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Inwiefern formen Wahlrecht und Wahlsystem die Parteiensysteme? Lassen sich gesetzmäßige Beziehungen feststellen? Welche Bedeutung kommt den gesellschaftlichen und politischen Kontexten zu? Zur Prüfung dieser Fragen dienen theoretisch-methodische Überlegungen und systematisch vergleichend ausgewertete historische Erfahrungen aus liberal-pluralistischen Staaten in aller Welt. Das Buch versteht sich als eine allgemeine Einführung in die Lehre von den Wahlsystemen, zielt aber zugleich auf eine neue theoretische Grundlegung des Forschungsfeldes.…mehr

Produktbeschreibung
Inwiefern formen Wahlrecht und Wahlsystem die Parteiensysteme? Lassen sich gesetzmäßige Beziehungen feststellen? Welche Bedeutung kommt den gesellschaftlichen und politischen Kontexten zu? Zur Prüfung dieser Fragen dienen theoretisch-methodische Überlegungen und systematisch vergleichend ausgewertete historische Erfahrungen aus liberal-pluralistischen Staaten in aller Welt. Das Buch versteht sich als eine allgemeine Einführung in die Lehre von den Wahlsystemen, zielt aber zugleich auf eine neue theoretische Grundlegung des Forschungsfeldes.
  • Produktdetails
  • UTB Uni-Taschenbücher Bd.1527
  • Verlag: Utb; Verlag Barbara Budrich
  • 7., überarb. Aufl.
  • Seitenzahl: 588
  • Erscheinungstermin: 2. Oktober 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 121mm x 38mm
  • Gewicht: 616g
  • ISBN-13: 9783825240509
  • ISBN-10: 3825240509
  • Artikelnr.: 38526759
Autorenporträt
Prof. Dr. Dieter Nohlen ist emeritiert und lehrte an der Universität Heidelberg.
Inhaltsangabe
Verzeichnis der Tabellen 12
Verzeichnis der Abbildungen 16
Vorwort 17
1. Bedeutung, Begriff und Funktionen von Wahlen 23
1.1 Wahlbegriffe 25
1.2 Bedeutung von Wahlen 27
1.2.1 Wahlen in pluralistischen Demokratien 27
1.2.2 Wahlen in nicht-kompetitiven Systemen 30
1.2.3 Wahlen in autoritären Systemen 30
1.3 Funktionen von Wahlen 33
1.3.1 Funktionen kompetitiver Wahlen 34
1.3.2 Funktionen nicht-kompetitiver Wahlen 36
1.3.3 Funktionen semi-kompetitiver Wahlen 37
1.4 Wahlen in Übergangsperioden 38
2. Wahlrecht. Voraussetzungen, Verlauf und Folgen
der Ausbreitung des demokratischen Wahlrechts 41
2.1 Wahlrecht und Demokratisierung 41
2.2 Wahlrechtsgrundsätze 43
2.3 Wahlhandlung und Ergebnisermittlung 46
2.4 Der Prozess der Durchsetzung eines demokratischen Wahlrechts 47
2.5 Ursachen und Konsequenzen der Wahlrechtsausbreitung 55
2.6 Wahlen und Demokratieentwicklung 60
3. Wahlsysteme und Parteiensysteme:
Eine problemorientierte Einführung 67
3.1 Grundlegende Begriffe 67
3.2 Wahlsysteme: Grundfragen und Forschungsansätze 68
3.2.1 Wie bedeutend sind Wahlsysteme? 69
3.2.2 In welche Richtung wirken Wahlsysteme? 72
3.2.3 Wie sind die Auswirkungen
von Wahlsystemen zu bewerten? 74
3.2.4 Forschungsansätze 75
3.3 Parteiensysteme 79
3.3.1 Begriff und Bedeutung 79
3.3.2 Forschungsansätze und Typologien 80
3.3.3 Bewertungen 86
3.4 Die vergleichende Analyse von Wahlsystemen:
Zu Aufgaben allgemein und Ansatz der Schrift 88
4. Wahlsystematik I:
Technische Elemente von Wahlsystemen 91
4.1 Die Wahlkreiseinteilung 93
4.1.1 Gleiche oder ungleiche Repräsentation 94
4.1.2 Gerrymandering 96
4.1.3 Wahlkreisgröße und Proporzeffekt 98
4.1.4 Ebenen der Wahlkreiseinteilung 105
4.1.5 Regionale Verteilung der Wahlkreisgrößen 106
4.1.6 Wahlkreisgröße und das Verhältnis
zwischen Wählern und Abgeordneten 109
4.2 Wahlbewerbung 110
4.2.1 Listenformen 110
4.2.2 Listenverbindung 113
4.3 Stimmgebung 115
4.4 Bewertung der verschiedenen Formen von Wahlbewerbung und Stimmgebung 117
4.5 Stimmenverrechnung 119
4.5.1 Sperrklauseln 120
4.5.2 Entscheidungsregeln 122
4.5.3 Höchstzahlverfahren 123
4.5.4 Wahlzahlverfahren 126
4.5.5 Hare/Niemeyer und Sainte-Laguë/Schepers 130
4.5.6 Ebenen der Stimmenverrechnung 133
4.6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
für die Analyse von Wahlsystemen und ihrer Auswirkungen 137
5. Wahlsystematik II:
Mehrheitswahl und Verhältniswahl. Klassifikation und Bewertung von Wahlsystemen 141
5.1 Definitions- und Klassifikationsprobleme 141
5.2 Über Entscheidungsregeln und Repräsentationsprinzipien 151
5.3 Was ist Mehrheitswahl, was Verhältniswahl? 154
5.4 Über die politischen Auswirkungen der Entscheidungsregeln 158
5.4.1 Politische Auswirkungen der Mehrheitsregel 158
5.4.2 Politische Auswirkungen der Proporzregel 158
5.4.3 Die politischen Auswirkungen von Mehrheit
und Proporz als Entscheidungsregeln im Vergleich 160
5.5 Die Repräsentationsprinzipien Mehrheitswahl und
Verhältniswahl und ihre unmittelbare Auswirkungen 163
5.6 Die politischen Auswirkungen von Mehrheitswahl
und Verhältniswahl im Vergleich 165
5.6.1 Die Vorzüge von Mehrheitswahl und
Verhältniswahl nach dem normativen Ansatz 167
5.6.2 Vorzüge und Nachteile von Mehrheitswahl und
Verhältniswahl nach dem historisch-empirischen Ansatz 169
5.6.3 Begrenzungen des Mehrheits- und des Proporzprinzips 171
5.6.4 Folgerungen für Bewertung und Analyse von Wahlsystemen 184
5.7 Bewertungskriterien von Wahlsystemen 187
6. Wahlsystematik III:
Wahlsystemtypen, Auswirkungen und vergleichende Bewertung 195
6.1 Eine Typologie der Wahlsysteme 200
6.2 Wahlsystemtypen und Proportionalität 215
6.3 Verhältniswahltypen und politische Auswirkungen 219
6.4 Kombinierte Wahlsysteme. Struktur und Effekte 221
6.5 Wahlsystemtypen und mehrdimensionale Funktionen 225
6.6 Ein binärer Vergleich von Wahlsystemtypen am Beispiel Neuseelands 230
7. Die Wahlsysteme im intraregionalen Vergleich 233
7.1 Wahlsystem

1. Bedeutung, Begriff und Funktion von Wahlen.- 2. Wahlrecht. Voraussetzungen, Verlauf und Folgen der Ausbreitung des demokratischen Wahlrechts.- 3. Wahlsysteme und Parteiensysteme: Eine problemorientierte Einführung.- 4. Wahlsystematik: Die einzelnen Elemente von Wahlsystemen und ihre Auswirkungen.- 5. Mehrheitswahl und Verhältniswahl.- 6. Die Wahlsysteme der westlichen Industriestaaten im Vergleich.- 7. Die Wahlsysteme einzelner Länder.- 8. Über Entstehungsbedingungen von Wahlsystemen und Wahlreformen.- 9. Gibt es gesetzmäßige Auswirkungen von Wahlsystemen.- 10. Wahlsysteme und Parteiensysteme.- Personen-und Sachregister.
Rezensionen
Aus: politische bildung, 2013 "...das Standardwerk der Wahlsystemforschung in Deutschland..." Aus: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2005 "Mit diesen heute nicht mehr wegzudenkenden Erkenntnissen machte sich Dieter Nohlen zweifelsohne zum weltweit gewichtigsten Wahlsystemforscher." Aus: Zeitschrift für Parlamentsfragen 2004 Dieter Nohlen - der beste Kenner von Wahlen und Wahlsystemen in Deutschland - zerstört mit seinen Überlegungen simplifizierte Ursache-Wirkung-Annahmen zwischen Wahlsystem, Parteiensystem und Regierungssystem ... Obwohl Nohlen relativiert und modifiziert, bleibt er dennoch dabei ... ,Electoral Systems Matter' Aus: buchkatalog.de - Dipl. Pol. Henrik [...] Ein wichtiges Lehrbuch, das - historisch-empirisch orientiert - die komplexe Beziehung von Wahlrecht und Parteiensystem analysiert und neu konzeptionalisiert. " Zum Volltext der Rezension

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Mirabeau sah als Erster im Parlament eine getreue Kopie des Volkes, erklärt Rezensent Friedrich Pukelsheim eingangs. Diese 1789 formulierte Ideal der proportionalen Repräsentation habe dann einen grandiosen Siegeszug durch die ganze Welt angetreten. Bei der Flut von einschlägigen Publikationen zu diesem Thema kommt den Meistern des Fachs nach Einschätzung des Rezensenten besonderes Gewicht zu. In Dieter Nohlens "Wahlrecht und Parteiensystem", das jetzt neu aufgelegt wurde, erblickt der Rezensent einen wahren "Klassiker der Wahlliteratur", vergleichbar mit Michel L. Balinskis und H. Peyton Youngs Meisterwerk "Fair Representation", das sich der Geschichte des Systems, die Sitze des US-Repräsentantenhauses den Bundesstaaten proportional zu ihren Einwohnerzahlen zuzuteilen, widmet. Einen anderen Ansatz als Balinski und Young verfolgt nach Ansicht des Rezensenten Dieter Nohlen. Der Rezensent preist Nohlens Arbeit als "grandiose Gesamtschau von Wahlsystemen". Das Hauptgewicht von Nohlens Arbeit liegt nach Auskunft des Rezensenten in der Darstellung der Wahlsysteme der Länder dieser Welt. Mit seiner phänomenologischen Sichtweise, lobt der Rezensent, lasse Nohlen die Leser teilhaben an seinen gewachsenen Einsichten, wie Wahlsysteme nach unterschiedlichen Rahmenbedingungen gestaltet werden.

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