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»Der ewige Spießer« ist der erste Roman von Ödön von Horváth und wurde 1930 verfasst. In klarer Sprache und losen Episoden zeichnet der Autor die sich kreuzenden Lebenswege mehrerer Figuren in einer kleinbürgerlichen Gesellschaft nach. Diese gibt sich nur nach außen edel, aber in ihrem Inneren ist sie rein auf Vorteil und Eigennutz bedacht: Die Handlung spielt während der Weltwirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg. Der arbeitslose Alfons Kobler zum Beispiel nutzt sein gutes Aussehen, um sich von älteren Damen aushalten zu lassen und in die gute Gesellschaft aufzusteigen. Die Näherin ohne…mehr

Produktbeschreibung
»Der ewige Spießer« ist der erste Roman von Ödön von Horváth und wurde 1930 verfasst. In klarer Sprache und losen Episoden zeichnet der Autor die sich kreuzenden Lebenswege mehrerer Figuren in einer kleinbürgerlichen Gesellschaft nach. Diese gibt sich nur nach außen edel, aber in ihrem Inneren ist sie rein auf Vorteil und Eigennutz bedacht: Die Handlung spielt während der Weltwirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg. Der arbeitslose Alfons Kobler zum Beispiel nutzt sein gutes Aussehen, um sich von älteren Damen aushalten zu lassen und in die gute Gesellschaft aufzusteigen. Die Näherin ohne Anstellung Anna Pollinger beschließt »praktisch« zu werden und sich prostituieren zu lassen. Der reiche Harry Priegler, Sohn eines Kriegsgewinnlers, soll ihr erster Kunde sein. Des Weiteren treten auf: verkommene Adlige, als Künstler gescheiterte Intellektuelle und andere, zeitlose Spießerfiguren. Null Papier Verlag - www.null-papier.de

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  • Produktdetails
  • Verlag: Null Papier Verlag
  • Seitenzahl: 188
  • Altersempfehlung: ab 9 Jahre
  • Erscheinungstermin: 13.08.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783954184736
  • Artikelnr.: 41336341
Autorenporträt
Ödön von Horváth (1901 - 1938) war ein auf Deutsch schreibender österreichisch-ungarischer Schriftsteller. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Stücke "Geschichten aus dem Wiener Wald", "Glaube Liebe Hoffnung" und "Kasimir und Karoline" sowie durch seine zeitkritischen Romane "Der ewige Spießer", "Jugend ohne Gott" und "Ein Kind unserer Zeit".
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 29.11.2016

Mir sagt das Barock
auch mehr
Wenn man von München aus nach Barcelona möchte, um auf der dortigen Weltausstellung reiche Frauen kennenzulernen, muss man irgendwann in Milano umsteigen. So tat es 1929 Ödön von Horváths Held Alfons Kobler. Im Zug von Verona war er mit dem Wiener Korrespondenten Schmitz, einem „Mann der Feder“, ins Gespräch gekommen. Ein Wort gibt das andere: „Aber das beste wird sein, wir bleiben am Bahnhof. Denn in Milano ist es um Mitternacht stockfinster, und wir werden nichts sehen vom gotischen Mailänder Dom usw. ...“ – „Ich bin auf Gotik sowieso nicht scharf.“ – „Mir sagt das Barock auch mehr.“ – „Mir sagt auch das Barock nichts.“ So sind die Werte entwertet, bestenfalls ein Nachhall, meistens nur Hauch. Sie sagen den im Lebenskampf Gehetzten nichts.
  Für dieses Hörspiel aus dem Jahr 1992 (Fassung: Traugott Krischke, Regie: Claude Pierre Salmony) wurde Ödön von Horváths 1930 erschienener Roman „Der ewige Spießer“ ganz in Dialoge aufgelöst. Und diese werden auf beglückende Weise klug gespielt, unangestrengt und kunstvoll in einem. Da die soziologischen Kommentare des Erzählers, die erläuternden Kurzbiografien fehlen, müssen die Sprecher all dies mittels der Stimme, der Intonation ausdrücken. Das gelingt, und wie! Jörg Hube ist Alfons Kobler, Fritz Muliar spricht den Schmitz. Beide sind 2009 verstorben. In dieser Revue des Geredes mit dabei: Louise Martini, Walter Schmidinger, Peter Simonischek.
JBY
Ödön von Horváth: Der ewige Spießer. Hörspiel mit Jörg Hube, Louise Martini, Walter Schmidinger u.a. Christoph Merian Verlag, Basel 2016. 1 CD, 70 Minuten, 16,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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