Magie - Petzoldt, Leander
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Die Wurzeln der Magie reichen in vorgeschichtliche Zeiten zurück, und doch begleitet die magische Praxis den Menschen bis in die Moderne. Noch heute erfährt sie Ablehnung und Zustimmung gleichermaßen. Ist Magie Aberglaube oder doch eher Lebenshilfe? Leander Petzoldt stellt in diesem Buch die Prinzipien des magischen Weltbilds dar und entfaltet die zwei großen Entwicklungslinien in der Geschichte der abendländischen Magie, deren Wirkungen bis in die Neuzeit zu verfolgen sind: die zauberisch-dämonologische Tradition mit Spiritismus und Okkultismus sowie die magisch-naturphilosophische Tradition,…mehr

Produktbeschreibung
Die Wurzeln der Magie reichen in vorgeschichtliche Zeiten zurück, und doch begleitet die magische Praxis den Menschen bis in die Moderne. Noch heute erfährt sie Ablehnung und Zustimmung gleichermaßen. Ist Magie Aberglaube oder doch eher Lebenshilfe? Leander Petzoldt stellt in diesem Buch die Prinzipien des magischen Weltbilds dar und entfaltet die zwei großen Entwicklungslinien in der Geschichte der abendländischen Magie, deren Wirkungen bis in die Neuzeit zu verfolgen sind: die zauberisch-dämonologische Tradition mit Spiritismus und Okkultismus sowie die magisch-naturphilosophische Tradition, die über die Alchemie zu den modernen Naturwissenschaften führt. Er erläutert die wichtigsten magischen Werke und Zauberbücher und führt in magische Praktiken und zauberische Rituale ein. Zum Schluss wirft er einen Blick auf die Alltagsmagie unserer Tage, die - oft nur halbernst betrieben - manchmal zum Religionsersatz geworden ist.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe Bd.6015
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 176
  • Erscheinungstermin: 19. September 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm
  • Gewicht: 180g
  • ISBN-13: 9783406621505
  • ISBN-10: 3406621503
  • Artikelnr.: 33161877
Autorenporträt
Leander Petzoldt , geboren 1934, promovierte 1964 nach dem Studium der Germanistik, Anglistik, Geografie und Volkskunde bei Lutz Röhrich in Freiburg. Nach Stationen an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz (1963-65) und am neu gegründeten Lehrstuhl für Volkskunde in Freiburg (1967-73) wurde er Professor für Literaturwissenschaft und Volkskunde an der PH Weingarten (1973-84), habilitierte sich 1974 an der Universität Gießen und nahm 1985 den Ruf als Ordinarius für Europäische Ethnologie/Volkskunde an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck an. Er emeritierte 2002. Sein Hauptinteresse gilt der internationalen vergleichenden Erzählforschung, besonders der Stoff- und Motivgeschichte sowie der Interdependenz von Literatur und Volkserzählung. Petzoldt ist Herausgeber populärer Sagensammlungen sowie Autor von Grundlagenliteratur zur vergleichenden Erzählforschung, Magieforschung und Dämonologie.
Inhaltsangabe
Einleitung. Das Faszinosum oder:
Was ist Magie? I. DAS MAGISCHE
WELTBILD

1. Die magischen Prinzipien

2. Magia naturalis .
Empirie und frühe Naturwissenschaft

3. Magie und Religion

4. Die interpretatio
christiana und der Indiculus superstitionum et paganiarum II. ABERGLAUBE UND VOLKSGLAUBE

1. Magie im Alltag

2. Der dämonisierte Mensch

3. Magische Elemente in der narrativen Volkstradition III. MAGISCHE
PRAKTIKEN UND ZAUBERISCHE RITUALE

1. Divination und Mantik

2. Zauberbücher und magische Werke

3. Los- und Würfelbücher

4. Wortmagie: Die Sator-Formel IV. MAGIE UND
ZAUBEREI IN BIBLISCHER ZEIT V. MAGIER UND
SCHOLAREN

1. "Hohe Schulen" der "Schwarzen Kunst"

2. Begegnungen mit dem Satan

Nachbemerkung

Bibliographie

Abbildungsnachweis

Register
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 29.10.2012

Mit Zauber

Je unübersichtlicher die äußeren Verhältnisse, desto größer ist das menschliche Bedürfnis nach Magie. Denn Magie, das lernt man in diesem Büchlein sehr schnell, ist nichts anderes als ein Denksystem, das den gesamten Kosmos ordnet. So lässt sich etwa ein magischer Zusammenhang herstellen zwischen der jeweiligen planetarischen Konstellation und den eigenen Kopfschmerzen. Dieses "Alles ist eins"-Denken - und das erklärt die Kontinuität des magischen Denkens über die Jahrhunderte - schafft Möglichkeiten, die Ordnung wieder zu "heilen", wenn sie an manchen Stellen aus den Fugen geraten ist. Der Ethnologe Leander Petzoldt skizziert eine Geschichte der Magie des Abendlandes. Er verfolgt dabei zwei Entwicklungslinien: eine "zauberisch-dämonologische" Tradition - sie führt durch ein Reich der Hexen, Teufel und des Okkultismus - und eine "magisch-naturphilosophische", die von der Alchemie bis zu den modernen Naturwissenschaften reicht. Es ist ein Ritt durch die Jahrhunderte, von Vergil über Albert Magnus bis in die Details der Wahrsagerei und deren fünfzig verschiedene Wege, die Zukunft vorauszusagen. Leider verliert man sich als Leser manchmal in einer Fülle von Details. Es sei heute wie immer, lautet Petzoldts allgemeines Fazit, die Menschen bedienten sich in ihrer Not und Hilflosigkeit irrationaler Verhaltensmuster. Bei all den Feng-Shui-Fans, Hobbyastrologen, Homöopathen und Wünschelrutengängern unter unseren Zeitgenossen kann das nicht ganz falsch sein. (Leander Petzoldt: "Magie". Weltbild, Praktiken, Rituale. Verlag C. H. Beck. 175 S., br., 12,95 [Euro].) sedo

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