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Souverän und gleichzeitig lustig kommt dieses Kinderbuch vom Tod aus Schweden daher. Es beantwortet Fragen, die sich Kinder stellen und wird dabei niemals sentimental.
Und was kommt dann? Das möchten nicht nur Kinder wissen, wenn es um den Tod geht. Pernilla Stalfelt nähert sich dem Thema auf gleichermaßen eigenwillige wie kindernahe Weise: Sie erklärt erst einmal, wer alles sterben muss: Blumen und Marienkäfer genauso wie Erwin und Klein-Bobo. Und dass Fische ihre Augen nie zumachen, selbst wenn sie tot sind."Der Tod kann ganz schnell kommen. An einem Tag hat man seinen Opa noch. Am…mehr

Produktbeschreibung
Souverän und gleichzeitig lustig kommt dieses Kinderbuch vom Tod aus Schweden daher. Es beantwortet Fragen, die sich Kinder stellen und wird dabei niemals sentimental.

Und was kommt dann? Das möchten nicht nur Kinder wissen, wenn es um den Tod geht. Pernilla Stalfelt nähert sich dem Thema auf gleichermaßen eigenwillige wie kindernahe Weise: Sie erklärt erst einmal, wer alles sterben muss: Blumen und Marienkäfer genauso wie Erwin und Klein-Bobo. Und dass Fische ihre Augen nie zumachen, selbst wenn sie tot sind."Der Tod kann ganz schnell kommen. An einem Tag hat man seinen Opa noch. Am anderen kann man ihn vielleicht schon nicht mehr treffen. Das ist dann sehr leer und traurig." Es geht um die Zeit nach dem Tod. Kinder erfahren, dass es eine Beerdigung gib, ein Grab und den Leichenschmaus. Dieses Buch ist durchaus ernst gemeint, bringt aber durch Illustrationen und Aufbau unterhaltsame Aspekte in ein Thema, das vor Kindern allzu oft tabuisiert wird.
Die Autorin, deren Illustrationsstil in Schweden hohe Anerkennung erfahren hat, arbeitet regelmäßig mit Kindern und weiß um die Fragen, die sie stellen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Moritz
  • 13. Aufl.
  • Altersempfehlung: ab 5 Jahren
  • Erscheinungstermin: Juli 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 236mm x 176mm x 10mm
  • Gewicht: 240g
  • ISBN-13: 9783895651106
  • ISBN-10: 3895651109
  • Artikelnr.: 08878438
Autorenporträt
Pernilla Stalfelt, geboren 1962 in Örebro, Schweden, lebt sie als Museumspädagogin am Museum für Moderne Kunst in Stockholm. 1997 erhielt sie für ihr erstes Kinderbuch die wichtigste schwedische Auszeichnung für IllustratorInnen, den Elsa-Beskow-Preis. "Und was kommt dann? Das Kinderbuch vom Tod" wurde 2001 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. In Schweden wurde Pernilla Stalfelt sehr treffend als "Vitaminspritze für die Kinderliteratur" bezeichnet.

Birgitta Kicherer, geboren in Stockholm, aufgewachsen in Schweden und Deutschland. Nach der Tätigkeit als Buchgrafikerin widmete sie sich ganz dem Übersetzen schwedischer Jugend- und Erwachsenenliteratur. Für ihre Arbeit erhielt sie u.a. den Wieland-Übersetzerpreis und den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Birgitta Kicherer lebt mit ihrer Familie in Neresheim am Rande der Schwäbischen Alb.
Rezensionen
Besprechung von 03.11.2000
Von Leopardenengeln und Totenköpfen
Ein Bilderbuch erklärt Kindern den Tod
Pernilla Stalfelt hat ein Aufklärungsbuch geschrieben. Nicht woher die Babys kommen, erklärt sie. Die Frage, wohin die Omis gehen, bringt Eltern heute viel mehr in Verlegenheit. Fromme kommen in den Himmel, böse in die Hölle, hätten die Urgroßmütter ohne Zaudern geantwortet. Die Großmütter wären sich schon nicht mehr so sicher gewesen. Und die Eltern würden so etwas nur mehr im Scherz behaupten. Kinder wollen aber ganz im Ernst wissen, was „danach” passiert. Pernilla Stalfelt gelingt es in ihrem Bilderbuch Und was kommt dann? ernst und trotzdem mit Humor zu erzählen, was sie über den Tod weiß. Text und Bild greifen ineinander, erklären sich gegenseitig, erzählen Wissenswertes, angefangen von der Feststellung, „dass alle lebendigen Pflanzen, Tiere und Menschen irgendwann sterben müssen”, bis hin zur Schilderung eines mexikanischen Festes mit Kaffee, Musik und Totenköpfen aus Schokolade. Stalfelts ungekünstelter Zeichenstil erinnert aber mehr an Comic als an belehrende Lektüre, denn die Autorin lässt sich nicht von enzyklopädischem Ehrgeiz leiten, sondern von Bildideen: Eine tote Forelle mit geschlossenen Lidern streicht sie durch, um zu demonstrieren, dass Fischen auch der Tod die Augen nicht schließt. Ihr Einfallsreichtum lässt keine beklemmende Feierlichkeit aufkommen, lenkt aber keineswegs vom Thema ab, denn er ist durch kindlich unbefangenes Beobachten inspiriert. Stalfelt bestaunt Phänomene, über die Erwachsene den Flor der Trauer ziehen: Als Beispiel skizziert sie zwei Gesichter.  „Jemand der schläft”, schreibt sie unter das rosa gefärbte, „jemand der tot ist” unter das bleiche. Man schmunzelt über die Leichtigkeit, mit der sie diesen Vergleich anstellt und ist doch berührt, ohne Pathos besinnlich gestimmt
Mit einem Sachbuch ist der Tod nicht zu erfassen. Auch reiner Comic würde ein schales Gefühl zurücklassen. Darum ist Stalfelts Bilderbuch auch ein wenig wie eine Bibel. Die Wesen, mit denen das Jenseits bevölkert wurde, Engel, Heilige, lieber Gott mit Bart, werden sogar areligiöse Eltern vermissen, wenn sie ihren Kindern das Sterben erklären sollen. Vielleicht kann ihnen Stalfelts Buch helfen. Seine besondere Poesie entsteht gerade aus der Vagheit aller Vermutungen über das Jenseits. Sogar der Nihilismus inspiriert die Autorin zum Spiel mit Möglichkeiten: „Manche Menschen glauben nicht daran, dass es Gott gibt. Sie glauben, es wird einfach schwarz, wenn man stirbt, und dann ist da nichts mehr”, berichtet sie und malt einen dicken schwarzen Knödel neben den Text. „Aber viele Leute finden das Schwarz zu trübselig. Sie stellen sich vor, dass es blau wird oder geblümt oder golden”, fährt sie fort und füllt die Seite mit bunten Farben. Der Tod muss also nicht farblos werden und verstummen, wenn es keine sicheren Glaubensüberzeugungen mehr gibt. Aber sein Ernst weicht freier Spielerei, seine Ewigkeit wird Projektionsfläche für leicht flüchtige Phantasien. Einige der schönsten Engel im Bilderbuch sind Pernilla Stalfelt mit dieser Philosophie gelungen: Ein winziger Fliegenengel mit gefiederten Flügelchen. Ein Leopardenengel, mit gepunkteten Fellschwingen. Oder ein „Herr Engel”, der noch ziemlich mitgenommen aussieht. Unrasiert, mit Stirnglatze. Prüfend schürzt er die Lippen, um vorsichtig, zum ersten Mal, die Ewigkeit zu kosten. (ab 7 Jahre)
CORNELIUS HAFNER
PERNILLA STALFELT: Und was kommt dann? Das Kinderbuch vom Tod. Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer. Moritz Verlag 2000. 32 Seiten, 22 Mark.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Cornelius Hafner ist äußerst angetan von diesem Kinderbuch, und er empfiehlt es allen Eltern, die ihren Kindern das schwierige Thema Tod erklären wollen. Er findet die Mischung von ernsten und komischen Betrachtungen sehr gelungen und lobt das Ineinandergreifen von Bildern und Text, das Wissen vermittelt und sich wechselseitig erklärt. Die schwedische Autorin und Grafikerin lasse "keine beklemmende Feierlichkeit aufkommen" und stelle sich trotzdem dem Thema, indem sie mit kindlich anmutender Unbefangenheit "Phänomene bestaunt", die bei Erwachsenen gewöhnlich Stummheit auslösen, so der Rezensent begeistert. Er findet das Buch "berührend" ohne ins Pathetische abzugleiten und gerät über die "Leichtigkeit" der Einfälle ins Schmunzeln.

© Perlentaucher Medien GmbH