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Franz Grillparzers Erzählung (die er nicht als Novelle bezeichnet wissen wollte) wurde 1831 begonnen, aber erst 1848, kurz vor Beginn der Revolution, wieder aufgegriffen und abgeschlossen. Auf das Thema "Revolution" wird bildlich Bezug genommen, wie überhaupt der Realismus Grillparzers durch mythologische Anspielungen mit Bedeutung aufgeladen wird. So wird der soziale Abstieg des "armen Spielmanns", also eines Bettelmusikanten, durch die Verklärung der Musik zum Plädoyer für eine Ästhetisierung des Lebens.…mehr

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Produktbeschreibung
Franz Grillparzers Erzählung (die er nicht als Novelle bezeichnet wissen wollte) wurde 1831 begonnen, aber erst 1848, kurz vor Beginn der Revolution, wieder aufgegriffen und abgeschlossen. Auf das Thema "Revolution" wird bildlich Bezug genommen, wie überhaupt der Realismus Grillparzers durch mythologische Anspielungen mit Bedeutung aufgeladen wird. So wird der soziale Abstieg des "armen Spielmanns", also eines Bettelmusikanten, durch die Verklärung der Musik zum Plädoyer für eine Ästhetisierung des Lebens.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in BG, B, A, EW, DK, CZ, D, CY, H, GR, GB, F, FIN, E, LT, I, IRL, NL, M, L, LR, S, R, P, PL, SK, SLO ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Reclam Verlag
  • Seitenzahl: 75
  • Erscheinungstermin: 11.02.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783159609232
  • Artikelnr.: 45202132
Autorenporträt
Franz Grillparzer (15. 1. 1791 Wien – 21. 1. 1872 ebd.) wirkte vor allem als Dramatiker, der große Erfolge am Wiener Burgtheater feierte. Seine Stücke unterschiedlichster Gattungen greifen u. a. die Tradition des Wiener Theaters und der Weimarer Klassik auf und erweitern die Ausdruckformen durch psychologische Momente und die Reflexion zeitgeschichtlicher Themen.
Rezensionen
Besprechung von 21.08.2004
»DER ARME SPIELMANN«

Lieblingsbücher habe ich mehrere, aber nur dieses überwältigt mich auch nach vielen Jahren noch wie beim ersten Kennenlernen. Warum mich ausgerechnet Grillparzers Erzählung "Der arme Spielmann" so wehrlos macht, weiß ich nicht. Jedesmal, wenn ich sie wiederlese, lese ich eine andere Geschichte.

Zuerst war ich hingerissen vom grandiosen Anfang, der großen Volksbelustigung im Prater, die der Erzähler als "leidenschaftlicher Liebhaber der Menschen" neugierig durchstreift, bis er den selig lächelnden, kläglich seine Violine kratzenden Alten entdeckt und "mit anthropologischem Heißhunger" dessen Lebensspuren folgt. Der tiefe Fall von der Ebene allgemeiner Menschenbetrachtung in den Abgrund eines gescheiterten Lebens erlebte ich als Tragödie.

Dann kam meine "französische" Lektüre. Ich begriff Grillparzer als den Generationsgenossen Balzacs. Die herrliche Prater-Szene hat ihr Pendant, vielleicht sogar ihr Vorbild, im berühmten Paris-Porträt am Anfang vom "Mädchen mit den Goldaugen". Und der engste literarische Verwandte des Spielmanns ist sicher Balzacs gutmütiger Vetter Pons. Grillparzer ist anders als Balzac, aber hier ist er ihm ebenbürtig.

Beim nächsten Wiederlesen irritierte mich Grillparzers Sprache: ein Österreichisch voll von sperrigen Fremdwörtern und eleganter juristischer Präzision. Dieser Katalog des Menschenlebens weiß für jede Tatsache des Lebens den richtigen Begriff, nichts bringt den grausam gleichmütigen Erzähler aus dem Takt. Schreibt Kafka nicht wie ein prussifizierter Grillparzer?

Grillparzer hat die Seele seines Jahrhunderts porträtiert. Christentum und Menschenrecht, die Ideale der Revolution und der klassisch-romantischen Kunst: alles ist noch da, aber alles ist verkümmert und verrottet. Nur hier und da flackert ein Flämmchen Menschlichkeit und Hoffnung - Licht genug freilich, um die Ruinenschönheit einer groß geträumten Menschheitsepoche zum Leuchten zu bringen.

Was für eine Erzählung. Nie komme ich damit zu Ende.

WILFRIED WIEGAND

Informationen zu "Unsere Besten - Das große Lesen", einer gemeinsamen Aktion von ZDF und F.A.Z., finden sich im Internet unter www.faz.net/lesen.

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