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Meinungsvielfalt im Judentum ist sprichwörtlich. Dass sich diese aber in Konfessionen und Parteiungen niederschlägt, ist eine Erscheinung, die erst mit der Emanzipation einsetzte. Denominationen haben sich vor allem in Nordamerika etabliert. In Israel wird um das Verhältnis von Religion und Staat gerungen; dort versucht man, mit Religion oder Traditionselementen Politik zu machen. Meinungen treten nun als Verlautbarungen und Parteiprogramme auf, die miteinander rivalisieren. Ein völlig neues Phänomen ist auch ein vielgestaltiger, innovativer Feminismus. Aber auch die altbewährte Philosophie…mehr

Produktbeschreibung
Meinungsvielfalt im Judentum ist sprichwörtlich. Dass sich diese aber in Konfessionen und Parteiungen niederschlägt, ist eine Erscheinung, die erst mit der Emanzipation einsetzte. Denominationen haben sich vor allem in Nordamerika etabliert. In Israel wird um das Verhältnis von Religion und Staat gerungen; dort versucht man, mit Religion oder Traditionselementen Politik zu machen. Meinungen treten nun als Verlautbarungen und Parteiprogramme auf, die miteinander rivalisieren. Ein völlig neues Phänomen ist auch ein vielgestaltiger, innovativer Feminismus. Aber auch die altbewährte Philosophie hat sich zu einem in vielen Farben schillernden Gruppenphänomen entwickelt. Selbst der dezidierte Atheismus und antizionistisches linkes Judentum schöpfen aus dem Traditionsarsenal. So ist das vernichtete europäische Judentum bis in die Gegenwart auf Schritt und Tritt spürbar. Band 5 bildet den Abschluss der Reihe "Jüdisches Denken", deren Bände schon heute als Standardwerke gelten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 51107
  • Seitenzahl: 857
  • Erscheinungstermin: 9. Oktober 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 237mm x 169mm x 55mm
  • Gewicht: 1336g
  • ISBN-13: 9783593511078
  • ISBN-10: 359351107X
  • Artikelnr.: 56143160
Autorenporträt
Karl Erich Grözinger ist Professor emeritus für Religionswissenschaft und Jüdische Studien an der Universität Potsdam und war Senior Professor am Zentrum Jüdische Studien Berlin- Brandenburg.
Inhaltsangabe
VORWORT 25
EINFÜHRUNG 27
1. Einheit und Disparatheit - in Geschichte und Gegenwart 27
2. Geographische Neuverortung des europäischen Erbes 30
3. Die Aufspaltung des Judentums - Denominationen 32
4. "Systematische Theologie" als neues Merkmal jüdischen Denkens 35
5. Die Autoren und Autorinnen 38
TEIL I - EIN LETZTES VERMÄCHTNIS DES ALTEN DEUTSCHEN UND FRANZÖSISCHEN JUDENTUMS - DIALOGISCHER EXISTENTIALISMUS VOM BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS
I. EINE EPISTEMISCH-EXISTENTIELLE HEILSKONZEPTION DES DOPPELTEN WEGES AUS JUDENTUM UND CHRISTENTUM - FRANZ ROSENZWEIG (1886-1929) 47
1. Biographisches 47
2. Der Stern der Erlösung 48
2.1 Das Anliegen 48
2.1.1 Das persönlich-soziale Anliegen 48
2.1.2 Das philosophische Anliegen 50
2.2 Der philosophische Hintergrund - Schelling 58
2.3 Die Architektur des Stern der Erlösung und deren Aussage 61
2.3.1 Die Struktur 62
2.3.2 Die bildlich symbolische Darstellung der epistemischen Weltzeitalter 66
2.4 "Die Elemente oder die immerwährende Vorwelt" - Die Begründung und Herleitung der drei Grundelemente des Wissens mit Hilfe einer neuen Logik der Sprache 68
2.4.1 Die drei Grundelemente der Welt: Gott, Welt und Mensch - der Weg vom Nichtwissen zum Wissen 69
2.5 Die Sprach-Logik als Mittel der Wissensgenerierung 71
2.5.1 Die Sprache 73
2.5.2 Die Explikation der drei Urelemente mithilfe der vorweltlichen sprachlichen Urwörter 77
2.6 "Gott und sein Sein oder Metaphysik" 78
2.7 "Die Welt und ihr Sinn oder Metalogik" 80
2.8 "Der Mensch und sein Selbst oder Metaethik" 82
2.9 Die Bahn - oder die allzeit erneuerte Welt - das Wunder der Offenbarung 84
2.9.1 Wie kann das Wunder der Offenbarung erlebt werden? - "Offenbarung oder die allzeiterneuerte Geburt der Seele" 87
2.9.2 Offenbarung als Dialog 92
2.10 Die neue Sicht der drei Urelemente Gott, Welt und Mensch dank der Offenbarung 93
2.10.1 Das Sinnbild der Sprache 93
2.11 "Schöpfung oder der immerwährende Grund der Dinge" 95
2.12 "Erlösung oder die ewige Zukunft des Reichs" 97
2.13 Die Gestalt oder die ewige Überwelt 102
2.14 "Über die Möglichkeit das Reich zu erbeten" 104
2.15 Judentum und Christentum - ihre Rolle im Erlösungswerk 108
2.15.1 Das Judentum - Das Feuer oder das ewige Leben 108
2.15.2 Die Theologie der jüdischen Heimatlosigkeit - der negative Mythos 108
2.15.3 Die Theologie der jüdischen Liturgie im Wochen- und Jahreszyklus - der positive Mythos 112
2.15.4 Das Christentum - Die Strahlen oder der ewige Weg 114
2.15.5 Die bleibende Differenz zwischen Judentum und Christentum und deren Nutzen im Heilsplan 119
2.16 Gottes Wahrheit muss des Menschen eigene Wahrheit sein 122
II. MYSTIK DES DIALOGS - MARTIN BUBER (1878-1965) 126
1. Biographisches 126
2. Grundzüge des Denkens 127
2.1 Das vielgefächerte Denken 127
2.2 Das "offizielle Scheinjudentum"
und das "unterirdische Urjudentum" 129
2.3 Dualität und Einheit - eine konstante Denkstruktur Bubers 132
2.3.1 Dualität im Judentum als "Religion" und als "Nation" 132
2.3.1.1 Judentum als Religion oder Religiosität 13
03   2.3.1.2 Judentum als Nation: Gesellschaftszwänge oder persönliche Blutsverbundenheit 136
2.3.2 Dualität als universelle "Urzweiheit" 139
2.3.2.1 Die "Urzweiheit" individual- und völkerpsychologisch 139
2.3.2.2 Dualität der Weltwahrnehmung: Orientierung oder Verwirklichung 141
3. "Ich und Du" - Bubers Dialog-Mystik 148
3.1 Ist Bubers Dialogik eine Form der Mystik? 148
3.2 Überblick über die drei Teile des Buches 150
3.3 Bubers Verhältnis zu Ferdinand Ebner 152
3.4 Die zwiespältige Haltung des Menschen zur Welt: Beziehung oder Erfahrung 153
3.5 Wesensmerkmale der Beziehung 157
3.6 "Geist" - das Kontinuum der momentanen Beziehungen 161
3.7 Das ewige Du als Grundlage des Kontinuums der Beziehung 163
3.8 Beziehung als Offenbarung 166
III. DIE HERAUSFORDERUNG DURCH DAS "GESICHT" DES ANDERN - EMMANUEL LÉVINAS (1905/6-1995) 168
1. Biographisches 168
2. Grundzüge des Denkens 168
3. Ansprache oder Verstehen

INHALT VORWORT 17 EINFÜHRUNG - GESCHICHTE UND KULTUR DES NEUZEITLICHEN JUDENTUMS 21 1. Jüdische Neuzeit zwischen Mittelalter und Aufklärung 21 2. Aufklärung und Emanzipation (1750-1900) 22 3. Die demographische und politische Situation zu Beginn der Neuzeit 23 4. Die kulturelle und mentale Situation des neuzeitlichen Judentums 26 4.1 Historiographische Bewertungskriterien 26 4.2 Sefardim, Aschkenasim, "Marranos" und andere 28 4.3 Universitäten, Wissenschaften, Rabbiner und jüdische Ärzte 30 4.4 Die neuen Wissenschaften im aschkenasischen Raum 32 4.5 Wissenschaft, Philosophie und Theologie 32 4.6 Historiographie, Autobiographie und Kunst 35 4.7 Traditions- und Religionskritik 37 4.8 Die Rolle der Kabbala 38 4.9 Erziehung, Bildung und Sprachen 41 4.10 Musik, Literatur und Theater 42 4.11 Messianische Bestrebungen und Bewegungen 44 4.12 Die Kodifizierung des jüdischen Rechts 45 DAS RINGEN UM DIE VIELFALT WIDERSPRÜCHLICHER WAHRHEITEN IM ITALIEN DER FRÜHEN NEUZEIT 47 I. ERSTE ANZEICHEN DER VERÄNDERUNG - VORBEMERKUNG 47 II. 'ASARJA (BUONAIUTO) DEI ROSSI (CA. 1511 - CA. 1578) UND SEIN ME'OR 'ENAJJIM 49 1. Leben und Werk 49 2. Historiographische Essays aus jüdischen und nichtjüdischen Quellen 50 3. Prisca theologia und historische Wahrheit 51 4. Ideengeschichte 55 III. DIE ENZYKLOPÄDISTEN 59 A. Anlässe und Ziele der Stoffsammlungen 59 B. Josef Schlomo Delmedigo (1591-1655) und 'Elija Delmedigo (1460-1497) 62 1. Vorbemerkung 62 2. 'Elija Delmedigo - Leben und Werk 62 3. Josef Schlomo Delmedigo - Leben und Werk 65 4. Die Schriften Josef Schlomo Delmedigos 66 5. Arten des Wissens - die Lehren von der doppelten und dreifachen "Wahrheit" 68 5.1 Josef Delmedigos Konzeption 68 5.2 'Elija Delmedigos Konzeption 72 6. Josef Delmedigo und die Kabbala 76 7. Das Ende des mittelalterlichen Aristotelismus - Josef Delmedigos Kritik und Neusetzung 79 7.1 Materie, Form und Seele 79 7.2 Die Separaten Intellekte der Aristoteliker 83 C. Tuvja Ha-Kohen (1652-1729) 85 1. Ma'ase Tuvja - eine medizinisch-philosophische Enzyklopädie 85 2. Zielsetzung des Buches - Bildung der Juden 88 TRADITIONS- UND RELIGIONSKRITIK 93 I. LEONE MODENA DI VENEZIA (1571-1648) - ZWISCHEN RABBINISCHER TRADITION, KUNST, PHILOSOPHIE, KABBALA UND CHRISTENTUM 93 1. Biographische Notiz 93 2. Kol Sachal - Stimme eines Toren 93 2.1 Autorschaft und Geschichte des Buches 93 2.2 Der Charakter der Schrift Kol Sachal 96 2.3 Die philosophische Theologie des Kol Sachal 97 3. Die Offenbarung und die Bedeutung der Tora 108 4. Das Naturrecht 111 5. Die Schriftliche und die Mündliche Tora 114 5.1 Die neue Hermeneutik 114 5.2 Das Fehlen einer ununterbrochenen Traditionskette 117 5.3 Die beschränkte Autorität des Obergerichtshofes in Jerusalem 119 6. Der neue Schulchan 'Aruch 122 7. Vernunft und Offenbarung, ihr Ort im jüdischen Leben 124 7.1 Der biographische Befund 124 7.2 Die Offenbarung 127 7.3 Die Vernunft 130 8. Die Geschichte als hermeneutische Kategorie 133 II. URIEL DA COSTA (ACOSTA) (1583/4-1640) 136 1. Das Exemplarische des Falles Uriel da Costa 136 2. Biographisches - Rückkehr zum Judentum und Konflikt 138 3. Da Costas marranische Religion 142 4. Die Thesen wider die rabbinische Tradition 144 5. Das Naturrecht 150 6. Der Traktat wider die Unsterblichkeit der Seele 152 7. Biblische Literaturkritik 156 III. BENTO BARUCH BENEDICTUS DE SPINOZA (1632-1677) 158 1. Biographisches 158 2. Spinoza - ein Vertreter des jüdischen Denkens? 159 3. Vernunft und Offenbarung 162 4. Die Traditions- und Religionskritik Spinozas 164 4.1 Die Prophetie 166 4.2 Das Zeugnis der Schrift 170 4.3 Die Prophetie nach dem Zeugnis der Schrift 171 4.4 Die Propheten nach dem Zeugnis der Schrift 174 4.5 Das neue Auslegungsparadigma und die neue hermeneutische Technik Spinozas 177 4.6 Biblisch-jüdische Theologoumena im Lichte des spinozanischen Verstehensparadigmas 184 5. Die Philosophie Spin
Rezensionen
"Jenseits der Natur gilt die Tora"
"Grözinger kommt das große Verdienst zu, die zum teil unerschlossenen, zum Teil nicht ausreichend beachteten Schätze der Quellen des frühzeitlichen Judentums gehoben und aus ihnen die Essenzen eines vitalen Denkens herausgearbeitet zu haben." (Jüdische Zeitung, 01.02.2010)