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Walter Lippmann gilt als einer der einflussreichsten Propagandisten des Neoliberalismus und einer gelenkten Demokratie, der dem marktradikalen Denken zum Siegeszug verhalf. Lippmanns 1922 erschienenes Buch "Public Opinion" gilt als ein Klassiker in Sachen Manipulation und Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Von ihm wurde der Begriff "Kalter Krieg" geprägt und in den allgemeinen Sprachgebrauch gebracht. Weil die Durchschnittsbürger in einer Demokratie damit überfordert sind, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu durchschauen, entwickelte er das Konzept einer gelenkten Demokratie, um…mehr

Produktbeschreibung
Walter Lippmann gilt als einer der einflussreichsten Propagandisten des Neoliberalismus und einer gelenkten Demokratie, der dem marktradikalen Denken zum Siegeszug verhalf. Lippmanns 1922 erschienenes Buch "Public Opinion" gilt als ein Klassiker in Sachen Manipulation und Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Von ihm wurde der Begriff "Kalter Krieg" geprägt und in den allgemeinen Sprachgebrauch gebracht. Weil die Durchschnittsbürger in einer Demokratie damit überfordert sind, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu durchschauen, entwickelte er das Konzept einer gelenkten Demokratie, um die Meinung der Masse mit Hilfe manipulativer Techniken zu steuern. Seine Methoden der Meinungsbeeinflussung sind heute aktueller denn je.
  • Produktdetails
  • Verlag: Westend
  • Seitenzahl: 376
  • Erscheinungstermin: 1. August 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 149mm x 38mm
  • Gewicht: 619g
  • ISBN-13: 9783864892233
  • ISBN-10: 3864892236
  • Artikelnr.: 51528437
Autorenporträt
Lippmann, Walter
Walter Lippmann lebte von 1889 bis 1974 in den USA. Der Journalist, Schriftsteller und Medienkritiker gründete mit Herbert Croly das politische Magazin The New Republic. Sein Buch "Public Opinion" (1922) zu Stereotypen und Klischeevorstellungen gilt bis heute als Grundlagentext der Medien- und Politikwissenschaft sowie der Sozialpsychologie.

Ötsch, Walter Otto
Prof. Dr. Walter Ötsch ist Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte an der Cusanus Hochschule. Er ist Kommunikationstrainer und ein gefragter Experte für Rechtspopulismus. "Haider Light. Handbuch für Demagogie" (Czernin Verlag, 2000) und sein 2017 bei Westend erschienenes Buch "Populismus für Anfänger. Anleitung zur Volksverführung" wurden zu viel beachteten Bestsellern.
Rezensionen
"Einer der bedeutendsten amerikanischen Intellektuellen jener Zeit ... Sein Werk verändert politische Prinzipien in der Demokratie radikal." arte

"Dieses Buch sollte man lesen, wenn man verstehen will, wie Meinungsbildung funktioniert, welche Rolle dabei der Journalismus spielt und welche die Mächtigen, die die Redaktionen füttern." medienblog.hypotheses

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Als hochaktuell annonciert Micha Brumlik diesen Klassiker der Propaganda-Literatur des amerikanischen Journalisten Walter Lippmann von 1922, macht aber vor allem Einwände geltend. Lippmann war der Überzeugung, wie Brumlik erklärt, dass Demokratie unter den Bedingungen von gesteuerten Massenmedien nicht mehr möglich sei, denn selbst bei bester Bildung seien die Menschen nicht mehr in der Lage, sich ein angemessenes Bild von der Lage zu machen. Daher plädierte Lippmann ganz im Sinne Platons für eine Herrschaft von Experten. Brumlik nimmt das Buch bemerkenswert ernst (er wirft sogar Habermas vor, es nicht berücksichtigt zu haben), kann ihm aber doch wenig abgewinnen. Zum einen versteht er nicht, woher Lippmanns Vertrauen in Experten rührte, schließlich gebe es auch unter ihnen zu jeder Meinung eine Gegenmeinung. Zum anderen sieht er das Wesen jeder Demokratie durch diesen Ansatz total unterminiert.

© Perlentaucher Medien GmbH