Das weibliche Genie - Melanie Klein - Kristeva, Julia
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Während Freud den Ödipuskomplex und die Rolle des Vaters ins Zentrum des psychischen Lebens rückte, entdeckte Melanie Klein die Mutter inmitten des seelischen Lebens des Subjekts. Damit gelang ihr die Vertiefung der Psychoanalyse, die die Psychose, die Objektbeziehungen und das Verstehen »vorsprachlicher« Mitteilungen nicht nur in der Kinderanalyse betraf. Julia Kristeva erzählt anschaulich und ausführlich Kleins Fallgeschichten nach. Sie untersucht ihre Entdeckung der Bedeutung der Mutter für die Vermeidung von seelischen Krankheiten, für Denken und schöpferisches Tun und stellt die…mehr

Produktbeschreibung
Während Freud den Ödipuskomplex und die Rolle des Vaters ins Zentrum des psychischen Lebens rückte, entdeckte Melanie Klein die Mutter inmitten des seelischen Lebens des Subjekts. Damit gelang ihr die Vertiefung der Psychoanalyse, die die Psychose, die Objektbeziehungen und das Verstehen »vorsprachlicher« Mitteilungen nicht nur in der Kinderanalyse betraf. Julia Kristeva erzählt anschaulich und ausführlich Kleins Fallgeschichten nach. Sie untersucht ihre Entdeckung der Bedeutung der Mutter für die Vermeidung von seelischen Krankheiten, für Denken und schöpferisches Tun und stellt die theoretischen Entwicklungen Kleins und deren Einfluss auf die Psychoanalyse dar.
  • Produktdetails
  • Bibliothek der Psychoanalyse
  • Verlag: Psychosozial-Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 3118
  • Seitenzahl: 274
  • Erscheinungstermin: April 2021
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 147mm x 19mm
  • Gewicht: 406g
  • ISBN-13: 9783837931181
  • ISBN-10: 3837931188
  • Artikelnr.: 61329332
Inhaltsangabe
Einleitung. Das Jahrhundert der PsychoanalyseI Jüdische Familien, europäische Geschichten: Eine Depression und ihre Folgen1 Libussa2 Juden und Katholiken3 Sándor Ferenczi4 Karl Abraham5 LondonII Das Analysieren ihrer Kinder: Vom Skandal zur Spieltechnik1 Das unbewusste Wissen (des Kindes) gegen die Aufklärung (der Eltern) 2 Fabulieren mit Erich/Fritz 3 Hans und (vielleicht) Melitta 4 Spielen? Deuten 5 Rohe Wörter, negative Übertragung, Aufhebung der Verdichtung der Phantasie III Vorrangigkeit und Verinnerlichung des anderen und der Bindung: Das Baby wird mit seinen Objekten geboren 1 Narzissmus und Objekt 2 Innen/außen 3 Die »paranoid-schizoide Position«: Spaltung und projektive Identifizierung4 Die depressive Position: ganzes Objekt, psychischer Bereich, Wiedergutmachung IV Angst oder Begehren? Am Anfang war der Todestrieb 1 Eros, von Thanatos absorbiert: sadistisches Verschlingen und analer Angriff 2 Dieser Kummer, der uns eine Seele komponiert 3 Macht des Neides und Wette auf die Dankbarkeit 4 Petits fours, kleine Frou, Frau Klein ... V Ein frühes und tyrannisches Über-Ich 1 Von den Frühstadien des Ödipus an 2 Weder Mädchen noch Jungen entrinnen ihm 3 Die verfolgende Idealisierung und die »Konkretüden« 4 Der Fall Richard: Güte gegen Hitler-Ubu 5 Wie nicht einsam sein? VI Mutterkult oder Lob des Muttermordes? Die Eltern 1 Immer wieder die Brust 2 Eine primäre Weiblichkeitsphase 3 Weibliche Sexualität ... 4 ... und männliche Sexualität 5 Die »vereinigten Eltern« oder das Elternpaar6 Eine Orestie VII Die Phantasie als inkarnierte Metapher 1 Der Repräsentant vor der Repräsentation2 Die »pränarrativen Hüllen« zwischen Angst und Sprache3 Ein weiblicher Zug zum Archaischen? VIII Immanenz und Stufen der Symbolik 1 Von den Gleichsetzungen zu den Symbolen: Dick 2 Die Negativität nach Melanie Klein 3 Das Archaische und das Primäre bei den Post-Kleinianern 4 Kulturelle Sublimierungen: Kunst und Literatur IX Von der Fremdsprache zu den Netzen der Treuen und der Untreuen 1 Eine Gründerin ohne Text 2 Mutter und Tochter 3 Krieg und Frieden der Frauen X Politik des Kleinianismus 1 Von den Kontroversen zu den Unabhängigen 2 Neid und Dankbarkeit Lacans 3 Die Linke und die Feministinnen bemächtigen sich der »inspirierten Innereienhändlerin« 4 Die innere Mutter und die Tiefe des Denkens Personenregister Sachregister Literatur
Rezensionen
»Kristevas flüssig geschriebene Darstellung der intellektuellen Biographie Melanie Kleins bietet eine umfassende Einführung und einen Überblick über die Entwicklung und die Folgen ihrer Theorie.« Ursula Engel in Psyche, Februar 2012 »Julia Kristeva ist eine Frau mit vielen Rollen und von großem Einfluss. Ihre in gut dreißig Büchern und ungezählten Vorträgen und Aufsätzen entwickelten Ideen haben sie zu einer der wichtigsten Stimme unter den französischen Intellektuellen der vergangenen Jahrzehnte gemacht.« Hans-Joachim Neubaur in Die Zeit/Rheinischer Merkur. Beilage Christ & Welt 14/2011 »Mit großer Souveränität führt Kristeva die Leserin/den Leser durch Kleins Werk, präsentiert, hält inne, erklärt und ordnet manches neu, vermeidet Vereinfachungen, lässt Widersprüchliches bestehen.« Lilli Gast in querelles-net 2/2009