Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst. - Hawkins, Paula
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Der neue Spannungsroman von Paula Hawkins nach dem internationalen Nr.-1-Bestseller Girl on the Train.
"Julia, ich bin´s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig ..." vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am…mehr

Produktbeschreibung
Der neue Spannungsroman von Paula Hawkins nach dem internationalen Nr.-1-Bestseller Girl on the Train.

"Julia, ich bin´s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig ..." vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen ...

Into the Water von Paula Hawkins – aus der bücher.de Redaktion:


Der erste Psychothriller von Paula Hawkins, der 18 Millionen Mal weltweit verkauft wurde, war ein Riesenerfolg. Nun dürfen wir gespannt sein, ob der zweite Thriller der britischen Autorin genauso atemberaubend wird, wie ihr Thrillerdebüt.

Into the Water: tote Frauen in einem dunklen Fluss


Eine alleinstehende Mutter wird tot in dem Fluss aufgefunden, der durch ihren Wohnort verläuft. Ein paar Monate zuvor erlag bereits eine hilflose Jugendliche dem gleichen Schicksal. Die beiden waren nicht die ersten Frauen, die ihr Leben in diesem dunklen Wasser verloren haben. Die Todesfälle wirbeln lang verborgene Geheimnisse auf, die der Fluss verborgen hielt.
Die Mutter hinterlässt ein 15-jähriges Mädchen. Ohne Eltern und ohne Freunde befindet sich das Mädchen nun in der Obhut ihrer Tante. Sie ist eine angsterregende Fremde für die Teenagerin, die sie zurückbringt an einen Ort, den das Mädchen nie wieder aufsuchen wollte. …

Atemberaubender Thriller, der lange Verborgenes ins Hier und Jetzt katapultiert


Mit ihrem ersten Thriller „The Girl on the Train“ hat Paula Hawkins bewiesen, dass sie ein scharfsinniges Verständnis für menschliche Instinkte hat. So ist auch Into the Water ein tiefgreifender Thriller mit mehreren Wendungen, der von der Täuschung mit Emotionen und Erinnerungen lebt und verdeutlicht, dass die Vergangenheit auf verheerende Art und Weise in die Zukunft reichen kann.
Darum: Traue nichts und niemandem, denn Du weißt nie was sich unter scheinbar ruhiger Oberfläche verbirgt!

New York Times Bestsellerautorin Paula Hawkins zweiter Psychothriller


Paula Hawkins wurde am 26. August 1972 in Simbabwe geboren. Ihr Vater war Professor und Journalist. Mit 17 Jahren zog Paula Hawkins nach London und studierte an der Oxford University. Einige Jahre arbeitete sie als Journalistin u.a. für „The Times“. Im Jahr 2009 begann Paula Hawkins mit dem Schreiben von Büchern. Unter dem Pseudonym Amy Silver hat sie mehrere romantische Komödien veröffentlicht. 2015 erschien ihr erster Psychothriller „The Girl on the Train“, der sogleich zum Bestseller wurde. Nun dürfen wir uns auf ein weiteres Thrillerhighlight freuen: Into the Water. Nach “Girl on the Train” hat sich Dreamworks auch die Filmrechte an Into the Water gesichert, was bedeutet, dass wir auch den zweiten Psychothriller der New York Times Bestsellerautorin im Kino zu sehen bekommen werden.
  • Produktdetails
  • Verlag: (Blanvalet)
  • Seitenzahl: 480
  • 2017
  • Ausstattung/Bilder: 2017. 480 S. 21.
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 136mm x 42mm
  • Gewicht: 577g
  • ISBN-13: 9783764505233
  • ISBN-10: 3764505230
  • Best.Nr.: 46427461
Autorenporträt
Paula Hawkins worked as a journalist for fifteen years before turning her hand to fiction. She lives in London.
Rezensionen
»Hawkins will unterhalten, und das gelingt ihr. […] Weil ein guter Krimi immer auch ein Gesellschaftsroman ist, reflektiert Hawkins die Lebensentwürfe von Frauen.«

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Gleich sechs Ich-Erzähler?, fragt Petra Pluwatsch etwas ungläubig. Aber Paula Hawkins kann damit umgehen, versichert die Rezensentin. Und mit der Unzuverlässigkeit unserer Erinnerung fügt sie einen von ihr bereits verwendeten Topos komplizierend hinzu, erklärt Pluwatsch. Dass der auf die Art keinesfalls unterkomplex geratende Thriller über rätselhafte Freitode in der englischen Provinz dennoch reines Lesevergnügen ist, liegt laut Rezensentin an der klugen Erzählerin Hawkins, die hier aus vielen Teilen eine "hochspannende" Geschichte webt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 06.06.2017
Bedrohliches Gluckern

Mit ihrem Debüt "Girl On the Train" landete sie einen Bestseller, jetzt hat Paula Hawkins mit "Into the Water" nachgelegt. Was taugt der Nachfolger?

Das zweite Buch ist immer das schwerste. Dieses Naturgesetz des Literaturbetriebs gilt erst recht, wenn der Autor mit seinem Debüt einen Bestseller hingelegt hat. Dann warten bald einige Gegner auf ihn, gegen die es anzuschreiben gilt - die Zeit, hohe Erwartungen, der Verdacht, eine Eintagsfliege zu sein. Für Paula Hawkins war der Druck gewaltig. Ihren 2015 veröffentlichten Erstling "Girl on the Train" (F.A.Z. vom 22. Juni 2015) fanden die Kritiker so gelungen, dass sie selbst vor Vergleichen zu Gillian Flynns Thriller "Gone Girl" nicht haltmachten. Noch begeisterter zeigten sich die Leser, die den in mehr als vierzig Sprachen übersetzten und mit Emily Blunt verfilmten Roman bis heute gut zwanzig Millionen Mal erwarben.

Hawkins, inzwischen eine der am besten verdienenden Schriftstellerinnen überhaupt, hat nicht lange gefackelt und nun mit "Into the Water" nachgelegt. Schauplatz des Geschehens ist die englische Gemeinde Beckford, wo seit Jahrhunderten bemerkenswert viele Frauen in einer als "Drowning Pool" bezeichneten Flussbiegung ums Leben kommen. Zufall? Keineswegs. "Beckford ist ein Ort, um unbequeme Frauen loszuwerden", notiert Nel, die von den Todesfällen fasziniert ist und ihrerseits schon vor dem Beginn der am analytischen Detektivroman orientierten Handlung stirbt. Daraufhin geht es einerseits um die in der Zukunft liegende Aufklärung ihres Todes, andererseits um die in die Vergangenheit zurückreichende Vorgeschichte.

Diese zeitliche Doppelstruktur ist der Autorin augenscheinlich zu dünn, weswegen sie weitere, mitunter völlig irrelevante Sterbefälle schildert und zur Enträtselung freigibt. Darunter leidet die Überschaubarkeit, so dass nach wenigen Kapiteln nicht mehr klar ist, wer wann was zu wem gesagt hat und wer wem was verheimlicht. Das Resultat ist ein nur mit Mühe zu entwirrender Plotsalat, der die Lektüre erschwert und aus folgender Figurenäußerung eine ironische Pointe macht: "Irgendwann hab ich aufgehört, mich zu konzentrieren, hab an andere Dinge gedacht, mich neuen Themen zugewandt, nicht mehr zugehört und so den Faden verloren."

Problematisch auch das abgegriffene Personal. Da ist zum Beispiel die Familie Townsend, bestehend aus Sean (Polizist, verhaltensauffällig), Patrick (sein Vater, sinister) und Helen (seine Frau, blutleer) - ein Trio, das die Psychotherapie vor ganz neue Herausforderungen stellen könnte. Oder Nels Schwester Julia, die so viel Schicksalslast mit sich herumschleppt, dass ihr Geburtsort ein Schnupperkurs für kreatives Schreiben zu sein scheint. Besondere Nachsicht wird dem Leser bei Nickie abverlangt, einer Seherin mit lila Haaren und schwarzem Eyeliner, die von Hawkins, sozusagen als Bonbon, einen Samtschlapphut aufgesetzt bekommt. Hogwarts ist da nur noch einen Besenritt entfernt.

Insgesamt haben wir es mit elf Hauptfiguren zu tun, die leistungsstarke Überdrusskatalysatoren abgeben, sobald sie sich - obwohl über mancherlei im Bilde - kryptodämlich raunend zu Wort melden. Eine ihrer Funktionen ist es, uns jenes Unbehagen abzupressen, das sie selbst pausenlos empfinden und das bei ihnen Reaktionen provoziert, die sich vor keinem Groschenheft verstecken müssen: "Sämtliche Härchen an meinem Körper stellten sich auf", "wobei sich mir die Nackenhaare aufstellten", "ich bekam eine Gänsehaut", "meine Kopfhaut kribbelte nervös", "meine Kopfhaut begann zu kribbeln".

Während Hawkins in Bezug auf die Todesfälle höhere Geheimniskrämerei kultiviert, schüttet sie am Reißbrett entworfene Konstellationen und klischeehafte Gimmicks ohne jedes Feingefühl über uns aus. Das Gruselregister etwa klingt so: "In den Bäumen hinter der Hütte konnte ich eine Eule rufen hören und dann noch einmal: jemanden husten." Birken erscheinen plötzlich wie Gespenster, der Handyempfang ist gestört, und das "Gluckern des Flusses klang nicht mehr fröhlich, sondern bedrohlich". In diesem Ambiente aus "Hunderten von Horrorfilmen" quaken schließlich sogar die Kröten, bevor sich zur Entschärfung der Lage ein blökendes Schaf blicken lässt.

Durchgehend bemüht die Autorin das Wasser als Leitmotiv, wobei sie seine Formlosigkeit mit der düsteren Handlung verknüpft. Das haben wir schnell verstanden, doch der Wille zur morastigen Droste-Hülshoff-Stimmung treibt Hawkins in die ästhetische Ausschweifung: Beharrlich und bis zum Ende wird in diesem strapaziösen zweiten Buch das von Schlamm und Modder ausgehende Unheil heraufbeschworen. Da braucht es tapfere Leser, denen es egal ist, dass sie bereits nach wenigen Seiten kein Land mehr sehen.

KAI SPANKE

Paula Hawkins:

"Into the Water". Traue keinem - außer dir selbst.

Roman.

Aus dem Englischen von Christoph Göhler.

Blanvalet Verlag, München 2017. 480 S., br., 14,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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