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Regiert "König Sex" die Welt? Und war das schon immer so? Wie gestalteten sich vor dem 18. Jahrhundert sexuelle Beziehungen vor, in und außerhalb der Ehe? Welche Probleme warfen Verhütung und Geschlechtskrankheiten auf? Wie ging man mit Prostitution und Pornografie um? Welche Möglichkeiten gleichgeschlechtlichen und queeren Begehrens und Handelns gab es in der Vormoderne? Dieses Buch gibt erstmals einen weitgespannten Überblick über die Geschichte der europäischen Sexualkulturen von der Antike bis zur Frühen Neuzeit. Anhand zahlreicher Beispiele und Quellen zeigt Franz X. Eder, dass das…mehr

Produktbeschreibung
Regiert "König Sex" die Welt? Und war das schon immer so? Wie gestalteten sich vor dem 18. Jahrhundert sexuelle Beziehungen vor, in und außerhalb der Ehe? Welche Probleme warfen Verhütung und Geschlechtskrankheiten auf? Wie ging man mit Prostitution und Pornografie um? Welche Möglichkeiten gleichgeschlechtlichen und queeren Begehrens und Handelns gab es in der Vormoderne?
Dieses Buch gibt erstmals einen weitgespannten Überblick über die Geschichte der europäischen Sexualkulturen von der Antike bis zur Frühen Neuzeit. Anhand zahlreicher Beispiele und Quellen zeigt Franz X. Eder, dass das Sexualleben in früheren Jahrhunderten einen elementaren Stellenwert für das Zusammenleben von Paaren und Gemeinschaften, für die Selbst- und Fremdsicht der Individuen und für die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ordnung hatte. Er spannt dabei den Bogen von der Politisierung und Sozialisierung des Eros in der griechisch- römischen Antike über den skeptischen Umgang mit dem Sexuellen im frühen Christentum und die ambivalente Sexualwelt des Mittelalters bis zu deren Regulierung und Disziplinierung während und nach der Reformation.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 536
  • Erscheinungstermin: 7. September 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 158mm x 38mm
  • Gewicht: 946g
  • ISBN-13: 9783593509549
  • ISBN-10: 3593509547
  • Artikelnr.: 52514977
Autorenporträt
Franz X. Eder ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. Er forscht zur Geschichte der Familie, der Arbeitsorganisation und des Konsumierens, des Körpers und der Sexualität.
Inhaltsangabe
Vorwort 7
1. Einleitung: Sexualität historisch erforschen 9
2. Regentschaft des Phallus: Griechische Antike 31
2.1 Eros und oikos 31
2.2 'Prostituierte' und 'Pornografie' in der Polis? 47
2.3 Ein Himmel für Schwule und Lesben? 65
3. Infamia und pudicitia: Römische Antike 79
3.1 Koitus als Bürgerpflicht 79
3.2 Im Bordell und auf der Straße 107
3.3 Tribas, cinaedus und die Zweigeschlechtlichkeit 117
4. Wie der 'böse' Stachel in das Fleisch kam: Judentum und frühes Christentum 129
4.1 Damit Euch Satan nicht in Versuchung führt 129
4.2 Sodom und porneia 159
5. Widersprüchliche Sexualwelten: Mittelalter 173
5.1 Auf dem Weg zur Verkirchlichung: Bußbücher und erotische Rätsel 173
5.2 Ein ehlich weip soll die mynne regelmäßig vollziehen 183
5.3 Byzantinische, christlich-orthodoxe, muslimische und jüdische Sexualkulturen 225
5.4 Gemeine Frauen und öffentliche Bordelle 240
5.5 Schamlose Augen- und Ohrenlust 265
5.6 Die Sünde wider die Natur 277
6. Reformation und Disziplinierung: 15. bis 17. Jahrhundert 297
6.1 Fleischeslust - gerichtlich, anatomisch und philosophisch betrachtet 297
6.2 Von sündlichem Samen und unfletigem Fleisch - Reformatio vitae 317
6.3 Fornicatio, Übermächtigung und Geheimnisse der Frauen 338
6.4 Das Sexualleben der 'Wilden' und 'Ungläubigen' 358
6.5 Gottlose Hurenhäuser und Franzosenkrankheit 364
6.6 Blick- und Schamregime in Kunst und Literatur 399
6.7 Abscheuliche Sünder auf dem Scheiterhaufen 424
7. Ausblick 4438. Literatur 445
Personen-, Orts- und Sachregister 511
Rezensionen
"Franz X. Eder hat ein beeindruckendes Werk über gesellschaftliche Ideale und Tabus und ihren historischen Wandel hinsichtlich der Sexualität vorgelegt. Nach dieser Lektüre wird niemand mehr Zweifel hegen, dass Menschen abgründige Wesen sind: Weder das platonische Ideal noch die Ansprüche christlicher Moraltheologie wurden offenbar jemals in der Praxis auch nur annähernd eingelöst. Eine packende, oft verblüffende und zuweilen auch verstörende Lektüre." Reinhard Lassek, Spektrum der Wissenschaft, 14.12.2018