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Rudolf Brazda, geboren 1913, ist vermutlich der letzte noch lebende Zeitzeuge, der wegen Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert war. Seine Lebensgeschichte ist ebenso erschütternd wie erstaunlich. Kurz nach der Machtergreifung lernt er seine erste große Liebe kennen und lebt mit seinem Freund offen zusammen – sogar eine Hochzeit feiern sie. Bald jedoch werden sie verhaftet und Brazda wird schließlich nach Buchenwald verschleppt. Optimismus, Humor und viel Glück ermöglichen es ihm, Verfolgung und Terror zu überleben und das Grauen immer wieder auszublenden. Alexander Zinn…mehr

Produktbeschreibung
Rudolf Brazda, geboren 1913, ist vermutlich der letzte noch lebende Zeitzeuge, der wegen Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert war. Seine Lebensgeschichte ist ebenso erschütternd wie erstaunlich. Kurz nach der Machtergreifung lernt er seine erste große Liebe kennen und lebt mit seinem Freund offen zusammen – sogar eine Hochzeit feiern sie. Bald jedoch werden sie verhaftet und Brazda wird schließlich nach Buchenwald verschleppt. Optimismus, Humor und viel Glück ermöglichen es ihm, Verfolgung und Terror zu überleben und das Grauen immer wieder auszublenden. Alexander Zinn verbindet die persönliche Biografie mit der Geschichte der Verfolgung von Homosexuellen während des Nationalsozialismus – eine Geschichte, die 1945 noch nicht zu Ende war. Der Paragraf 175 blieb bis 1969 in der durch die Nationalsozialisten verschärften Fassung bestehen, Homosexuelle wurden erst spät als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Eine Entschädigung hat auch Rudolf Brazda bis heute nicht erhalten.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 356
  • Erscheinungstermin: 11.04.2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593410968
  • Artikelnr.: 37173684
Autorenporträt
Alexander Zinn ist Diplom-Soziologe, Journalist und PR-Berater. Als Pressesprecher des Berliner Lesben- und Schwulenverbandes lernte er im Mai 2008 Rudolf Brazda kennen, anlässlich der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Er führte lange, intensive Gespräche mit Brazda, reiste mit ihm an die verschiedenen Stationen seines Lebens und ergänzte die persönlichen Erinnerungen durch Archivmaterial wie z. B. Akten aus Strafprozessen.
Inhaltsangabe
Inhalt

Rudolf Brazda: Ein deutsches Schicksal
Geleitwort von Klaus Wowereit 11

Vorhang auf - für Rudolf Brazda! 13

Zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Homosexuellenverfolgung 17

1. Kindheit und Jugend 1913-1933 25
1.1 Kindheit in Brossen 25
1.2 Lehrzeit und Pubertät 28
1.3 Weltwirtschaftskrise und politische Radikalisierung 36
1.4 Rudolfs erste Begegnung mit einem Homosexuellen 38

2. Homosexuelles Leben in Meuselwitz 1933-1937 45
2.1 Die nationalsozialistische Machtübernahme 45
2.2 Begegnung mit Werner Bilz 50
2.3 Rudolfs homosexuelles Coming-out 53
2.4 Umzug in die Weinbergstraße 55
2.5 Die Ermordung Röhms 57
2.6 Alltag in Meuselwitz 61
2.7 Freunde und Familie 62
2.8 Hochzeit in Brossen 68
2.9 Beginn der systematischen Homosexuellenverfolgung im Herbst 1934 70
2.10 Auswirkungen auf das Leben in Meuselwitz 73
2.11 Verschärfung des Paragraphen 175 78
2.12 Razzia in Meerane 80
2.13 Leben im Angesicht der Homosexuellenverfolgung 83

3. Verfolgung, Verhaftung und ersterProzess 103
3.1 Intensivierung der Homosexuellenverfolgung seit Herbst 1936 103
3.2 Der Beginn der Homosexuellenverfolgung im Altenburger Land 107
3.3 Die Verhaftung von Moritz Engelhardt 112
3.4 Die Reaktionen von Rudolf und Werner 115
3.5 Die Verhaftung von Rudolf Brazda 119
3.6 Untersuchungsgefängnis Leipzig 122
3.7 Ermittlungen in Altenburg und Meuselwitz 125
3.8 Rudolf Brazdas Geständnis 128
3.9 Rudolf Brazdas Prozess 130
3.10 Prozesswelle gegen die Altenburger Homosexuellen 134
3.11 Haft in Altenburg 140

4. Karlsbad 1937-1941 153
4.1 Ein neues Leben im "Weltbad Karlsbad" 153
4.2 Die große Freiheit: Mit der Fischli-Bühne durchs Sudetenland 161
4.3 Heim im Reich? Leben im "Reichsgau Sudetenland" 172

5. Verhaftung, Prozess und Gefängnis in Eger 195
5.1 Die Verhaftung von Parth, Nawrocki und Mörike 195
5.2 Die zweite Verhaftung von Rudolf Brazda 201
5.3 Prozess in Eger 207
5.4 Haft in Eger und Zwickau 212
5.5 Schutzhaft in Karlsbad 217

6. Konzentrationslager Buchenwald 223
6.1 Über Zwickau und Weimar auf den Ettersberg 223
6.2 Ankunft in Buchenwald 226
6.3 Strafkompanie Steinbruch 232
6.4 Sexualität und Macht im Konzentrationslager 241
6.5 Alltag und Karriere im KZ 2496.6 Homosexuelle in Buchenwald: Terror, Mord und Menschenversuche 261
6.7 Hoffnung und Befreiung: Das letzte Jahr in Buchenwald 270

7. Leben nach der Befreiung 299
7.1 Neubeginn in Frankreich 299
7.2 Edi - ein Mann fürs Leben 306
7.3 Aufbruch zu neuen Ufern 315
7.4 Das Leben ohne Edi 322

Hinter den Kulissen 331

Literatur 337
Abkürzungen 345

Anhang 349
Tabelle 1: Verurteilungen nach

175, 175a von 1933 bis 1969 349
Tabelle 2: Anklagestatistik der Jahre 1937 und 1938 nach OLG-Bezirken 350
Tabelle 3: Anzahl & Todesfälle Homosexueller im KZ Buchenwald 351

Liste der Toten 353

Dank 355
Rezensionen
"Jahrzehntelang wurde die Homosexuellen-Verfolgung der Nazis verdrängt. Jetzt erinnert der wohl letzte Überlebende, Rudolf Brazda, an die Schwulenhatz - und Sex im KZ.", Der Spiegel, 04.07.2011 "Das detailreiche Buch ist eine Überlebensgeschichte gegen das Vergessen.", Frankfurter Rundschau, 06.04.2011 "Zeit seines Lebens war Brazda nicht verbittert. 'Er hat sich sein sonniges Gemüt immer bewahrt', sagt Alexander Zinn. Sein Buch ... soll die Erinnerung an den Buchenwald-Überlebenden lebendig halten.", DIE ZEIT, 23.05.2013 "Nicht nur eine seriös recherchierte Lebensbeschreibung, sondern auch ein erschütterndes und berührendes Dokument eines fast 100-jährigen Lebens, in dem sich die Geschichte schwuler Männer und ihrer Verfolgung spiegelt.", QWIEN, 30.05.2011 "Packend beschreibt Alexander Zinn das Leben und Leiden des Homosexuellen Rudolf Brazda, der das Konzentrationslager Buchenwald überlebte.", Südkurier, 05.07.2018 Ein sehr bewegendes Buch über einen Menschen, der trotz Schicksalsschlägen das Leben positiv sah., Stimme - Initiative Minderheiten, 01.10.2011 "Zum Glück gibt es ein Buch, das Rudolf Brazdas Lebensgeschichte bewahrt, die zwar von vielerlei Unrecht geprägt wurde, aber doch auch vom gesellschaftlichen Fortschritt in Europa zu mehr Liberalität und Toleranz zeugt. Dem Soziologen Alexander Zinn gelingt es, das Leben dieses Mannes wie einen Roman zu erzählen.", Die Welt, 14.01.2012