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Keine Königin des Mittelalters war so mächtig, so berühmt und zugleich so berüchtigt wie Eleonore von Aquitanien (1124-1204). Sie war erst Königin von Frankreich, dann Königin von England, Gefangene ihres eigenen Ehemanns und Verbündete ihrer Söhne im Kampf gegen den Vater, nicht zuletzt Regentin eines Riesenreichs von der schottischen Grenze bis zu den Pyrenäen; sie förderte den Aufstieg der gotischen Kunst und bis heute gilt sie als «Königin der Troubadoure». In diesem genau recherchierten Buch beleuchtet Ralph V. Turner ihre abenteuerliche Lebensgeschichte auf dem neuesten Stand der historischen Forschung.…mehr

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  • Größe: 5.63MB
Produktbeschreibung
Keine Königin des Mittelalters war so mächtig, so berühmt und zugleich so berüchtigt wie Eleonore von Aquitanien (1124-1204). Sie war erst Königin von Frankreich, dann Königin von England, Gefangene ihres eigenen Ehemanns und Verbündete ihrer Söhne im Kampf gegen den Vater, nicht zuletzt Regentin eines Riesenreichs von der schottischen Grenze bis zu den Pyrenäen; sie förderte den Aufstieg der gotischen Kunst und bis heute gilt sie als «Königin der Troubadoure». In diesem genau recherchierten Buch beleuchtet Ralph V. Turner ihre abenteuerliche Lebensgeschichte auf dem neuesten Stand der historischen Forschung.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 496
  • Erscheinungstermin: 16.03.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406632006
  • Artikelnr.: 37363363
Autorenporträt
Ralph V. Turner lehrte als Professor für mittelalterliche Geschichte an der Florida State University. Er ist Autor zahlreicher Publikationen über die Familie der Plantagenets, die Magna Charta und andere Themen des europäischen Mittelalters. Er lebt heute in Tallahassee.
Inhaltsangabe
Einleitung: Auf der Suche nach einem "wahrheitsgetreuen" Bild
der Eleonore von Aquitanien

I. Eleonores Kindheit am herzoglichen Hof von Aquitanien,
1124-1137

II. Braut eines Königs, Königin der Franzosen, 1137-1145

III. Abenteuer und Missgeschicke auf dem Zweiten Kreuzzug,
1145-1149

IV. Einen Ehemann verloren, einen Ehemann gewonnen, 1149-1154

V. Zum zweiten Mal Königin und Mutter: England 1154-1168

VI. Die Arbeit einer Königin: Regentin für einen abwesenden
König, 1155-1168

VII. Im Poitou von der Macht
kostend, 1168-1173VIII. Die Frustration einer Königin und die durchkreuzten Ambitionen
ihrer Söhne,

1173-1174

IX. Die verlorenen Jahre einer eingesperrten Königin, 1174-1189

X. Die Königinmutter: die Regierungszeit von Richard
Löwenherz, 1189-1199

XI. Sicherung des Erbes des Hauses Plantagenet: die
Regierungszeit Johanns, 1199-1204

XII. Übermannt von einer schwarzen Legende

Dank

ANHANG

Chronik

Karten

Stammtafeln

Abkürzungen

Anmerkungen

Bibliografie

Personenregister
Rezensionen
Besprechung von 16.06.2012
Der erste König war noch nicht ganz der richtige
Ehemänner muss man sich zu erziehen und rechtzeitig zu verlassen wissen: Ralph V. Turner beschreibt das Leben der Eleonore von Aquitanien

Unter Mediävisten geht das Bonmot um, die Liebe sei eine Erfindung des 12. Jahrhunderts. Man kennt sogar den Ort, wo alles begann: südlich der Loire, in Poitiers, der damaligen Residenz der Grafen von Poitou und der Herzöge von Aquitanien. Herzog Wilhelm IX. wurde selbst zum ersten Troubadour, der von der Liebe sang. Die rauhbeinigen Krieger sollten sich bei Hofe in edle Ritter verwandeln, ihre verheiratete Herrin bei Hofe verehren und feines Benehmen erlernen.

1126 starb Wilhelm IX., elf Jahre später auch sein Nachfolger, Wilhelm X. Eleonore, die Erbtochter, heiratet 1137 als dreizehnjähriges Mädchen den französischen Thronfolger Ludwig, der zwei Jahre älter war als sie und kurz darauf als Ludwig VII. den Thron bestieg. Eleonore zog mit großem Gefolge in Paris ein und erlebte einen Kulturschock. An der Seine gaben nicht die Troubadours den Ton an, sondern mönchische Würdenträger. Abt Suger von Saint-Denis war bis dato quasi der französische Regierungschef; gelegentlich schaltete sich auch Abt Bernhard von Clairvaux ein. Ludwig VII. war auf eine geistliche Laufbahn vorbereitet worden, bevor sein älterer Bruder starb und er zum Thronerben aufstieg. Er besuchte die Domschule von Notre Dame. Er trat bescheiden auf, in schlichter Kleidung. Zeitgenossen sahen in ihm einen Mann der Religion. Seine junge Frau war allerdings anderes gewohnt: lebensfrohe Ritter.

Eleonores Biographie führt wie von selbst in die großen Bewegungen des hohen Mittelalters ein. Sie war von Jugend an daran beteiligt, in vorderster Front. Sie durchlitt gleichsam die Geburtswehen der Epoche, erlebte Dramen - oder setzte sie selbst in Szene, genoss den Aufbruch, nicht ohne eigenen hochgespannten Lebensanspruch. Schon zu ihren Lebzeiten rankten sich Mythen um die Königin; im letzten Jahrhundert schaffte sie es bis nach Hollywood. Jetzt legt der amerikanische Historiker Ralph V. Turner eine neue Biographie vor, um die "wirkliche" Eleonore zu zeigen. Er greift auf einen großen Fundus an Quellen zurück, die er auch umsichtig prüft. Turners Lebensgeschichte von Eleonore entwickelt sich als wohltuende Mischung aus wissenschaftlicher Genauigkeit und anschaulicher Erzählkunst.

Die Welt gab sich weniger eindeutig, nicht nur in der Liebe, auch in Philosophie und Theologie wurde an den hohen Schulen in Paris das Prinzip der Dialektik gelehrt: die Kunst des Für und Wider. Sollte etwa nur das Recht der Gemeinschaft gelten - oder auch das Recht des Individuums? Selbst die dicken Mauern der Bauwerke wurden jetzt diaphan, zweischalig, ließen mehr Licht in den Raum fließen, prismatisch gebrochen durch dünne Säulen. Den Pionierbau der gotischen Architektur errichtete Abt Suger mit dem Chor der Klosterkirche von Saint-Denis. Eleonore und ihr Mann waren bei der Einweihung dabei. Turner weist auf solche großen Ereignisse hin, wenngleich die geistig-künstlerischen Bezüge und Wechselwirkungen der Epoche noch etwas deutlicher hervortreten könnten.

Eleonores unmittelbare Lebensspur bleibt so detailreich wie möglich. Das Königspaar stellte sich an die Spitze des zweiten Kreuzzugs. Nicht wenige waren dagegen, dass Frauen mitkamen, weil man dadurch die ritterliche Zucht gefährdet sah. Doch Eleonore und einige andere hohe Damen ließen sich davon nicht abhalten. Das französische Königspaar wurde vom Kaiser in Konstantinopel prunkvoll empfangen. Aber danach kam es zur Katastrophe. Türkische Attacken rieben das christliche Heer weitgehend auf. Ludwig und Eleonore konnten sich nach Antiochia durchschlagen, wo ein Onkel von ihr über ein kleines christliches Fürstentum herrschte; und wo es lebensfroh zuging, wie ehedem am Hof von Poitiers.

Eleonore hatte dann plötzlich genug von ihrem Mann, der als ritterlicher Stratege versagte und den Geist der Troubadours nicht mochte. Auf der Rückreise über Italien versuchte der Papst in Rom, die Ehe zu retten, und befahl dem Paar, gemeinsam in einem Bett zu schlafen. Wieder daheim in Frankreich, wurde die Ehe 1152 geschieden. Die achtundzwanzigjährige Eleonore machte postwendend dem neunzehnjährigen Heinrich Plantagenet einen Heiratsantrag. Er war Graf von Anjou sowie Herzog der Normandie und hatte durch seine Mutter auch Anspruch auf die englische Thronfolge. Eleonore war bald darauf wieder Königin.

Der anglo-normannische Königshof wurde jetzt für einige Jahre zum führenden Zentrum ritterlich-höfischer Kultur in Europa. Das Königspaar regte gelehrte Kleriker und Dichter dazu an, in der englischen oder normannischen Geschichte nach Helden zu suchen und deren Leben auszumalen. Unter anderem entstand die Legende von König Artus und seiner Tafelrunde als Symbol vollendeter ritterlich-höfischer Gesinnung.

Ideal und Wirklichkeit stimmten nicht unbedingt überein. Heinrich II. von England konnte zwar galant sein, aber auch zynisch und tyrannisch. Keine Frau bei Hofe war vor dem König sicher, nicht einmal die Schwiegertochter in spe. Eleonore zog es vor, von 1168 an für sich in Poitiers zu residieren. Die Söhne planten mit Unterstützung des französischen Königs eine Revolte gegen den Vater, die Mutter ermutigte sie dabei und konspirierte mit ihrem ersten Mann. Der Aufstand scheiterte. Eleonore wurde für sechzehn Jahre unter Hausarrest gestellt.

Turner geht es darum, hinter ihrem Handeln nicht bloß zügellose Leidenschaft zu entdecken, so wie es ihr damals Chronisten vorwarfen. Unkontrolliert oder launisch erscheinen auch die Männer in ihrem Umfeld. Um fürstliche Macht durchzusetzen, bauten Heinrich und seine Erben vorzugsweise auf Terror und Gewalt. Es war eher Eleonore, die im Laufe der Zeit an politischer Reife gewann. Sie nutzte die Jahre der Zurückgezogenheit, um zu lesen und nachzudenken. Längst hatte ihr Hildegard von Bingen geschrieben, sie möge weniger flatterhaft sein und sich in stoischer Beständigkeit üben.

Trotzdem widersteht Turner der Versuchung, Leonore zu einer strahlenden Heldin aufzubauen. Er sieht in ihr nicht unbedingt die "Königin der Troubadoure" wie Régine Pernoud. Doch er zollt ihr Respekt. Als ihr Sohn Richard Löwenherz 1189 den englischen Thron bestieg, holte er die rüstige Mutter an den Hof zurück. Ein Jahr später nahm er am dritten Kreuzzug teil und übertrug Eleonore sowie zwei königlichen Beamten bis zu seiner Rückkehr die Regierung. Eleonore betrieb eine moderate Politik gegenüber den Baronen und kümmerte sich um Arme, Bauern und Bürger - ähnlich ausgewogen wie vormals die Politik von Abt Suger von Saint-Denis. Bevor sie 1204 mit achtzig Jahren starb, gab sie für sich ein Grabmal in Auftrag, das die Königin mit einem Buch in den Händen zeigt, während sie gerade die Augen schließt und nachdenkt. Welch wunderbare Geste!

ERWIN SEITZ

Ralph V. Turner: "Eleonore von Aquitanien". Königin des Mittelalters.

Aus dem Englischen von Karl-Heinz Siber. Verlag C. H. Beck, München 2012. 496 S., Abb., geb., 24,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit Vergnügen hat Rezensent Erwin Seitz Ralph V. Turners neue Biografie über "Eleonore von Aquitanien" gelesen, die mit dem Anspruch antritt, die "wirkliche" Eleonore zu zeigen. Der Kritiker erfährt etwa, weshalb die im Kindesalter geschlossene Ehe zwischen der lebensfrohen Erbtochter von Aquitanien mit dem französischen Thronfolger Ludwig VII. trotz des Befehls des Papstes, das Paar solle gemeinsam in einem Bett schlafen, scheiterte. Interessiert verfolgt Seitz auch Eleonores zweite Ehe mit dem neun Jahre jüngeren Herzog der Normandie, die sie zur Königin von England machte. Neben den informativen Einblicken in die Welt des Mittelalters schätzt der Rezensent an dieser ebenso wissenschaftlich präzisen wie unterhaltsamen Biografie insbesondere, dass Turner die mythenumwobene Königin weder "zügellos" leidenschaftlich noch als "strahlende Heldin" präsentiert, sondern vor allem auch ihre politischen Verdienste betont.

© Perlentaucher Medien GmbH