Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken - Schreber, Daniel Paul

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Die "Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken" erschienen im Jahre 1903, also vor genau 100 Jahren. Ihr Verfasser Daniel Paul Schreber, ein hoher Richter am damaligen sächsischen Oberlandesgericht, berichtet darin von den höchst merkwürdigen Vorkommnissen, deren Zeuge er in den langen Jahren seines Aufenthaltes in den psychiatrischen Anstalten des Königreichs Sachsen geworden war. Sein Buch sollte der Menschheit die Augen öffnen. Denn das, was seine Ärzte für Paranoia hielten, sei in Wahrheit, so Schreber,Teil einer gegen ihn gerichteten, gigantischen Verschwörung seines Psychiaters Prof. Flechsig…mehr

Produktbeschreibung
Die "Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken" erschienen im Jahre 1903, also vor genau 100 Jahren. Ihr Verfasser Daniel Paul Schreber, ein hoher Richter am damaligen sächsischen Oberlandesgericht, berichtet darin von den höchst merkwürdigen Vorkommnissen, deren Zeuge er in den langen Jahren seines Aufenthaltes in den psychiatrischen Anstalten des Königreichs Sachsen geworden war. Sein Buch sollte der Menschheit die Augen öffnen. Denn das, was seine Ärzte für Paranoia hielten, sei in Wahrheit, so Schreber,Teil einer gegen ihn gerichteten, gigantischen Verschwörung seines Psychiaters Prof. Flechsig und Gott. Ziel der ganzen Operation - von Schreber als "Seelenmord" bezeichnet - war die Erschaffung einer neuen Menschenwelt aus seinem Schoße.
Schreber gilt heute nicht nur als der meistzitierte Patient in der Geschichte der Psychiatrie, sondern sein Buch hat eine Vielzahl weiterer wissenschaftlicher Disziplinen beflügelt: Historiographie, Philosophie, Theologie, Literaturtheorie, Linguistik, Zeitgeistforschung, Pädagogik, Soziologie, um nur die wichtigsten zu nennen.
  • Produktdetails
  • Bibliothek der Psychoanalyse
  • Verlag: Psychosozial-Verlag
  • Repr. d. Ausg. v. 1903.
  • Seitenzahl: 607
  • Erscheinungstermin: Oktober 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 159mm x 50mm
  • Gewicht: 980g
  • ISBN-13: 9783898062626
  • ISBN-10: 3898062627
  • Artikelnr.: 12062557
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Hoch erfreut zeigt sich Rezensent Martin Stingelin über diese Wiederauflage von Daniel Paul Schrebers "Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken", die Gerhard Busse als reprografischen Nachdruck der Erstausgabe von 1903 herausgegeben hat. Ausführlich würdigt er Schrebers Werk als "Jahrhundertbuch", das trotz widrigster Umstände Epoche gemacht hat. Ausschlaggebend dafür waren nach Ansicht Stingelins drei Faktoren: erstens der Einfluß der Psychoanalyse und die Interpretation Freuds von Schrebers "Denkwürdigkeiten", zweitens die Aktualität des Werks, das uns in seiner Schilderung einer Krise die Welt entfremde und das Weltmißtrauen als Krise des 20. Jahrhunderts deutlich mache. Und drittens die Wirkung, die es auf einige der scharfsinnigsten Intellektuellen wie Benjamin und Canetti ausübte, die darin ein Symptom der vorweggenommenen Krisen des 20. Jahrhunderts sahen. Vorliegende Ausgabe findet Stingelin nicht nur wegen ihrer sorgfältigen Gestaltung und Kommentierung überzeugend, sondern auch wegen ihres Nachworts mit seinem bibliografisch dichten Abriss der Wirkungs- und Forschungsgeschichte, und dem reichhaltigen Personen- und Sachregister.

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