17,99
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

2 Kundenbewertungen

"Absolut unglaublich, ehrlich und herzzerreißend!" Angie Thomas, Autorin von "The Hate U Give" Justyce McAllister ist einer der Besten seiner Klasse, Captain des Debattierclubs und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale - doch all das interessiert den Polizisten, der Justyce die Handschellen umlegt, nur wenig. Der Grund für seine Verhaftung: Justyce ist schwarz. Und er lebt in den USA im Jahr 2017. Mit Briefen an sein großes Vorbild Martin Luther King Jr. versucht Justyce, dem alltäglichen Rassismus etwas entgegenzusetzen. Und dann ist da noch Sarah-Jane, seine kluge, schöne - und weiße -…mehr

Produktbeschreibung
"Absolut unglaublich, ehrlich und herzzerreißend!"
Angie Thomas, Autorin von "The Hate U Give"
Justyce McAllister ist einer der Besten seiner Klasse, Captain des Debattierclubs und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale - doch all das interessiert den Polizisten, der Justyce die Handschellen umlegt, nur wenig. Der Grund für seine Verhaftung: Justyce ist schwarz. Und er lebt in den USA im Jahr 2017.
Mit Briefen an sein großes Vorbild Martin Luther King Jr. versucht Justyce, dem alltäglichen Rassismus etwas entgegenzusetzen. Und dann ist da noch Sarah-Jane, seine kluge, schöne - und weiße - Debattierpartnerin. Als jedoch sein bester Freund Manny erschossen wird, scheint es, als ob selbst Martin Luther King Jr. keine Antwort mehr für Justyce bereithält.
  • Produktdetails
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Artikelnr. des Verlages: .21305
  • 3. Aufl.
  • Seitenzahl: 254
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Erscheinungstermin: 24. April 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 152mm x 25mm
  • Gewicht: 443g
  • ISBN-13: 9783499218330
  • ISBN-10: 349921833X
  • Artikelnr.: 51445460
Autorenporträt
Stone, Nic
Nic Stone wuchs in einem Vorort von Atlanta auf. Nach dem Abschluss am Spelman College arbeitete sie in der Jugendberatung und lebte einige Jahre in Israel, bevor sie in die USA zurückkehrte, um zu schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Atlanta.
Rezensionen
Da schließt man die Augen. Und will nicht weiterlesen. Sollte man aber. Ein großes Buch. Nicht nur für Heranwachsende. Welt am Sonntag
Besprechung von 14.09.2018
Sein Name ist Justyce
Zwischen Leben und Tod: Die Erfahrungen eines afroamerikanischen
Schülers, der die brutale Realität des Alltags erlebt
VON KIM MAURUS
Wer an Waffen und die USA denkt, der denkt vermutlich an die Amokläufe an amerikanischen Highschools in den vergangenen Monaten, an Donald Trump und an die Waffenlobby NRA. Vielleicht aber auch an Menschen wie Jordan Davis, Michael Brown oder Jordan Edwards, die mit vielen anderen Opfern eines gemeinsam haben: Sie waren schwarz, minderjährig, unbewaffnet und sie wurden in unserem Jahrhundert von einem weißen Polizisten auf offener Straße erschossen.
Einen Roman über die US-amerikanische Polizeigewalt und Racial Profiling zu schreiben ist wichtig. Und Nic Stone, eine junge afro-amerikanische Schriftstellerin aus Atlanta, tut es mit einem so verqueren Geschick, dass man danach mehr zu diesem so fundamentalen wie fundamental schrecklichen Thema lesen möchte.
Der Protagonist heißt Justyce, dessen Name „wie Justice, Gerechtigkeit“ ausgesprochen wird, wie er selbst erklärt. Er ist schwarz, er gehört zu den Besten seiner Schulklasse und er hat eine Zusage für die Elite-Universität Yale. Das alles interessiert den weißen Polizisten herzlich wenig, der ihm mitten in der Nacht Handschellen anlegt, weil Justyce seine betrunkene Freundin in deren Auto bugsiert. Weil es für den Polizisten so aussah, als klaue er das Auto. Oder weil der Polizist das so sehen wollte. So wirft das Buch einen in die Lebensrealität eines 17-Jährigen, für den nach diesem Zwischenfall eine Welt zusammenbricht und eine neue entsteht, voller verständnisloser Macht und Ungerechtigkeit, die ja schon allein mit Justyces Namen nicht vereinbar ist. Und die ihn dazu bringt, in regelmäßigen Abständen Briefe an Martin Luther King Jr. zu schreiben und seine Irritation darin kundzutun.
Vieles an dem Buch ist zunächst verwirrend. Die Briefe in anderer Schriftart scheinen nur dazu zu dienen, die Geschichte irgendwie weiterzuspinnen. Die Diskussionen, die Justyce im Schulunterricht mit seinen Klassenkameraden führt, fließen lediglich als Transkript ein; mit Ausdrücken, die nur schwer an Highschool-Kids erinnern, was vermutlich der Übersetzung ins Deutsche geschuldet ist. Genauso sind immer mal wieder schräg formulierte Artikel der örtlichen Berichterstattung zwischen den Kapiteln eingefügt. All das wirkt ein wenig gezwungen und abstrakt, bis man begreift: Die Hautfarbe zum Gegenstand von Klassenraumdiskussionen zu machen, dazu muss man sich zwingen, das ist für viele abstrakt. Und überlange, detaillierte Briefe an einen bedeutenden verstorbenen Bürgerrechtler geben einem da vielleicht Halt und vor allem Glauben an die eigene Würde.
Deswegen gelingt Nic Stone ihr Romandebüt, weil sie nicht politisch schreibt oder der Verbitterung über die soziale Realität Raum gibt, sondern den Alltag eines afro-amerikanischen Jugendlichen ablichtet und nüchtern demonstriert, dass die Hautfarbe auch im Jahr 2018 noch zwischen Leben und Tod entscheidet. Und spätestens dann, wenn es zu jenem tragischen Vorfall kommt, der Justyce den Boden unter den Füßen wegzieht, der eindeutige Parallelen zu den echten Vorfällen in den USA hat, ist das keine Fiktion mehr oder einfach nur spannende Dramaturgie. Dann ist das blanke und schonungslose Realität, Folge der aktuellen Politik. (ab 13 Jahre)
Nic Stone: Dear Martin. Aus dem Englischen von Karsten Singelmann. Rowohlt Rotfuchs, Reinbek 2018. 256 Seiten, 17,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
«Dear Martin» bringt den kleinen alltäglichen Rassismus gekonnt ans Licht. (...) Die Spannung trägt die Geschichte, so dass man einfach nur noch weiterlesen will.