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Gorgias ist - nach Umfang und Gehalt - einer der großen Dialoge Platons. In den Diskussionen des Sokrates geht es um das Verhältnis von Rhetorik, Macht, Gerechtigkeit und Glück, um die Beziehung zwischen der Lust und dem Guten und um die Frage nach der richtigen Lebensführung. Aus Kritik an den Politikern Athens entwickelt Platon Thesen einer guten und richtigen Politik. Ein Schlussmythos bestätigt die von Sokrates vertretenen Grundsätze. Die Übersetzung gibt Inhalt und Sprachduktus des Originals in zeitgemäßem Deutsch möglichst getreu wieder. Der Kommentar ist so gestaltet, dass er auch für…mehr

Produktbeschreibung
Gorgias ist - nach Umfang und Gehalt - einer der großen Dialoge Platons. In den Diskussionen des Sokrates geht es um das Verhältnis von Rhetorik, Macht, Gerechtigkeit und Glück, um die Beziehung zwischen der Lust und dem Guten und um die Frage nach der richtigen Lebensführung. Aus Kritik an den Politikern Athens entwickelt Platon Thesen einer guten und richtigen Politik. Ein Schlussmythos bestätigt die von Sokrates vertretenen Grundsätze. Die Übersetzung gibt Inhalt und Sprachduktus des Originals in zeitgemäßem Deutsch möglichst getreu wieder. Der Kommentar ist so gestaltet, dass er auch für Leser ohne Griechischkenntnisse verständlich ist. Er enthält Erklärungen zum Inhalt, zur (philosophischen Fach-) Sprache und literarischen Gestaltung und stellt Bezüge her zu den anderen Schriften Platons sowie zu thematisch einschlägigen Aussagen von Autoren des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr.
  • Produktdetails
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
  • Artikelnr. des Verlages: .2386129
  • Seitenzahl: 524
  • Erscheinungstermin: 9. März 2004
  • Deutsch
  • Abmessung: 249mm x 175mm x 40mm
  • Gewicht: 980g
  • ISBN-13: 9783525304228
  • ISBN-10: 3525304226
  • Artikelnr.: 12110191
Autorenporträt
Dalfen, Joachim
1936 Geboren in Hindenburg/Oberschlesien (heute Zabrze)1958-1962 Studium der Klassischen Philologie und Geschichte in München1962 Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen. Assistent am Seminar für Klassische Philologie in München1966 Promotion mit dem Thema 'Formgeschichtliche Untersuchungen zu den Selbstbetrachtungen Marc Aurels'1971 Habilitation in Salzburg mit der Arbeit 'Polis und Poiesis. Die Auseinandersetzung mit der Dichtung bei Platon und seinen Zeitgenossen'Seit 1972 Ordentlicher Universitätsprofessor für Klassische Philologie in Salzburg1981-1983 Dekan der Geisteswiss. Fakultät1985-1987 Rektor
Rezensionen
Besprechung von 26.11.2016
Platon
In seinem „Gorgias“ taucht zum ersten Mal in der Geschichte das Wort „Rhetorik“ auf. Und dieser philosophische Dialog ist auch gleich schon die erste prinzipielle Auseinandersetzung mit den Risiken demokratischer Kommunikation. Platon war da ein gebranntes Kind: Sein Lehrer Sokrates war gut zehn Jahre bevor der „Gorgias“ geschrieben wurde, im Jahr 399 vor Christus, zum Tod verurteilt worden. Und zwar durch Mehrheitsbeschluss des Volkes. Grund für die Hinrichtung waren sehr dehnbare Tatbestände gewesen: Missachtung der Religion und zersetzende Wirkung auf die Jugend von Athen. Daher bekommt Sokrates, vor dessen Tod das Gespräch spielt, im „Gorgias“ die prophetischen Worte in den Mund gelegt: „Wenn ich aber wegen Mangel an schmeichlerischer Redekunst sterben müsste …“
  Genau dies, dass die politische Rhetorik nichts als unsachliche „Schmeichelei“ sei, ist denn auch der Vorwurf an die Wahlkampfmanager und PR-Coaches seiner Zeit, die Sophisten. Einer davon ist der titelgebende Gorgias. Noch viel schlimmer ist einer seiner Sympathisanten namens Kallikles, der skrupellos das Recht des Stärkeren vertritt. Dies rechtfertige jegliche demagogischen, populistischen Tricks. Sokrates kontert: Solche Politiker „behandeln ihres eigenen Vorteils wegen, den gemeinsamen vernachlässigend, das versammelte Volk wie Kinder“. Klingt vertraut? Seither versucht man die Rhetorik, die jede Demokratie braucht, den Bösen als Waffe zu entreißen. Darum muss man sie studieren, jetzt erst recht.
JSL
Platon: Gorgias. Griechisch/Deutsch. Übersetzt und hrsg. von M. Erler und Th. Kobusch. Reclam Verlag, 342 Seiten, 9,80 Euro. Den Originaltext und die Übersetzung von Friedrich Schleiermacher gibt es auch gemeinfrei im Internet.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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