Zwischen Militanz und Bürgerlichkeit - Klärner, Andreas
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Fremdenfeindliche und rechtsextrem motivierte Gewalttaten gehören heute in vielen Regionen Deutschlands zum Alltag.
Auflehnung, Aktivismus und eine gewalttätige Aura sind Kennzeichen der rechtsextremen Szene. Obwohl Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit zu Recht mit Gewalt gleichgesetzt wird, haben sich diese Gruppen in den letzten Jahren verändert.
Welche Taktiken wenden Rechtsextreme zur Imageverbesserung an, welche Strategien verfolgen sie? Und wie kann und muss die demokratische Öffentlichkeit mit diesem Wandel des politischen Stils umgehen?
In einem kundigen Ausblick zu den
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Produktbeschreibung
Fremdenfeindliche und rechtsextrem motivierte Gewalttaten gehören heute in vielen Regionen Deutschlands zum Alltag.

Auflehnung, Aktivismus und eine gewalttätige Aura sind Kennzeichen der rechtsextremen Szene. Obwohl Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit zu Recht mit Gewalt gleichgesetzt wird, haben sich diese Gruppen in den letzten Jahren verändert.

Welche Taktiken wenden Rechtsextreme zur Imageverbesserung an, welche Strategien verfolgen sie? Und wie kann und muss die demokratische Öffentlichkeit mit diesem Wandel des politischen Stils umgehen?

In einem kundigen Ausblick zu den Erfolgsaussichten der Rechten und möglichen Gegenstrategien wägt der Autor fördernde und hemmende Faktoren ab. Und er zeigt, dass die Mobilisierungskraft der rechtsextremen Bewegung begrenzt ist.

Sein Fazit: Es hängt vor allem von den gesellschaftlichen Gegenkräften und der strikten Abgrenzung aller demokratischen Parteien von der rechtsextremen Szene ab, ob deren gegenwärtige relative Isolierung aufrechterhalten werden kann.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hamburger Edition
  • Seitenzahl: 348
  • Erscheinungstermin: September 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 150mm x 29mm
  • Gewicht: 601g
  • ISBN-13: 9783936096934
  • ISBN-10: 3936096937
  • Artikelnr.: 23870090
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Wichtig und erstaunlich aktuell findet Rezensentin Astrid Geisler diese Studie zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland, die sie auch auf Grund ihrer Unkonventionalität bestechend fand. Zwar war sie anfänglich skeptisch - zu viel Zeit scheint aus ihrer Sicht zwischen Recherche und Ergebnispräsentation vergangen zu sein: ganze sieben Jahre nämlich. Umso verblüffender findet sie dann allerdings die Resultate der Studie, beobachtet sie doch bereits kurz nach der Jahrtausendwende schon Phänomene, die erst heute als neueste Erkenntnisse zum ostdeutschen Rechsradikalismus gefeiert werden: die Verbürgerlichung der Szene zum Beispiel. Der Soziologe des Rostocker Max-Planck-Instituts verfremde Orts- und Personennamen, doch wer sich auskenne, erkenne die Szene wieder. Andreas Klärner porträtiere dazu wichtige Protagonisten, Cliquen, Verbände und Strukturen, deren Wurzeln mitunter in die DDR der Achtziger Jahre reichen würden. Auch beeindruckt die Rezensentin die klare Botschaft der Studie, den Verhältnissen mit demokratischer Klarheit entgegenzutreten und gleich Erkenntnisse für die Erarbeitung von Gegenstrategien mitzuliefern.

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