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"Und da ich nichts anderes hatte als dies unsinnige Spiel gegen mich selbst, fuhr meine Wut, meine Rachelust fanatisch in dieses Spiel hinein." Unverschuldet gerät Dr. B. in die Klauen der Nationalsozialisten und wird für unbestimmte Zeit in Isolationshaft festgehalten. Seine einzige Ablenkung ist eine Sammlung berühmter Schachpartien, die er wieder und wieder im Geiste nachspielt. Eine Obsession beginnt, die einige Jahre später erneut auf einer Schiffsreise zutage kommt, wo Dr. B. auf den amtierenden Schachweltmeister Czentovic trifft.…mehr

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Produktbeschreibung
"Und da ich nichts anderes hatte als dies unsinnige Spiel gegen mich selbst, fuhr meine Wut, meine Rachelust fanatisch in dieses Spiel hinein." Unverschuldet gerät Dr. B. in die Klauen der Nationalsozialisten und wird für unbestimmte Zeit in Isolationshaft festgehalten. Seine einzige Ablenkung ist eine Sammlung berühmter Schachpartien, die er wieder und wieder im Geiste nachspielt. Eine Obsession beginnt, die einige Jahre später erneut auf einer Schiffsreise zutage kommt, wo Dr. B. auf den amtierenden Schachweltmeister Czentovic trifft.

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  • Produktdetails
  • Verlag: fabula Verlag Hamburg
  • Seitenzahl: 84
  • Erscheinungstermin: 01.09.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783958559899
  • Artikelnr.: 45757045
Autorenporträt
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Noch während seiner Studienzeit, 1901, veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband, "Silberne Saiten". 1904 folgte sein erster Erzählband "Die Liebe der Erika Ewald", 1907 sein erstes Drama "Tersites". Mit den "vier Geschichten aus Kinderland" "Erstes Erlebnis" 1911 wurde er erstmals einem breiteren Publikum bekannt. Zum aktiven Militärdienst untauglich, wurde er im Ersten Weltkrieg ins Kriegspressequartier versetzt, bis er 1917 als Kriegsgegner für die "Neue Freie Presse" nach Zürich gehen konnte. Von 1919 bis 1934 lebte er in Salzburg, wo ein Großteil seiner berühmten Biographien, Erzählungen und Essays "Marie Antoinette", "Baumeister der Welt", "Amok" - entstand. 1934 zog er sich nach London zurück. Die Geschischte als Spiegel der Zeit verdeutlichen umfangreiche Essays : "Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam" und "Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt" wurden 1935 une 1936 dort bzw. auf Studienreisen in Zürich une Paris geschrieben. Zunehmend ruheloser geworden, ging er 1940 zunächst für einige Monate nach New York und übersiedelte im August 1941 nach Brasilien. Seine Autobiographie, "Die Welt von Gestern", und die "Schachnovelle" vollendete er noch, die Biographie Balzacs 1942 blieb Fragment, als er am 23. Februar 1942 mit seiner Frau "aus freiem Willen und mit klaren Sinnen" aus dem Leben schied.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 18.06.2010

DAS HÖRBUCH
Eine Meisterpartie
Stefan Zweigs „Schachnovelle“
als glänzend gelungenes Hörspiel
Nachdem Stefan Zweig gemeinsam mit seiner Frau Lotte im September 1941 ein winziges Häuschen in einem Vorort von Petrópolis bezogen hatte, schrieb er an seine erste Frau, Friderike, wie froh er sei, „America entronnen zu sein, ich passe nicht hin durch meine Ungeschäftlichkeit“. Er korrigiere jetzt, teilte er aus brasilianischen Exil mit, „viel an der Autobiografie“ und habe „eine kleine Schachnovelle entworfen, angeregt davon, dass ich mir für die Abgeschiedenheit ein Schachbuch gekauft habe und mit Lotte täglich die Partien der grossen Meister nachspiele“. Er würde bis zuletzt an dieser Novelle arbeiten, aus Vorsicht ließ er mehrere Typoskripte anfertigen, schickte sie nach Rio de Janeiro, New York und Buenos Aires, bevor er sich am 22. Februar 1942 das Leben nahm.
Man hat die „Schachnovelle“ oft als eine Art Abschiedsbrief Zweigs gelesen. Sie ist es wenigstens so sehr wie die Erinnerungen an die „Welt von Gestern“. Der Unterschied der Zeiten wie der Fortschritt zum Schlechteren werden im Zusammentreffen unvereinbarer Charaktere gestaltet. Auf einem Passagierdampfer begegnen sich: ein Anwalt, der in der Gestapo-Haft seinen Peinigern ein Schachlehrbuch stahl und im Geiste die dort versammelten Meisterpartien nachspielte, um nicht der Isolationsfolter zu erliegen; ein Schachweltmeister, der wie ein Rechenmaschine vor dem Brett sitzt, der stumpfsinnige, fantasielose, im Kern bösartige Mirko Czentovic; der dritte im Bunde ist der neugierige, sensationslüsterne McConnor, eine Erfolgsmensch. In dieser Gesellschaft, durch Zufall hineingezogen und ins Spiel verwickelt, hat der Anwalt, hat der Anstand kaum eine Chance.
1959 wurde unter der Regie von Hans Hausmann ein Hörspiel nach Zweigs „Schachnovelle“ aufgenommen. Mögen bei der unvermeidlichen Kürzung auch Nuancen der Personencharakteristik und Details der Spielschilderungen geopfert worden sein, so hat man doch kaum sonst die Dramatik des Geschehens so eindrucksvoll erlebt. Das ist ein Verdienst der Regie, die das Drama in der Novelle erkannte und in Szene setzte, und es ist das Verdienst der Schauspieler, die hier glänzen: Gert Westphal als Erzähler, Mario Adorf, der den Czentovic wenig später auch in einer Verfilmung spielte. Vor allem aber bleibt Willy Trenk-Trebitsch als Dr. Blatt in Erinnerung – Trenk-Trebitsch, der 1902 in Wien geboren worden war, in der Uraufführung der „Dreigroschenoper“ den Mackie Messer gegeben hatte, 1938 nach Paris geflohen war und von dort 1940 in die USA entkam, verleiht dem Anwalt, der im Schachspiel Rettung und Verwirrung fand, eine ungeheure Intensität. Es gelingt ihm, den abrupten Wechsel glaubhaft zu machen: Er trifft den Ton sympathischer Weltläufigkeit, souveräner Humanität ebenso wie den des Gehetzten, zwanghaft Handelnden. Verletzlichkeit wurde selten so unsentimental wie hier vergegenwärtigt.
JENS BISKY
STEFAN ZWEIG: Schachnovelle. Hörspielbearbeitung: Klaus L. Graeupner. Regie: Hans Hausmann. Sprecher: Gert Westphal, Mario Adorf, Willy Trenk-Trebitsch. Produktion: Hessischer Rundfunk/Saarländischer Rundfunk/Schweizer Radio DRS 1959. Hörverlage, München 2010. 1 CD, 65 Minuten, 14,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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