll es gehen. Das ist ein Widerspruch in sich. Trotzdem lernt man über eine Stadt auch in wenigen Tagen wohl mehr, wenn man sich unter die Leute mischt, anstatt die repräsentativen Bauten zu besichtigen. Wie versaut vom Tourismus die angeblich stadttypischen Hotspots im Einzelnen dann sind, ist wieder eine andere Frage.
STEFAN FISCHER
Beate C. Kirchner: 111 Orte in Rio de Janeiro, die man gesehen haben muss. Emons Verlag, Köln 2016. 240 Seiten, 16,95 Euro.
REISEBUCH
Jeden Monat veranstaltet
die Sambaschule Salgueiro eine Vereinsfeier inklusive Festessen. Täglich gekocht wird in Luiz’ Fischküche
am Strand von Moreninha. Zum Baden nicht geeignet ist der Kanal Das Taxas.
Fotos: Jorge Vasconcellos (2),
Beate C. Kirchner
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Das ist mal wieder typisch

Rio auf die schnelle Tour: Beate C. Kirchner eilt im Windschatten der Bewohner durch die Stadt

Das Leben findet in Rio de Janeiro auf der Straße statt und an den Stränden. Beate C. Kirchner jedoch schickt potenzielle Besucher der Stadt von einem Museum in die nächste Galerie, von einer Manufaktur ins nächste repräsentative Bauwerk. Rund ein Viertel der „111 Orte in Rio de Janeiro, die man gesehen haben muss“,

fällt in diese Kategorien. Das hat durchaus Charme, man kann schließlich nicht den ganzen Tag am Strand von Copacabana herumhängen, Rio ist mehr als Sonne und Sand. Dennoch sind etliche der ausgewählten Orte fragwürdig: ein Brücklein aus dem 16. Jahrhundert, das von Jesuiten zugleich als Aquädukt genutzt wurde, 60 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums? Eine alte Feuerwache? Ein nicht einmal zehn Meter hohes Leuchttürmchen an einer Hafenmauer, an dem eine Uhr angebracht ist, was zwar kurios, aber nicht sehenswert ist?

  Man kann sich natürlich immer streiten, was in einer Stadt einen Besuch lohnt, und wird kaum einen Konsens herstellen. Die Frage ist allerdings, welches Bild entsteht, wenn man die 111 Orte aus dem Rio-Band der Endlos-Reihe (es gibt sogar eine Folge mit Leverkusens Muss-Orten) zu einem Mosaik fügt. Einerseits erscheint die Stadt vor allem als ein Kuriositätenkabinett: Bewohner der Favela Vidigal haben eine illegale Müllhalde aufgeräumt und so einen Park geschaffen – mit einem Amphitheater, in dem alte Autoreifen von der Deponie als Sitze dienen. Im Palácio do Catete, Regierungssitz bis 1960, als Brasília die neue Hauptstadt wurde, ist der Schlafanzug ausgestellt, in dem sich Präsident Getúlio Vargas 1954 getötet hat (der zugehörige Revolver ist ebenfalls zu sehen).

  Andererseits hat Beate C. Kirchner eine Reihe prototypischer Orte aufgenommen, an denen Rio de Janeiro ganz bei sich ist. Vor allem sind das Restaurants, Kneipen und ein Kiosk, Plätze, an denen getanzt und musiziert wird. Diese Schauplätze stehen jedoch unverbunden nebeneinander. Das Viertel, der Straßenzug, die den Kontext bilden, sind nicht einmal als Kulisse existent, die Stadt löst sich auf. Was zählt, ist der einzelne Fleck. Der beste Sundowner, die leckersten Maniok-Crêpes, die coolsten Samba-Events: Kirchner macht Vorschläge, wo man derlei findet. Dennoch bewegt sich diese Handreichung für einen Rio-Besuch wie mit Scheuklappen durch die Stadt: hin, Rio-Gefühl aufsaugen, wieder weg.

  Die 111-Orte-Reihe steht damit für eine sehr zeitgemäße Form des Reisens. Das Authentische möchte man sehen, und schnell soll es gehen. Das ist ein Widerspruch in sich. Trotzdem lernt man über eine Stadt auch in wenigen Tagen wohl mehr, wenn man sich unter die Leute mischt, anstatt die repräsentativen Bauten zu besichtigen. Wie versaut vom Tourismus die angeblich stadttypischen Hotspots im Einzelnen dann sind, ist wieder eine andere Frage.

STEFAN FISCHER

Beate C. Kirchner: 111 Orte in Rio de Janeiro, die man gesehen haben muss. Emons Verlag, Köln 2016. 240 Seiten, 16,95 Euro.

REISEBUCH

Jeden Monat veranstaltet
die Sambaschule Salgueiro eine Vereinsfeier inklusive Festessen. Täglich gekocht wird in Luiz’ Fischküche
am Strand von Moreninha. Zum Baden nicht geeignet ist der Kanal Das Taxas.
Fotos: Jorge Vasconcellos (2),
Beate C. Kirchner

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Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de

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