Die Europäische Union aus politökonomischer Perspektive - Neumärker, Bernhard / Hegmann, Horst (Hgg.)

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Der europäische Integrationsprozess lädt die Wissenschaft in besonderem Maße zu interdisziplinärer Forschung ein. Vor allem der enge Zusammenhang von Ökonomie und Politik ist hier zu offensichtlich als daß sich die Vertreter der Fachdisziplinen auf ihre je eigenen Arbeitsfelder zurückziehen könnten. Dem kommt zugute, daß auch innerhalb der Politikwissenschaft mit der empirisch-analytischen Zugangsweise ein Wissenschaftsverständnis dominant geworden ist, das die Zusammenarbeit speziell mit der Ökonomischen Analyse der Politik sehr erleichtert. Freilich reicht die daraus sich ergebende intensive…mehr

Produktbeschreibung
Der europäische Integrationsprozess lädt die Wissenschaft in besonderem Maße zu interdisziplinärer Forschung ein. Vor allem der enge Zusammenhang von Ökonomie und Politik ist hier zu offensichtlich als daß sich die Vertreter der Fachdisziplinen auf ihre je eigenen Arbeitsfelder zurückziehen könnten. Dem kommt zugute, daß auch innerhalb der Politikwissenschaft mit der empirisch-analytischen Zugangsweise ein Wissenschaftsverständnis dominant geworden ist, das die Zusammenarbeit speziell mit der Ökonomischen Analyse der Politik sehr erleichtert. Freilich reicht die daraus sich ergebende intensive Kooperation zwischen Ökonomen und Politikwissenschaftlern bei weitem nicht aus. Gerade das Zusammenwachsen historisch unterschiedlich gewachsener Nationalstaaten mit einer je eigenen politischen Kultur zwingt darüber hinaus zur Nutzung hermeneutischer Ansätze, um die unterschiedlichen Sichtweisen der verschiedenen Interaktionsgemeinschaften auf die Welt adäquat begreifen zu können. Diese Situation spiegelt auch der hiermit vorgelegte Tagungsband, der die Ergebnisse der Herbsttagung 2001 des Arbeitskreises Politische Ökonomie dokumentiert. Fünf Themenbereiche wurden angesprochen: Der erste methodologisch besonders breit angelegte Teil fragt nach den Sichtweisen auf den europäischen Integrationsprozess, die von den Bürgerinnen und Bürgern Europas im Laufe der Zeit hervorgebracht wurden, nach Faktoren, die diese Denkgewohnheiten über Zeit verändern und nach den Folgen, die das für den Integrationsprozess hat. Der zweite Teil stellt verschiedene Zugriffe auf Probleme der europäischen Integration und Erweiterung vor, wobei jeweils auch die dabei verwandten Methoden und Theorien mitreflektiert werden. Im dritten Teil steht die Wirkungsanalyse bestehender Institutionen und Organisationen sowie ihre systematische Weiterentwicklung im Mittelpunkt des Interesses. Der vierte Teil thematisiert die finanzwissenschaftlichen Aspekte der Europäischen Integration und zwar sowohl in bezug auf den Haushalt der Europäischen Union als auch mit Blick auf die Konsequenzen der Integration für die Steuerpolitik der Nationalstaaten. Im fünften Teil schließlich geht es die Auswirkungen des Integrationsprozesses auf verschiedene nationale Politikfelder, was zum einen die real ablaufenden Prozesse in diesen Feldern anschaulich machen kann und zum anderen wie eine Reihe von Fallstudien die Wirkung des Integrationsprozesses auf die Politik der Nationalstaaten verdeutlichen. Inhalt Einleitung Horst Hegmann und Bernhard Neumärker Zum Verhältnis von Politik und Ökonomie im europäischen Integrationsprozess Kontinuität und Wandel politischer Routinen im Integrationsprozess Hans-Jürgen Bieling Changing Boundaries: Die europäische Reorganisation von Ökonomie, Staat und Zivilgesellschaft als politischer Prozess Horst Hegmann Hüter der Geldwertstabilität oder Agenten der volonté générale. Deutsche und französische Stabilitätskultur im Vergleich Grundfragen der Integration und Erweiterung der EU Jörg Glombowski und Klaus Gilgenmann Die Europäische Union als Spiel und Beispiel. Ein einfaches Modell zur Darstellung von Integrationsprozessen Peter Taschowsky Neuer Institutionalismus. Erklärungsgehalt für die europäische Integration und Konsequenzen für eine europäische Sozialpolitik Bernhard Neumärker Politisches Timing bei der Integration und Erweiterung der Europäischen Union Funktion und Einfluss politischer Institutionen der EU Gerhard Schick Wettbewerb um Kompetenzen in der Europäischen Union Stefanie Bailer und Gerald Schneider Macht und Einfluss in EU-Verhandlungen: Das Integrationsdilemma Deutschlands in vergleichender Perspektive Carmen Laws Die Bedeutung des Europäischen Rates der Staats- und Regierungschefs für die demokratische Legitimation europa-politischer Entscheidungen - eine institutionenökonomische Analyse Öffentliche Finanzen in der Europäischen Union Cay Folkers Politische Ökonomie und Reform des europäischen Haushalts- und Finanzsystems Jörg Märkt Konsumorientierte Besteuerung durch ungleichzeitige Steuerharmonisierung in der EU Hubert Hieke Mehrwertsteuerharmonisierung und Mittelstand Diverse Politikfelder im Integrationsprozess Bart van Riel and Marc van der Meer The advocacy coalition for European employment policy - The European integration process after EMU Martina Eckardt Der Einfluss der Europäischen Union auf die nationale Alterssicherung -Bestandsaufnahme und Perspektiven Dirk Fornahl und Jens-Peter Springmann Akteursverhalten bei internationalen Verhandlungen. Anwendung auf die Diskussion zur Förderung erneuerbarer Energieträger in Europa
  • Produktdetails
  • Verlag: Metropolis / Metropolis Verlag
  • Seitenzahl: 400
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 400 Seiten
  • Deutsch, Englisch
  • Abmessung: 210mm x 139mm x 27mm
  • Gewicht: 530g
  • ISBN-13: 9783895183782
  • ISBN-10: 3895183784
  • Best.Nr.: 27704106
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Von Karen Horn erfahren wir, dass dieses von Horst Hegmann und Bernhard Neumärker herausgegebene Buch in fünf Teilen, und aus fünf verschiedenen Richtungen, die Probleme und Chancen der europäischen Integration untersucht. Im ersten Teil, lobt die Rezensentin, bringe Hegmann den Unterschied zwischen der deutschen und der französischen "Stabilitätskultur" auf eine griffige Formel: "Hüter der Geldwertstabilität oder Agenten der Volonte Generale". Seine "philosophisch untermauerten" Ausführungen gehörten, lobt sie gar, "zu dem Klügsten, was zu diesem Thema bisher zu lesen war." Im zweiten Teil, berichtet sie weiter, werde ein "spieltheoretisches Modell" vorgestellt, das die verschiedenen Faktoren, die das Tempo der EU-Integration und Erweiterung bestimmen, in Beziehung zueinander setze. Im dritten Teil werde auf die "heilsamen Wirkungen" des vertikalen Wettbewerbs zwischen den Nationalstaaten hingewiesen, im vierten Teil ein Alternativkonzept für das europäische Finanzsystem vorgestellt, und im fünften Teil schließlich der Einfluss der EU auf die nationalen Alterssicherungssysteme untersucht.

© Perlentaucher Medien GmbH