Der Nachtwandler (eBook, ePUB) - Fitzek, Sebastian
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  • Format: ePub

48 Kundenbewertungen


In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn - und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 0.93MB
  • FamilySharing(5)
Produktbeschreibung
In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn - und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit ...

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, CY, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, IRL, I, L, M, NL, P, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungstermin: 14. März 2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783426417935
  • Artikelnr.: 37542716
Autorenporträt
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor. Seit seinem Debüt "Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in sechsunddreißig Ländern und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt. Er lebt in Berlin.

www.facebook.de/sebastianfitzek
www.instagram.de/sebastianfitzek
www.sebastianfitzek.de
fitzek@sebastianfitzek.de

Autoreninterview
In Ihrem neuen Roman "Der Nachtwandler" geht es um einen schlafwandelnden Mann, der befürchtet, "schlafend" zum Mörder geworden zu sein. Sie sagen, Sie kennen den Zustand der "Schlaflähmung" - woher kommt Ihr Interesse für den Somnambulismus?

Sebastian Fitzek: Ich interessiere mich nicht nur für die Störungen, sondern für den Schlaf generell. Er bestimmt fast ein Drittel unseres Lebens und zählt dennoch zu einem noch lange nicht abschließend erforschten Phänomen. Während wir im wachen Zustand ständig bemüht sind, rationale, bewusste Entscheidungen zu treffen und zum Beispiel Geschichten über multiple Persönlichkeiten allzu gerne als Phantasien von Drehbuch- und Psychothrillerautoren abtun, begeben wir uns täglich freiwillig in einen Zustand, in dem wir in eine andere Welt abgleiten, in der wir unsere Gedanken und Handlungen nicht mehr kontrollieren können - und in der wir oft eine andere Identität annehmen. Wenn das nicht faszinierend ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

Was fasziniert Menschen am Schlafwandeln?

Sebastian Fitzek: Der Gedanke, über ein unkontrollierbares Ich zu verfügen, das in einem Zustand der scheinbaren
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In Ihrem neuen Roman "Der Nachtwandler" geht es um einen schlafwandelnden Mann, der befürchtet, "schlafend" zum Mörder geworden zu sein. Sie sagen, Sie kennen den Zustand der "Schlaflähmung" - woher kommt Ihr Interesse für den Somnambulismus?

Sebastian Fitzek: Ich interessiere mich nicht nur für die Störungen, sondern für den Schlaf generell. Er bestimmt fast ein Drittel unseres Lebens und zählt dennoch zu einem noch lange nicht abschließend erforschten Phänomen. Während wir im wachen Zustand ständig bemüht sind, rationale, bewusste Entscheidungen zu treffen und zum Beispiel Geschichten über multiple Persönlichkeiten allzu gerne als Phantasien von Drehbuch- und Psychothrillerautoren abtun, begeben wir uns täglich freiwillig in einen Zustand, in dem wir in eine andere Welt abgleiten, in der wir unsere Gedanken und Handlungen nicht mehr kontrollieren können - und in der wir oft eine andere Identität annehmen. Wenn das nicht faszinierend ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

Was fasziniert Menschen am Schlafwandeln?

Sebastian Fitzek: Der Gedanke, über ein unkontrollierbares Ich zu verfügen, das in einem Zustand der scheinbaren Bewusstlosigkeit ein Eigenleben führt, ist für uns Menschen ebenso faszinierend wie erschreckend zugleich.

In Ihren Romanen spielen Augen eine große Rolle, entweder weil sie entfernt werden, wie in "Der Augenjäger", oder weil sie, wie in "Der Nachtwandler", beim Schlafwandeln geöffnet sind. Teilen Sie die Vorstellung von Augen als Fenster zur Seele und was bedeutet es, nichts mehr sehen zu können, wie im Fall der blinden Physiotherapeutin in Ihrem Thriller "Der Augensammler"?

Sebastian Fitzek: Meine Protagonistin Alina hat über die Vorstellung, Augen wären ein Fenster zur Seele, im Augenjäger reflektiert und teilt diese Vorstellung schon deshalb nicht, weil ihre Augen wegen ihrer Verletzung getrübt sind. Auch ich glaube nicht, dass Menschen, denen die Augen fehlen, das Fenster zu ihrer Seele verloren haben. Andersherum gibt es sehr viele Menschen, deren schöne Augen uns faszinieren, obwohl ihre Seele voller Abgründe ist. Ich befürchte, es gibt kein Fenster, das man einfach öffnen kann, um den Menschen, der vor uns steht, besser einschätzen zu können. Der wahre Charakter und die Beschaffenheit seiner Seele offenbart sich uns erst nach einer ganzen Weile, manchmal leider erst, wenn es schon zu spät ist.

Dass Alina in "Der Augensammler" blind ist, bedeutet für sie selbst eine weitaus geringere Beeinträchtigung, als man es vermuten würde. Ihre Welt ist keineswegs schwarz und dunkel, vor allem weil andere Sinne den fehlenden Sehsinn kompensieren. Alina sieht nicht mit den Augen, sondern mit ihrem Gehirn und kann z. B. einen Menschen anhand seiner Stimme oder seines Geruchs oftmals besser einschätzen, als wenn optische Eindrücke sie ablenken würden.

In "Der Nachtwandler" spielt das Haus seinen Bewohnern scheinbar übel mit und macht einen Teil der Handlung erst möglich. Kann Architektur Menschen zum Bösen verleiten, gar zu Mördern werden lassen?

Sebastian Fitzek: So weit würde ich nicht gehen. Ich denke aber, dass unsere Umwelt einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Psyche und damit auch auf unsere Handlungen hat. Jemand, der zum Beispiel depressiv veranlagt ist, wird in einer dunklen Kellerwohnung bestimmt schlechter gesunden als in von Licht durchfluteten Räumen. Jüngst habe ich davon gehört, dass Architekten mit einfachen gestalterischen Änderungen auf öffentlichen Plätzen dafür gesorgt haben, dass die Zahl der Gewalttaten, die auf diesen Plätzen verübt wurde, stark zurückging. Architektur ist meiner Meinung nach nicht die Ursache für bestimmtes Verhalten, ihre Ausgestaltung kann menschliches Verhalten jedoch zum Guten oder Schlechten beeinflussen.

Sie sagen, Ihre Therapie sei das Schreiben. Was wäre, wenn Sie nicht mehr schreiben könnten?

Sebastian Fitzek: Eine grauenhafte Vorstellung, die es wert wäre, in einem Psychothriller verarbeitet zu werden.

In welcher Situation hatten Sie zuletzt Angst?

Sebastian Fitzek: Als wir mitten in der Nacht in unserem Haus von einem blechern klingenden Kinderlied geweckt wurden, das aus dem Wohnzimmer zu uns nach oben schallte. Wir hatten es noch nie zuvor gehört und waren uns sicher, dass es zu keinem Spielzeug passte, das wir angeschafft hatten. Als ich dann endlich den Mut hatte nachzusehen, entpuppte es sich als ein Wecker, den Freunde uns am Vortag für den anstehenden Geburtstag meiner Tochter Charlotte geschenkt hatten und der aus irgendeinem Grund auf zwei Uhr früh gestellt war.

Interview: Laura Müller, Literaturtest
Rezensionen
"Fitzek bleibt seinem Stil treu. Seine Leser können sich auf einen gewohnt packenden Psychothriller freuen, den man innerhalb weniger Stunden verschlingen kann. Die Geschichte ist wendungsreich und gipfelt in einer Auflösung, die selbst Krimi-Fans im Detail überraschen dürfte. Vor düsteren Träumen als Nebenwirkung aber sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt." -- Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16.03.2013

"Die packende Handlung beweist wieder einmal, dass Fitzek einer der Stars des Genres ist." -- FREUNDIN, 13.03.2013
"Psychothriller sind eine Domäne angloamerikanischer Autoren. Der 41-jährige Berliner Sebastian Fitzek hat diese Phalanx durchbrochen und seit 2006 von acht Büchern über drei Millionen Exemplare verkauft. Brachiale Gewalt, komatöse Extremsituationen und ein teuflischer Plot zeichnen auch Fitzeks neuesten Spannungsroman DER NACHTWANDLER aus. Mit minimalem Aufwand an Sprache, Figuren und Schauplätzen erreicht er maximalen Schauder und Thrill." Mannheimer Morgen 20130911