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Alle politischen Begriffe und Vorstellungen beziehen sich nach Carl Schmitt auf die politische Unterscheidung von Freund und Feind, deren letzte Konsequenz sich in Krieg oder Revolution äußere. Aber was erlaubte es dem Staat, unter Rückgriff auf die Legitimationsformel der Nation Millionen seiner Bürger in den Krieg zu schicken? Vor dem Hintergrund dieser Frage untersucht Jörn Leonhard Ursprung, Wandel und Vielfalt der aus der Erfahrung kriegerischer Gewalt hervorgegangenen nationalen Legitimationsmuster. Auf synchroner Ebene stellt er Frankreich, Deutschland, Großbritannien und die…mehr

Produktbeschreibung
Alle politischen Begriffe und Vorstellungen beziehen sich nach Carl Schmitt auf die politische Unterscheidung von Freund und Feind, deren letzte Konsequenz sich in Krieg oder Revolution äußere. Aber was erlaubte es dem Staat, unter Rückgriff auf die Legitimationsformel der Nation Millionen seiner Bürger in den Krieg zu schicken? Vor dem Hintergrund dieser Frage untersucht Jörn Leonhard Ursprung, Wandel und Vielfalt der aus der Erfahrung kriegerischer Gewalt hervorgegangenen nationalen Legitimationsmuster. Auf synchroner Ebene stellt er Frankreich, Deutschland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten in der longue durée vom Siebenjährigen Krieg bis zum Ersten Weltkrieg systematisch-vergleichend gegenüber. Das Werk wurde 2006 mit dem Werner-Hahlweg-Preis ausgezeichnet.
  • Produktdetails
  • Ordnungssysteme, Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit
  • Verlag: Oldenbourg
  • Erscheinungstermin: 6. Oktober 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 231mm x 154mm x 63mm
  • Gewicht: 1265g
  • ISBN-13: 9783486585162
  • ISBN-10: 3486585169
  • Artikelnr.: 23350706
Autorenporträt
Jörn Leonhard, geboren 1967, ist Professor für Geschichte des Romanischen Westeuropa am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Direktor der School of History des Freiburg Institute for Advanced Studies. Für seine Leistungen in der vergleichenden Geschichtswissenschaft wird er 2010 mit dem Landesforschungspreis für Grundlagenforschung des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Inhaltsangabe
1;Inhalt;6 2;Vorwort;16 3;I. Einleitung: Thema, Methoden und Horizonte;24 4;II. Krieg und Herrschaft, Krieg und Staat: Determinanten der Kriegsdeutung bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts;66 5;III. Patriotische Deutung und revolutionäre Ideologisierung des Krieges: Die erste bellizistische Umbruchsphase zwischen aufgeklärtem Kriegsdiskurs und revolutionärer Gewalterfahrung ( 1750 1815);132 6;IV. Von der ideologisierten Kriegserfahrung zur ambivalenten Restauration des agonalen Kriegsparadigmas ( 1815 1854);410 7;V. Die Entfaltung von Staaten- und Bürgerkriegen als National- und Volkskriege: Die zweite bellizistische Umbruchsphase ( 1854 1871);538 8;VI. Ausblick: Nationaler Bellizismus und bellizistischer Nationalismus Von der Erfahrungsdeutung zur Antizipation des totalen Krieges ( 1871 1914);762 9;VII. Bilanz: Die Deutung des Krieges und die Bestimmung der Nation Ursprünge und Wandlungen bellizistischer Nationsvorstellungen im europäischen und transatlantischen Vergleich;840 10;VIII. Quellen- und Literaturverzeichnis;858 11;Annotiertes Inhaltsverzeichnis;1022 12;Personenregister;1033
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ein bisschen stoisch erscheint dem Rezensenten der Autor dieser Habilitationsschrift schon. Dass der Historiker Jörn Leonhard sich bei seiner Untersuchung der nationenbildenden Macht des Krieges von pazifistischen Bewegungen wenig beeindrucken lässt und die weltpolitischen Entwicklungen zwischen 1750 und 1914 mit Tunnelblick auf die Katastrophen des 20. Jahrhunderts hin erörtet, kommt Urs Hafner seltsam vor. An seiner Achtung vor Leonhards Rechercheleistung, seiner Kenntnis und Sorgfalt bei der Feststellung der nationalen (bezüglich Frankreich, Deutschland, England, USA) Unterschiede beziehungsweise Gemeinsamkeiten unter verschiedenen Aspekten, wie Religion und Fortschritt, ändert das jedoch nichts.

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