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Königinnen gibt es viele, aber nur eine Queen. Doch wer kennt sie wirklich? Wer weiß, was sie denkt? Und wie viel Einfluss hat sie tatsächlich auf die Politik ihres Königreichs? Elizabeth II. hat fast die gesamte Nachkriegszeit auf dem Thron erlebt. Vielfach als museumsreif belächelt, kann sie ihr Land heute noch immer einen – vielleicht sogar mehr denn je. Thomas Kielinger erzählt in seiner glänzend geschriebenen Biografie, was die junge Prinzessin geprägt hat, wie sie schon als Kind zum Medienstar wurde und wie sie sich von ihrer frühen Liebe zu Prinz Philip nicht abbringen ließ. Seit sie…mehr

Produktbeschreibung
Königinnen gibt es viele, aber nur eine Queen. Doch wer kennt sie wirklich? Wer weiß, was sie denkt? Und wie viel Einfluss hat sie tatsächlich auf die Politik ihres Königreichs? Elizabeth II. hat fast die gesamte Nachkriegszeit auf dem Thron erlebt. Vielfach als museumsreif belächelt, kann sie ihr Land heute noch immer einen – vielleicht sogar mehr denn je. Thomas Kielinger erzählt in seiner glänzend geschriebenen Biografie, was die junge Prinzessin geprägt hat, wie sie schon als Kind zum Medienstar wurde und wie sie sich von ihrer frühen Liebe zu Prinz Philip nicht abbringen ließ. Seit sie den Thron bestieg, hat sie zwölf Premierminister sowie unzählige Staats- und Regierungschefs anderer Länder erlebt. Ihr unvergleichlicher Erfahrungsschatz half ihr auch, das Commonwealth der einstigen Kolonien zusammenzuhalten. Ihre Familie hat sie durch die größte reale «soap opera» unserer Zeit gesteuert und – last but not least – die Monarchie in der Gegenwart neu verankert. Heute gibt es wohl keine öffentliche Figur, die sich weltweit so großer Achtung und Beliebtheit erfreuen kann wie «Her Majesty the Queen». Aus lizenzrechtlichen Gründen dürfen einige Abbildungen aus der gedruckten Ausgabe in diesem eBook nicht wiedergegeben werden.
  • Produktdetails
  • Verlag: C.H.Beck
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 11.11.2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406623615
  • Artikelnr.: 37356001
Autorenporträt
Thomas Kielinger berichtet seit 1998 für „Die Welt“ aus London. Seine journalistischen Beiträge wurden mehrfach ausgezeichnet. Für seine Arbeit für die deutsch-britischen Beziehungen ehrte ihn der Buckingham Palast 1995 mit dem Orden eines Honorary Officer of the British Empire (OBE).
Inhaltsangabe
Ein Wort zuvor

I

Die Geburt einer
Prinzessin ohne große Aussichten auf den Thron

II

Die Erziehung der
Prinzessin und die Regie ihrer Mutter

III

1936: König Edward
VIII. dankt ab - ein Lehrjahr für die Monarchie und die spätere Queen

IV

Philip

V

Krieg, Nachkrieg,
Hochzeit: Die harten Jahre und das junge Glück

VI

Der König ist tot, es
lebe die Königin

VII

Margaret

VIII

Die 50er Jahre: Ein
neuer Ton der Kritik meldet sich an

IX

Die Queen und
Deutschland

X

Wie Elizabeth II. das
Commonwealth zusammenhielt - aber mit Margaret Thatcher

nicht harmonierte

XI

Der Ring des
Schweigens - kann sich die Königin erklären?

XII

Charles, Diana und
die Zäsur von 1997

XIII

Elizabeth, die Erben
und die Zukunft der Monarchie

Anmerkungen

Stammbaum

Literatur

Bildnachweis

Personenregister
Rezensionen
Besprechung von 17.12.2011
Dreißig sattelbare Spielzeugpferde
Wie man das Gewicht des Amtes gleichmäßig auf beide Füße verteilt: Thomas Kielingers Biographie über die Queen
Wer über die Windsors ein gutes Buch schreiben will, muss ein Anhänger der britischen Monarchie sein. Seriöse Antiroyalisten haben Besseres zu tun, als sich ausführlich mit den vielen Anekdoten zu beschäftigen, zu denen die königliche Familie Anlass gegeben hat. Der Welt-Korrespondent Thomas Kielinger steht nicht bloß auf Seiten der britischen Monarchie, er lebt auch schon so lange in England, dass er sich bestens auskennt. 1995 wurde er mit dem Orden eines „Honorary Officer of the British Empire“ ausgezeichnet: „OBE“.
Abgeleitet von OBE hat die Londoner Satirezeitschrift Private Eye eine Kolumne namens „OBN“: Das Kürzel steht für „Order of the Brown Nose“, den Orden für die braune Nase. Das Magazin verleiht den „OBN“an Leute, die es verstehen, anderen in den Hintern zu kriechen. Kielinger wird ihn mit seinem Buch allerdings nicht erringen. Ebenso wenig muss er befürchten, dass sein Werk bei Hofe Missfallen erregt. Denn was er schreibt, ist in Britannien nicht neu.
„Elizabeth II.“ ist im Wesentlichen eine exzellente Kompilation all der mehr oder auch minder königstreuen Bücher, die über die Queen und ihre Familie schon veröffentlicht wurden. Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Autor seine Quellen ehrlich nennen kann, ohne dass dies seinem Ansehen und dem Vergnügen an der Lektüre den geringsten Abbruch täte – ganz im Gegenteil.
Kielinger erklärt, warum die britische Monarchie mehr ist als nur eine Touristenattraktion: Wer sollte denn sonst Staatsoberhaupt sein? Für wen, wenn nicht die Queen und vielleicht noch Lady Gaga, würden die Leute nachts auf den Straßen campieren, um einen Blick von nahem zu erhaschen? Und wer sollte in einer britischen Republik das Staatsoberhaupt erwählen – die Politiker etwa? Schon Premierminister Macmillan habe gesagt: Da würde es dann heißen, „X muss es werden, der ist ein derart miserabler Finanzminister, schieben wir ihn doch einfach ins Präsidentenamt ab“.
Kielinger glaubt, dass etwas vom thaumaturgischen Nimbus der Monarchie sich in Britannien gehalten habe, daher die Gier des Publikums, die Queen einmal anzufassen. Andere Exegeten meinen sogar, Elizabeth sehe sich von Gott für ihre Rolle bestimmt. Kielinger selbst befasst sich lieber mit handfesten Fragen der royalen Kinderseele: Die 1926 geborene Queen und ihre jüngere Schwester Margaret wuchsen abseits des Alltagslebens auf, eine formale Schulbildung erhielten sie nicht, Kontakte mit der normalen Welt wurden unterbunden. Wenn sie auf dem Spaziergang mit der Gouvernante im Hyde Park anderen Kindern begegneten, durften sie selbstverständlich nicht mit ihnen spielen. Die Gouvernante musste am Hof viel Überredungskunst aufbringen, damit die Mädchen ein einziges Mal in der Untergrundbahn fahren durften. Immerhin: Elizabeth besaß mehr als dreißig sattelbare Spielzeugpferde. Und die langen Flure des Buckingham-Palastes mit seinen 600 Zimmern laden zum Radeln ein. Ob die Prinzessinnen das je gemacht haben, lässt Kielinger freilich offen.
1936 kam die Kronkrise: Edward VIII. ließ sich mit einer geschiedenen Frau ein, schlimmer: mit einer Amerikanerin, noch schlimmer: Er ließ sich von ihr über den Mund fahren und lackierte ihre Zehennägel. Weil das Paar die Nazis verehrte, war es nur gut, dass Edward abdankte, um Wallis Simpson heiraten zu können. Aber dem Hause Windsor versetzte das einen Schock. Elizabeths Pflichtbewusstsein wurde dadurch gestärkt. Mit ihrem Gefühl, der Nation verantwortlich zu sein, ging Selbstverleugnung einher: Gefühle zeigt man nicht, besser ist, man hat sie erst gar nicht.
Prince Philip ist darin seiner Frau ganz ähnlich. Zur Hochzeit 1947 erschien der Bräutigam – armer Spross des griechischen Königshauses, das von einem Militärputsch 1923 in die Emigration getrieben wurde – in gestopften Socken. Nachdem er sich zu Beginn der Ehe beschwert hatte, er sei ja nur „eine verdammte Amöbe, der einzige Mann im Land, der seinen Kindern nicht seinen Namen geben darf“, stürzte er sich in die Arbeit. Heutzutage dürfen sich 863 gemeinnützige Einrichtungen mit seinem Namen schmücken. Grollend hat Prince Philip sich daran gewöhnt, bei offiziellen Auftritten einige Schritte hinter der Queen zu laufen. Kielinger hält übrigens für möglich, dass er seine Frau in 64 Jahren Ehe nie betrogen habe.
Die vier Kinder der Queen sind bekanntlich weniger diszipliniert. Das führt Kielinger darauf zurück, dass die Mutter mit ihnen zu wenig geredet habe. Er zitiert den früheren Außenminister Douglas Hurd: Die „emotionale Maschinerie“ der Königin sei gestört. Kielinger bedauert leise, dass sie sich in Charles’ schlechte Ehe mit Diana und seine Liebschaft mit Camilla Parker-Bowles nicht frühzeitig eingemischt habe. Da mag er freilich den Einfluss der Queen ein wenig überschätzen. Charles hatte von Jugend an brav alles gemacht, was ihm abverlangt wurde, Camilla war die einzige Freiheit, die er sich nahm. Was kann eine Mutter einem erwachsenen Mann vorschreiben, der liebt?   
Auch väterliche Ermahnungen konnten an Charles nur abperlen. Prince Philip hatte Charles dazu gedrängelt, Diana 1981 zu heiraten und damit eine Frau in den Palast zu holen, die ihrer Rolle nicht gewachsen war und für die mangelnde Zuneigung ihres Ehemanns bei allerlei Eskapaden Entschädigung suchte. Was hätte der Herzog von Edinburgh anschließend über Diana sagen sollen?
Der Kavallerieoffizier James Hewitt kommt in Kielingers Buch nicht vor. Dabei hat Princess Diana von ihrer Affäre mit dem schicken Mann 1995 im Fernsehen erzählt. Den Briten fiel auf, dass Dianas zweiter Sohn Harry eher James Hewitt ähnelt als Prince Charles. Dass Kielinger James Hewitt nicht einmal erwähnt, belegt seine Loyalität zum Königshaus. Die geht so weit, dass Kielinger sogar die eigenen politischen Ansichten hintanstellt. Eigentlich denkt er neoliberal, in seinen Augen war Margaret Thatcher ein Segen für das Land. Aber die Queen sah das anders.
Zu den vielen Highlights des Buches gehört, wie Thomas Kielinger den Zwist zwischen Margaret Thatcher und der Queen darstellt. Die Premierministerin hat mit ihrer Politik die Gesellschaft gespalten; die Queen hingegen fühlt sich allen Briten verpflichtet. Thatcher hatte nichts übrig für arme afrikanische Staaten, die sich dem „Sozialismus“ in die Arme geworfen hatten. Der Queen hingegen ist es wichtig, das Commonwealth zusammenzuhalten. Und anders als Thatcher war sie stets eine Gegnerin der Apartheidspolitik in Südafrika.
Kielingers Buch ist ebenso informativ wie amüsant. Natürlich geht er auch auf die Frage der Thronfolge ein: Wird es der alternde Charles oder sein glamouröser Sohn William? Kielingers Antwort: Das Parlament, die Regierung und die Staatschefs des Commonwealth werden sich hüten, eine Krise der Monarchie heraufzubeschwören, indem sie die „jahrhundertealten Erbgesetze“ missachten.
Alle, die sich über die Queen lustig machen, lässt Kielinger wissen: Was Elizabeth II. geleistet hat, soll ihr erst mal einer nachmachen. Den Kern ihrer Arbeit hat sie einmal der Frau eines Politikers erklärt: „Stehen Sie, Susan. Man pflanzt seine Füße so auf, immer parallel. Sie müssen nur darauf achten, dass das Gewicht gleichmäßig verteilt ist.“ Kielinger kommentiert: „Kinderspiel, natürlich, 85 Jahre alt und seit sechzig Jahren pausenlos in der Pflicht, das Gewicht dabei ,gleichmäßig verteilt‘“.
FRANZISKA AUGSTEIN
THOMAS KIELINGER: Elizabeth II. Das Leben der Queen. Verlag C. H. Beck, München 2011. 288 Seiten, 19, 95 Euro.
Hat Elizabeth ihre vier
undisziplinierten Kinder vielleicht
emotional vernachlässigt?
Ein Highlight des Buches:
der Zwist zwischen der Queen
und Margaret Thatcher
Elizabeth II. ist unzählige Male in der Kalesche gefahren, aber nur ein einziges Mal mit der Tube, der Londoner U-Bahn. Und das kostete ihre Gouvernante einige Überredungskunst. Foto: Leon Neal/AFP
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Auch wenn Rezensentin Franziska Augstein in Thomas Kielingers Biografie über die Queen nicht allzu viel Neues erfahren hat, hat sie diese "exzellente" Zusammenfassung aller bisher erschienenen Bücher über das englische Königshaus mit Vergnügen gelesen. Sie erhält hier einen ebenso amüsanten wie informativen Einblick etwa in die Kindheit der Königin, die zwar keinen Kontakt zur anderen Kindern haben durfte, dafür aber mehr als dreißig sattelbare Spielzeugpferde besaß. Von der eisernen Disziplin der Königin schreibe der Autor mit viel Bewunderung, wenngleich er vermute, dass ihre vier Kinder ein wenig mehr emotionale Nähe gebraucht hätten. Ansonsten liest die Kritikerin hier aber wenig Monarchiekritik, was sie jedoch keineswegs stört, denn schon allein für das hervorragende Kapitel über den Zwist zwischen Margaret Thatcher und der Queen lohne sich die Lektüre.

© Perlentaucher Medien GmbH