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In der seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert immer größer werdenden Öffentlichkeit entwickelte sich die Presse in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem machtpolitischen Instrument. Dieses neue Medium versuchten die Regierungen von Preußen und Österreich für ihr politisches Handeln zu nutzen, insbesondere während ihrer Auseinandersetzung um die Vormachtstellung in Deutschland zwischen 1849 und 1871.
Beide Regierungen bauten nach der Revolution 1848 systematisch Strukturen auf, um auf die Presse einzuwirken. Anstatt zu zensieren, war es nun wichtiger Journalisten und Zeitungen für
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Produktbeschreibung
In der seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert immer größer werdenden Öffentlichkeit entwickelte sich die Presse in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem machtpolitischen Instrument. Dieses neue Medium versuchten die Regierungen von Preußen und Österreich für ihr politisches Handeln zu nutzen, insbesondere während ihrer Auseinandersetzung um die Vormachtstellung in Deutschland zwischen 1849 und 1871.

Beide Regierungen bauten nach der Revolution 1848 systematisch Strukturen auf, um auf die Presse einzuwirken. Anstatt zu zensieren, war es nun wichtiger Journalisten und Zeitungen für sich zu gewinnen und die eigenen politischen Ansichten öffentlich kursieren zu lassen. Diese Pressepolitik entwickelte sich zu einem neuen, aber unbekannten machtpolitischen Faktor in der Außenpolitik. Er veränderte die diplomatischen Spielregeln und entlud sich in diplomatischen Spannungen. Erst mit Gründung des Deutschen Reiches beruhigte sich die Lage. Statt eines Konfliktes warben die beiden Staaten öffentlich für eine Annäherung zueinander, die schließlich im Zweibund von 1879 mündete.
  • Produktdetails
  • Historische Forschungen .110
  • Verlag: Duncker & Humblot
  • Seitenzahl: 249
  • Erscheinungstermin: 31. März 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 156mm x 17mm
  • Gewicht: 386g
  • ISBN-13: 9783428148288
  • ISBN-10: 3428148282
  • Artikelnr.: 44701696
Autorenporträt
Dominik Feldmann studierte von 2006 bis 2010 Neuere und Neueste Geschichte, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Soziologie an der Universität Augsburg. 2015 wurde er dort im Fachbereich Neuere und Neueste Geschichte promoviert. Zwischen 2010 und 2013 arbeitete er als Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg sowie als freier Mitarbeiter für die Zeitschrift »G/Geschichte«. Er ist Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes sowie des Elitenetzwerks Bayern. 2013 fand er seinen jetzigen Wirkungskreis im Stadtarchiv Augsburg.
Inhaltsangabe
A. Einleitung

B. Die Entwicklung von Presse und Staat im 19. Jahrhundert

Der Ausbau des Pressemarktes - Liberalisierung der repressiven Pressegesetzgebung im 19. Jahrhundert - Die ersten Ansätze zur Beeinflussung der Presse bis 1848

C. Beginn der institutionalisierten und aktiven Pressepolitik in Deutschland 1848 bis 1859

Neues Verständnis von Pressepolitik und ihre Institutionalisierung - Ein erstes Antesten: Pressepolitik als Mittel der Diplomatie 1849 bis 1859 - Zehn Jahre aktive Pressepolitik. Eine kurze Zwischenbilanz

D. Pressepolitische Eskalation und die Lösung der Deutschen Frage 1859 bis 1866

Gescheiterte Reformversuche: Presseorganisation von der "Neuen Ära" bis zur Lösung der Deutschen Frage - Pressepolitische Eskalation zwischen 1860 und 1866

E. Nach der Deutschen Frage: Vom offenen Konflikt zum öffentlichen Bündnis

Kleine Veränderungen in Preußen, große in Österreich: Die endgültige Verortung der Organisationsstrukturen in den Außenministerien 1867 bis 1879 -Arbeit im Staatsdienst. Journalisten und ihre Kontakte zu den Presseleitungen - Das Ende der Deutschen Frage als Beginn neuer Konflikte 1867 bis 1870 - Die Wende: Vom Kontrahenten zum (fast) öffentlichen Bündnisvertrag

F. 30 Jahre Pressepolitik. Ein Resümee

Literatur- und Quellenverzeichnis

Archivalische Quellen - Gedruckte Quellen - Verwendete Zeitungen der jeweiligen Jahrgänge 1849 bis 1879 - Literatur

Sachwortverzeichnis
Rezensionen
"Der Kampf um die öffentliche Meinung ist ein Hauptfeld gegenwärtiger Politik, auch in demokratisch-rechtsstaatlich verfassten Staaten. Und da gibt es lautere und weniger lautere Möglichkeiten. Wie sich die weniger lauteren in der Vergangenheit gestalteten: Darüber hat Dominik Feldmann eine über die Zeiten hinaus aufklärende Arbeit geschrieben." Manfred Hanisch, in: sehepunkte 17 (2017), Nr. 10 [15.10.2017], URL: (abgerufen am 20.10.2017)