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Mitte Januar 1945 beginnt Marian Burger Maßnahmen zu ergreifen, um noch aus Königsberg, das wahrscheinlich bald von russischen Truppen erobert werden wird, zu entkommen. Seine Hoffnung mitten im Vernichtungssturm ist der Neuanfang in einer freien Welt. Aber dieses Ziel liegt vielleicht unerreichbar in der Ferne. Die Nazi-Dummheit treibt weiter Blüten, seine Frau muss noch auf gutem Wege aus der Stadt kommen, eine alte Freundin kann nur hilflos zurückgelassen werden. Und während er sich später selbst zum rettenden Hafen Pillau durchzuschlagen versucht, von dem aus die letzten Schiffe abgehen,…mehr

Produktbeschreibung
Mitte Januar 1945 beginnt Marian Burger Maßnahmen zu ergreifen, um noch aus Königsberg, das wahrscheinlich bald von russischen Truppen erobert werden wird, zu entkommen. Seine Hoffnung mitten im Vernichtungssturm ist der Neuanfang in einer freien Welt. Aber dieses Ziel liegt vielleicht unerreichbar in der Ferne. Die Nazi-Dummheit treibt weiter Blüten, seine Frau muss noch auf gutem Wege aus der Stadt kommen, eine alte Freundin kann nur hilflos zurückgelassen werden. Und während er sich später selbst zum rettenden Hafen Pillau durchzuschlagen versucht, von dem aus die letzten Schiffe abgehen, wird sein Verantwortungsgefühl zusätzlich grausam herausgefordert. Karl Friedrich Borée hat mit "Ein Abschied" einen seiner dichtesten Romane geschrieben: kompromisslos antirevanchistisch und trotzdem melancholisch Abschied nehmend, nah am Zeitgeschehen und berührend. Erneut ein Werk dieses erstaunlichen Autors, das sich zu entdecken lohnt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Lilienfeld Verlag
  • Seitenzahl: 200
  • Erscheinungstermin: November 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 131mm x 22mm
  • Gewicht: 324g
  • ISBN-13: 9783940357779
  • ISBN-10: 3940357774
  • Artikelnr.: 56717827
Autorenporträt
Karl Friedrich Borée wurde 1886 in Görlitz geboren, studierte Jura, war Offizier im Ersten Weltkrieg und danach in den Stadtverwaltungen von Schöneberg und Königsberg sowie als Jurist tätig. Ende 1930 erschien "Dor und der September" als Romandebüt des 44-Jährigen und wurde zum jahrzehntelangen Bestseller. Sein zweiter Roman, "Quartier an der Mosel" (1935), wurde als Antikriegsroman verboten, allerdings konnte Borée weiter veröffentlichen. Nach 1945 arbeitete er aktiv am Aufbau eines demokratischen Literaturlebens mit. Er schrieb für den Berliner "Tagesspiegel", war der erste Vorsitzende des Westberliner Schriftstellerverbands und Sekretär der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Herausragende Werke der Nachkriegszeit sind neben "Ein Abschied" (1951) der Roman "Frühling 45" (1954) sowie das Erinnerungsbuch "Semiten und Antisemiten" (1960). Borée starb 1964 in Darmstadt.