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Ein Superheld wollte Henry werden, wilde Nächte erleben und morgens mit dem guten Gefühl aufwachen, die Welt gerettet zu haben. Dass sich ihm seine wahre Berufung offenbaren würde, schien ihm als Kind nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch wie geht es weiter, wenn sich der Glaube, das Wichtigste im Leben komme noch, als Illusion entpuppt? Irgendwann sind die Weichen gestellt: Er ist Verkaufsleiter einer Biolimonadenfirma, unglücklich in seiner Ehe und das Verhältnis zu seiner Tochter ist distanziert. Bei einer Hochzeitsfeier trifft Henry auf Joe, ein junges und skandalumwittertes Mädchen mit…mehr

Produktbeschreibung
Ein Superheld wollte Henry werden, wilde Nächte erleben und morgens mit dem guten Gefühl aufwachen, die Welt gerettet zu haben. Dass sich ihm seine wahre Berufung offenbaren würde, schien ihm als Kind nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch wie geht es weiter, wenn sich der Glaube, das Wichtigste im Leben komme noch, als Illusion entpuppt? Irgendwann sind die Weichen gestellt: Er ist Verkaufsleiter einer Biolimonadenfirma, unglücklich in seiner Ehe und das Verhältnis zu seiner Tochter ist distanziert.
Bei einer Hochzeitsfeier trifft Henry auf Joe, ein junges und skandalumwittertes Mädchen mit wirren Dreadlocks. So beiläufig diese Begegnung zunächst scheint, setzt sich ein Räderwerk in Gang, das ihre Wege unweigerlich miteinander verzahnt - bis zu jenem fatalen Tag, an dem ihre Leben ins Stocken geraten.
In Sterben lernen begleitet Fee Katrin Kanzler ihre Protagonisten auf der Suche nach ihrer Bestimmung. Mit großer erzählerischer Intelligenz und kunstvoller Sprache verfolgt Kanzlerdie Gefahren, Widerstände und Abgründe, die sich vor Henry und Joe auftun, spürt jenen sachten Erschütterungen nach, die eine bürgerliche Existenz ins Wanken bringen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt
  • Seitenzahl: 221
  • Erscheinungstermin: August 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 134mm x 27mm
  • Gewicht: 373g
  • ISBN-13: 9783627002312
  • ISBN-10: 3627002318
  • Artikelnr.: 47718364
Autorenporträt
Kanzler, Fee Katrin
Fee Katrin Kanzler, 1981 geboren, studierte Philosophie und Anglistik in Tübingen und Stockholm. Sie war Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses, erhielt den Förderpreis für Literatur der Stadt Ulm und das Jahresstipendium für Literatur vom Land Baden-Württemberg. Sie lebt im Süden Deutschlands. Ihr Romandebüt »Die Schüchternheit der Pflaume« (FVA 2012) wurde für den ZDF-aspekte Literaturpreis nominiert.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Mit ihrem Debüt vor vier Jahren zeigte Fee Katrin Kanzler die Außergewöhnlichkeit ihrer Sprache. "Die Schüchternheit der Pflaume" war eine filigran erzählte Liebes- und Lebensgeschichte. Ihr zweiter Roman schlägt ganz andere Töne an, doch die sinnliche Sprache ist geblieben. Leider überrundet sich die Autorin selbst mit ihren Wortschöpfungen, Sinneseindrücken, Gedankensplittern - dies macht das Sinnliche, Assoziative zäh, klebrig, sodass der Leser lange nicht weiß, wo er sich befindet. Namen fallen, doch wer da gerade was erlebt, denkt oder sieht, bleibt unklar. Die Szenen wechseln nahtlos; oft wird der Leser aber auch mit einem auf Dauer eintönig werdenden Dreiklang in das nächste Bild gesetzt. ("Volle Blase, Verspannung in der Schulter, eine seltsame Taubheit der Haut."). Letztlich geht es um Henry Einstein - unglücklich in seiner Ehe - und Joe, eine trotzige Teenagerin mit Dreadlocks. Sie entfacht Henrys Lust. Joes ungehobelte Attitüde und Sprache - "Bullenscheiße", "Makrelenkacke" - bricht mit den zarteren Tönen dieser magisch-realistischen Erzählung. Nach circa 100 Seiten erschließt sich, warum die Erzählweise so assoziativ ist - was hier natürlich nicht verraten werden darf - und man ist ein bisschen erleichtert, dass diese diffuse, hektische Art des Erzählens tatsächlich gewollt war.

© BÜCHERmagazin, Jeanne Wellnitz (jw)
Mit ihrem Debüt vor vier Jahren zeigte Fee Katrin Kanzler die Außergewöhnlichkeit ihrer Sprache. "Die Schüchternheit der Pflaume" war eine filigran erzählte Liebes- und Lebensgeschichte. Ihr zweiter Roman schlägt ganz andere Töne an, doch die sinnliche Sprache ist geblieben. Leider überrundet sich die Autorin selbst mit ihren Wortschöpfungen, Sinneseindrücken, Gedankensplittern - dies macht das Sinnliche, Assoziative zäh, klebrig, sodass der Leser lange nicht weiß, wo er sich befindet. Namen fallen, doch wer da gerade was erlebt, denkt oder sieht, bleibt unklar. Die Szenen wechseln nahtlos; oft wird der Leser aber auch mit einem auf Dauer eintönig werdenden Dreiklang in das nächste Bild gesetzt. ("Volle Blase, Verspannung in der Schulter, eine seltsame Taubheit der Haut."). Letztlich geht es um Henry Einstein - unglücklich in seiner Ehe - und Joe, eine trotzige Teenagerin mit Dreadlocks. Sie entfacht Henrys Lust. Joes ungehobelte Attitüde und Sprache - "Bullenscheiße", "Makrelenkacke" - bricht mit den zarteren Tönen dieser magisch-realistischen Erzählung. Nach circa 100 Seiten erschließt sich, warum die Erzählweise so assoziativ ist - was hier natürlich nicht verraten werden darf - und man ist ein bisschen erleichtert, dass diese diffuse, hektische Art des Erzählens tatsächlich gewollt war.