Reflexivität und Verschiebung - Schällibaum, Urs

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Das Zwanzigste Jahrhundert kennzeichnet unter anderem ein Paradigma: Reflexivität. Philosophie ist seit jeher diejenige Praxis, die sich ihr stellt. An Theorien zu reflexiven Phänomenen fehlt es nicht, nur sind sie in Disziplinen und Sprachen zersplittert. Die verschiedenen Konzeptionen zu verbinden, das Reflektieren des Subjekts mit den Antinomien, den Akt mit der Struktur, leitet weniger ein historisches oder definitorisches Interesse, als vielmehr eine Umdeutung: was Reflexivität ursprünglich ist, ist zu interpretieren in der Arbeit des philosophischen Texts, von Platon zu Plotin; von…mehr

Produktbeschreibung
Das Zwanzigste Jahrhundert kennzeichnet unter anderem ein Paradigma: Reflexivität. Philosophie ist seit jeher diejenige Praxis, die sich ihr stellt. An Theorien zu reflexiven Phänomenen fehlt es nicht, nur sind sie in Disziplinen und Sprachen zersplittert. Die verschiedenen Konzeptionen zu verbinden, das Reflektieren des Subjekts mit den Antinomien, den Akt mit der Struktur, leitet weniger ein historisches oder definitorisches Interesse, als vielmehr eine Umdeutung: was Reflexivität ursprünglich ist, ist zu interpretieren in der Arbeit des philosophischen Texts, von Platon zu Plotin; von Spinoza, Kant, Hegel bis zu Lyotard, wo das Subjekt neu gedacht wird im antinomisch Unabschließbaren der Reflexivität. An ihr ist schließlich eine Struktur zu entdecken, die im Vergleich mit Heideggers ontologischer Differenz und Derridas différance als "Verschiebung" benennbar wird, eine Struktur, die im Text der Philosophie immer schon arbeitete, aber nie thematisiert wurde.
Autorenporträt
Urs Schällibaum, geb. 1957, studierte Philosophie und arbeitete an der Universität Zürich. Im Passagen Verlag erschien Geschlechterdifferenz und Ambivalenz (ISBN: 3-900767-88-2)
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Reflexivität, ein Kunstbegriff der philosophischen Tradition, ist längst in den alltäglichen Sprachgebrauch eingegangen und wurde geradezu zum Synonym für Denken schlechthin, erklärt der "mim." zeichnende Rezensent in seiner knappen Besprechung von Urs Schällibaums "Reflexivität und Verschiebung". Doch trotz der Prominenz des Begriffs gab es bisher "keine umfassende Untersuchung" über diesen Begriff. Schällibaums Studie, laut Rezensent "nicht nur vom Umfang her gewichtig", möchte hier Abhilfe schaffen. Schällibaum suche darin einen Sinn von Reflexivität freizulegen, wie er in philosophischen Texten immer schon am Werk sei, ohne eigens thematisiert zu werden. Wie der Rezensent ausführt, widmet sich der Autor zunächst dem Vorkommen von Reflexion und Reflexivem in der philosophischen Tradition, um dann nach "Reflexivität als Sache" zu fragen, und schließlich, in Auseinandersetzung mit Lyotards "différend", Derridas "différance" und Heideggers "ontologischer Differenz" seinen Begriff der "reflexiven Verschiebung" zu präzisieren; und zwar "als Name für einen Typus von Differenz überhaupt - Differenz als Prozess mit nur einem Relat", wie der Rezensent den Autor zitiert ohne dies allerdings näher zu erklären.

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