1493 - Mann, Charles C.
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A deeply engaging new history of how European settlements in the post-Colombian Americas shaped the world, from the bestselling author of 1491 .
Presenting the latest research by biologists, anthropologists, archaeologists, and historians, Mann shows how the post-Columbian network of ecological and economic exchange fostered the rise of Europe, devastated imperial China, convulsed Africa, and for two centuries made Mexico City where Asia, Europe, and the new frontier of the Americas dynamically interacted the center of the world. In this history, Mann uncovers the germ of today's fiercest…mehr

Produktbeschreibung
A deeply engaging new history of how European settlements in the post-Colombian Americas shaped the world, from the bestselling author of 1491.

Presenting the latest research by biologists, anthropologists, archaeologists, and historians, Mann shows how the post-Columbian network of ecological and economic exchange fostered the rise of Europe, devastated imperial China, convulsed Africa, and for two centuries made Mexico City where Asia, Europe, and the new frontier of the Americas dynamically interacted the center of the world. In this history, Mann uncovers the germ of today's fiercest political disputes, from immigration to trade policy to culture wars. In 1493, Mann has again given readers an eye-opening scientific interpretation of our past, unequaled in its authority and fascination.

  • Produktdetails
  • Vintage
  • Verlag: Penguin Random House; Knopf, N.Y.
  • Seitenzahl: 720
  • Erscheinungstermin: Juli 2012
  • Englisch
  • Abmessung: 208mm x 134mm x 38mm
  • Gewicht: 662g
  • ISBN-13: 9780307278241
  • ISBN-10: 0307278247
  • Artikelnr.: 35055961
Autorenporträt
Charles C. Mann, a correspondent for The Atlantic, Science, and Wired, has written for Fortune, The New York Times, Smithsonian, Technology Review, Vanity Fair, and The Washington Post, as well as for the TV network HBO and the series Law & Order. A three-time National Magazine Award finalist, he is the recipient of writing awards from the American Bar Association, the American Institute of Physics, the Alfred P. Sloan Foundation, and the Lannan Foundation. His 1491 won the National Academies Communication Award for the best book of the year.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 08.10.2013

Faul war nur der blinde Passagier
Ein Blick in die Laderäume und ins Gepäck von Kolumbus und anderen Entdeckern: Charles C. Mann belegt in seiner
Tiefenrecherche „Kolumbus’ Erbe“, wie die heutige Welt auch von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen geschaffen wurde
VON HARALD EGGEBRECHT
Wenn man in diesem Buch liest, verändert sich der Blick auf die Welt. Aus der alles in allem doch heroischen Atlantiküberquerung des Christobal Colón wird nicht nur ein fragwürdiges Abenteuer, der amerikanische Sachbuchautor Charles C. Mann, Jahrgang 1955, berichtet auch, was die Entdecker ahnungslos mitbrachten unter ihren Stiefeln und an ihren Gewändern, in ihrem Atem und ihren Gewohnheiten, das die neue Welt sofort und viel gründlicher veränderte und globalisierte als irgendwelche bewusste Politik. Mann erzählt in vier großen Kapiteln – Atlantikreisen, Pazifikreisen, Europa in der Welt, Afrika in der Welt– vom explodierenden Tabakanbau in Virgina und wie europäische Malaria-Erregern die fatale Entwicklung der Sklaverei in Virginia und den anderen amerikanischen Südstaaten beförderten, von der ruinösen Wirkung des unter grauenvollen Bedingungen geschürften bolivianischen Silbers nicht nur für das spanische Reich auf der Atlantikseite, sondern auf der Pazifikseite auch für die chinesische Ming-Dynastie – beide erledigten sich im verführerischen Glanz des Metalls durch kriegerische Abenteuer selbst. Mann entwirft ein Panorama der unentwegten universalen ökologischen Veränderung und Vereinheitlichung durch den mehr oder weniger unwillkürlichen Austausch von Fauna und Flora, wie sie mit der Entdeckung Amerikas begann und sich noch immer weiter fortsetzt. Seit 1493 wird so, überspitzt gesagt, das ökologisch wieder zusammengeführt, was vor etwa 150 Millionen Jahren kontinental getrennt worden war: die eine große Erdmasse Pangäa.
  Der Kernbegriff ist für Mann der des „kolumbischen Austauschs“ („Columbian Exchange“), den der bedeutende amerikanischen Historiker und Geograf Alfred W. Crosby geprägt hat. Mann skizziert Crosbys These, warum es nicht nur in Europa, sondern in Amerika, Australien und Südafrika so viele Europäer gibt: „Zwar räumt er ein, dass Europa häufig besser ausgebildete Soldaten und modernere Waffen aufzubieten hatte als seine Gegner, doch langfristig war sein Vorteil biologischer, nicht technischer Natur.“ Es war eben jener Austausch auch von Tieren und Pflanzen, der mit Kolumbus einsetzte und so „Mais nach Afrika, die Süßkartoffel nach Ostasien, Pferd und Apfel nach Amerika und Rhabarber und Eukalyptus nach Europa“ brachte; „und in ihrem Gefolge fanden auch weniger vertraute Organismen wie Insekten, Gräser, Bakterien und Viren neue Verbreitungsgebiete“. 
  Mann erzählt nicht eine Geschichte, sondern eine gewaltige Menge ungeheuerlicher Geschichten. Alle sind wahr, belegt, ob nun von der Entstehung des Kautschukbooms und den Kämpfen um den GummiUrstoff die Rede ist oder vom Versuch, die berühmten philippinischen Reisterrassen von Ifugao zu retten, die von einheimischen Würmern, importierten Schnecken und Landflucht bedroht sind. Das Ungeheuerliche sind die Paradoxa und Widersprüche, die diesen Geschichten von, harmlos gesagt, Handel und Wandel innewohnen, die sie treiben und strukturieren und ihnen neben ihren erfolgreichen Teilen und Erzählsträngen immer auch einen unabdingbaren Anteil von manchmal fürchterlicher Vergeblichkeit mitgeben.
  Zum Beispiel die Aufstiegssaga der Kartoffel zum neben Mais, Reis, Weizen und Zuckerrohr fünftwichtigsten Nahrungsmittel der Welt: Sie stammt ursprünglich aus Peru, wo heute das internationale Kartoffelinstitut seinen Sitz hat, gelangt nach Spanien und England, wird bald für ganz Europa jene Wunderwaffe, mit der die immer neuen Hungersnöte, die dort alle Länder bis weit ins 18. Jahrhundert quälten und deren Bevölkerungen stets aufs Neue katastrophal dezimierten, endlich gelindert, ja sogar besiegt werden konnten.
  Dass der Pirat Francis Drake die Wunderknolle aus Amerika mitgebracht habe, verweist Mann ins Reich der Legende. Aber auch diese berichtet er als zumindest pittoreskes Detail im großen Kartoffelepos. Er schildert, wie der Erdapfelsegen sich auf die Äcker auswirkt, indem deren Böden durch Auslaugung immer ärmer werden, und wie deshalb ein neues Fieber des „kolumbischen Austauschs“ alle befällt.
  Wieder findet man – Alexander von Humboldt ist der erste, der eine Probe nach Paris schickt – die Lösung in Peru, den ersten systematisch eingesetzten Dünger der Welt: Guano, den schon jahrhundertelang die Bauern in den Anden benutzten. Mitte des 19. Jahrhunderts fahren Flotten aus Europa um die Wette nach Südamerika, um den getrockneten Kot von Tölpeln, Kormoranen und Chilepelikanen, der seit Jahrtausenden auf den vorgelagerten Chincha-Inseln sich angesammelt hat, abzutransportieren. Der Abbau des Düngers geschieht unter grausigen Konditionen, die man Verbrechern, Deserteuren und schließlich unter Täuschung angelockten Sklavenheeren aus China zumutet ohne Rücksicht auf Verluste. Später ersetzt künstlicher Dünger den fast bis zu kriegerischen Auseinandersetzungen umkämpften Guano.
  Doch gleichsam als Fluch solch böser Taten fährt eines Tages ein blinder Passagier über den Atlantik mit, die Kartoffelfäule, die binnen Kurzem die europäischen Ernten vernichtet und besonders in Irland zur „Großen Hungersnot“ führt, die gut eine Million Tote forderte und Millionen Überlebende zur Auswanderung trieb: „Heute würde eine vergleichbare Katastrophe in den Vereinigten Staaten fast 40 Millionen Menschen das Leben kosten.“
  Der Kartoffelfäule folgt die chemische Keule, mit der dem feindlichen Pilz zugesetzt wird, der aber mit Mutation immer neue Resistenz erwirbt, ähnlich dem zweiten weltweiten Übel, dem Kartoffelkäfer. So entsteht jener „agroindustrielle Komplex“, den alle kennen, fürchten und der trotz aller ökologischen Warnungen unentwegt fortbesteht. Er beruht „auf drei Grundpfeilern: verbesserten Pflanzen, Hochleistungsdünger und industriell hergestellten Pestiziden“.
  Dieser aufregende „Tatsachenroman“ (in bester angelsächsischer Sachbuchmanier geschrieben und von Hainer Kober dementsprechend übersetzt) ist kein anklagendes besserwisserisches Untergangsszenario, sondern eine genaue, sorgfältige Schilderung jener Dynamik der unweigerlichen Vernetzung und Angleichung von Landschaften, Kulturen und Erdteilen im Zeitalter des „Homogenozäns“. Charles C. Mann zeigt, dass die Menschen trotz aller Missstände und Fehlentwicklungen in einer „fragmentierten Bewusstseinstätigkeit“ leben, sonst würden sie nicht, wie er selbst auch, Gärten anlegen. „Gärten sind zwar Orte ständiger Veränderung, aber die Veränderungen betreffen nur die Gärtner – deshalb vermitteln sie Heimatgefühle.“ Am Ende muss man dennoch an Georg Christoph Lichtenberg denken, der in seinen „Sudelbüchern“ notiert hat: „Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung.“
Charles C. Mann: Kolumbus’ Erbe. Wie Menschen, Tiere, Pflanzen die Ozeane überquerten und die Welt von heute schufen. Aus dem Englischen von Hainer Kober. Rowohlt Verlag, Reinbek 2013. 808 Seiten, 34,95 Euro. E-Book 29,99 Euro.
Dass der Pirat Francis Drake die
Kartoffel aus Amerika
brachte, ist wohl eine Legende
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A New York Times Notable Book
A TIME Magazine Best Book of the Year
A Washington Post Notable Book

"Fascinating. . . . Lively. . . . A convincing explanation of why our world is the way it is."
The New York Times Book Review

"Even the wisest readers will find many surprises here. . . . Like 1491, Mann's sequel will change worldviews."
San Francisco Chronicle

"Exemplary in its union of meaningful fact with good storytelling, 1493 ranges across continents and centuries to explain how the world we inhabit came to be."
The Washington Post

Engaging . . . Mann deftly illuminates contradictions on a human scale: the blind violence and terror at Jamestown, the cruel exploitation of labor in the silver mines of Bolivia, the awe felt by Europeans upon first seeing a rubber ball bounce.
The New Yorker

Revelatory.
Lev Grossman, Time Magazine

Compelling and eye-opening.
Publishers Weekly Top 100 Books of 2011

A book to celebrate. . . A bracingly persuasive counternarrative to the prevailing mythology about the historical significance of the discovery of America. . . 1493 is rich in detail, analytically expansive and impossible to summarize. . . [Mann s book] deserves a prominent place among that very rare class of books that can make a difference in how we see the world, although it is neither a polemic nor a work of advocacy. Thoughtful, learned and respectful of its subject matter, 1493 is a splendid achievement.
The Oregonian

Despite his scope, Mann remains grounded in fascinating details. . . . Such technical insights enhance a very human story, told in lively and accessible prose.
Cleveland Plain-Dealer

Mann s excitement never flags as he tells his breathtaking story. . . There is grandeur in this view of the past that looks afresh at the different parts of the world and the parts each played in shaping it.
Financial Times

A muscular, densely documented follow-up [to Mann s 1491]. . . Like its predecessor, 1493 runs to more than 400 pages, but it moves at a gallop. . . As a historian Mann should be admired not just for his broad scope and restless intelligence but for his biological sensitivity. At every point of his tale he keeps foremost in his mind the effect of humans activities on the broader environment they inhabit.
The Wall Street Journal

Evenhandedness, a sense of wonder, the gift of turning a phrase. . . Mann loves the world and adopts it as his own.
Science

Charles C. Mann glories in reality, immersing his reader in complexity. . . . The worn clichés crumble as readers gain introductions to the freshest of the systems of analysis gendered in the first post-Columbian millennium.
Alfred W. Crosby, author of The Columbian Exchange

In the wake of his groundbreaking book 1491 Charles Mann has once again produced a brilliant and riveting work that will forever change the way we see the world. Mann shows how the ecological collision of Europe and the Americas transformed virtually every aspect of human history. Beautifully written, and packed with startling research, 1493 is a monumental achievement."
David Grann, author of The Lost City of Z

[1493] is readable and well-written, based on his usual broad research, travels and interviews. A fascinating and important topic, admirably told.
John Hemming, author of Tree of Rivers

Fascinating. . . Convincing. . . A spellbinding account of how an unplanned collision of unfamiliar animals, vegetables, minerals and diseases produced unforeseen wealth, misery, social upheaval and the modern world.
Kirkus Reviews, starred review

A fascinating survey. . . A lucid historical panorama that s studded with entertaining studies of Chinese pirate fleets, courtly tobacco rituals, and the bloody feud between Jamestown colonists and the Indians who fed and fought them, to name a few. Brilliantly assembling colorful details into big-picture insights, Mann s fresh challenge to Eurocentric histories puts interdependence at the origin of modernity.
Publishers Weekly, starred review

Charles Mann expertly shows how the complex, interconnected ecological and economic consequences of the European discovery of the Americas shaped many unexpected aspects of the modern world. This is an example of the best kind of history book: one that changes the way you look at the world, even as it informs and entertains.
Tom Standage, author of A History of the World in Six Glasses

A landmark book. . . Entrancingly provocative, 1493 bristles with illuminations, insights and surprises.
Shelf Awareness

Fascinating. . . Engaging and well-written. . . Information and insight abound on every page. This dazzling display of erudition, theory and insight will help readers to view history in a fresh way.
BookPage

Spirited. . . One thing is indisputable: Mann is definitely global in his outlook and tribal in his thinking. . . Mann s taxonomy of the ecological, political, religious, economic, anthropological and mystical melds together in an intriguing whole cloth.
The Star-Ledger

Mann has managed the difficult trick of telling a complicated story in engaging and clear prose while refusing to reduce its ambiguities to slogans. He is not a professional historian, but most professionals could learn a lot from the deft way he does this. . . 1493 is thoroughly researched and up-to-date, combining scholarship from fields as varied as world history, immunology, and economics, but Mann wears his learning lightly. He serves up one arresting detail after another, always in vivid language. Most impressive of all, he manages to turn plants, germs, insects and excrement into the lead actors in his drama while still parading before us an unforgettable cast of human characters. He makes even the most unpromising-sounding subjects fascinating. I, for one, will never look at a piece of rubber in quite the same way now. . . The Columbian Exchange has shaped everything about the modern world. It brought us the plants we tend in our gardens and the pests that eat them. And as it accelerates in the 21st century, it may take both away again. If you want to understand why, read 1493.
The New York Times Book Review

Mann is trying to do much more than punch holes in conventional wisdom; he s trying to piece together an elaborate, alternative history that describes profound changes in the world since the original voyage of Columbus. What's most surprising is that he manages to do this in such an engaging way. He writes with an incredibly dry wit.
Austin American-Statesman

Mann s book is jammed with facts and factoids, trivia and moments of great insight that take on power as they accumulate.
The Washington Post

Although many have written about the impact of Europeans on the New World, few have told the worldwide story in a manner accessible to lay readers as effectively as Mann does here.
Library Journal

The chief strength of Mann s richly associative books lies in their ability to reveal new patterns among seemingly disparate pieces of accepted knowledge. They re stuffed with forehead-slapping aha moments. . . If Mann were to work his way methodically through the odd-numbered years of history, he could be expected to publish a book about the global impact of the Great Recession sometime in the middle of the next millennium. If it s as good as 1493, it would be worth the wait.
Richmond Times-Dispatch

None of us could travel with Columbus in 1492. But that s OK, because in 1493 we can take an even more exhilarating ride. This powerful rethinking of the origins and consequences of globalization is so illuminating, it s scary.
Carl Safina, author of A Sea In Flames and The View From Lazy Point

Almost mind-boggling in its scope, enthusiasm and erudition. . . Almost every page of 1493 contains some extraordinarily provocative argument or arrestingly bizarre detail. . . Ranging freely across time and space, Mann s book is full of compelling stories. . . A tremendously provocative, learned and surprising read.
The Times of London


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