Entwurf der Methode (eBook, PDF) - Descartes, René
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Der 'Discours de la Méthode', 1637 anonym publiziert, gilt als das erste und wirkmächtigste Manifest des neuzeitlichen Rationalismus und wissenschaftlichen Methodenbewusstseins. Beachtenswerter noch als die von Descartes angeführten vier Regeln selbst, die er als die Grundregeln für die methodische Erlangung wahrer Erkenntnis hervorhebt, erscheint aus heutiger Sicht die autobiographische Perspektive, aus der heraus der Autor das breite Publikum dafür gewinnen will, ihm auf seinem Wege zu folgen, der ihn zu der Entdeckung einer universalen wissenschaftlichen Methode und von lediglich auf die…mehr

Produktbeschreibung
Der 'Discours de la Méthode', 1637 anonym publiziert, gilt als das erste und wirkmächtigste Manifest des neuzeitlichen Rationalismus und wissenschaftlichen Methodenbewusstseins. Beachtenswerter noch als die von Descartes angeführten vier Regeln selbst, die er als die Grundregeln für die methodische Erlangung wahrer Erkenntnis hervorhebt, erscheint aus heutiger Sicht die autobiographische Perspektive, aus der heraus der Autor das breite Publikum dafür gewinnen will, ihm auf seinem Wege zu folgen, der ihn zu der Entdeckung einer universalen wissenschaftlichen Methode und von lediglich auf die autonome Vernunft gegründeten metaphysischen Prinzipien aller Wissenschaften geführt habe. Nach der 2011 erschienenen zweisprachigen Neuausgabe des 'Discours' (PhB 624), die sich - wie beinahe alle später verbreiteten Ausgaben - auf den Kerntext der Schrift beschränkt, also den 'Entwurf der Methode seine Vernunft richtig zu leiten und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen', folgt jetzt die erste vollständige Ausgabe des Werks in deutscher Übersetzung, die auch die der Erstausgabe von 1637 angefügten drei Proben (Essais) der Anwendung dieser Methode auf Gegenstände der wissenschaftlichen Erkenntnis umfasst: die Versuche zur Dioptrik, zu den Meteoren und zur Geometrie. Das Ziel dieser Versuche ist nicht, den Lesern zu erklären, was Meteore sind oder wie Licht sich in durchsichtigen Medien verhält, sondern auf drei besonders 'kuriosen' Gebieten, die stellvertretend angeführt werden, den Nachweis zu erbringen, dass diese Methode - als universale Methode - allen anderen überlegen ist: Die neue Methode ist universal, weil sie auf alle möglichen Gegenstände unseres Wissens angewendet werden kann.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Felix Meiner Verlag
  • Seitenzahl: 500
  • Erscheinungstermin: 01.02.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783787322732
  • Artikelnr.: 37761594
Autorenporträt
René Descartes wird 1596 in der Touraine als Sohn eines Parlamentsrates geboren. Der Achtzehnjährige tritt 1604 ins jesuitische Collège Royal ein und erhält dort eine umfassende Ausbildung in Latein, Geschichte, Rhetorik, Philosophie, Physik und Mathematik. Von 1616 an reist Descartes im Dienste unterschiedlicher Feldherren quer durch Europa und nimmt an den ersten Feldzügen des Dreißigjährigen Krieges teil. Dabei ist er jedoch ständig auch mit naturwissenschaftlichen wie auch philosophischen Fragestellungen beschäftigt und nutzt die Gelegenheit, sich europaweit mit führenden Gelehrten auszutauschen. Die Emigration in die Niederlande 1628 ist auf die Auseinandersetzung mit Theologen Frankreichs zurückzuführen. Dort erscheint auch 1637 anonym die Discour de la méthode. Die Meditationes de prima philosophia (1641) entwickeln dann die im Discour nur angedeutete grundlegende Wissenschaft der Metaphysik, während die Principia Philosophiae die Zäsur setzen, die Descartes' Rang als Begründer der Philosophie der Neuzeit geltend machen. 1649 folgt Descartes einer Einladung seiner Briefpartnerin, der Königin Christina von Schweden, sie in der Philosophie zu unterrichten. Kaum angekommen, erliegt er jedoch dem rauhen Klima und stirbt 1650 an einer Lungenentzündung.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.08.2013

Wissenschaftsreformer

"Der gesunde Menschenverstand ist die am besten verteilte Sache in der Welt." Mit dieser berühmten Behauptung beginnt René Descartes' erste im Druck veröffentlichte Schrift, der "Discours de la Méthode". Die Bemerkung fällt natürlich gegen die Schulphilosophie und zielt nicht nur auf die später in den "Meditationen" ausgebaute Fiktion, alle Traditionsbestände einklammern zu können, um den Boden für eine neue "universelle Wissenschaft" zu gewinnen. Sie verweist gleichzeitig auf Descartes' Überzeugung, dass diese Wissenschaft auf eine Erklärung der Welt führen muss, die auch ohne Vertiefung in die Mathematik zu verstehen ist, selbst wenn Letztere ein zentrale Rolle spielt. Womit man schon vor den Fragen steht: Welche Rolle eigentlich genau? Und wie verhält sich die später veröffentlichte metaphysische Grundlegung eigentlich zu ihr und zur cartesischen Physik? Es sind Fragen, bei deren Verfolgung auf dem Terrain der Literatur über Descartes sich die Rede von einer "cartesischen Klarheit" schnell als Sottise zu erkennen gibt und die Neigung, Descartes vor allem als Urheber einer aparten Metaphysik vorzustellen, als bequemer Ausweg erscheint. Die nun vorliegende erste deutsche Gesamtausgabe des "Discours" samt den - an Umfang weit stärkeren - Abhandlungen über die Dioptrik, die Meteore und die Geometrie setzt einen Akzent gegen eine solche selektive Lektüre Descartes'. Überdies hat Christian Wohlers seiner Übersetzung eine exzellente Einführung vorangestellt, mit der man sich manche Umwege auf dem tiefen Gelände der Descartes-Literatur erspart. (René Descartes: "Entwurf der Methode". Mit der Dioptrik, den Meteoren und der Geometrie. Übersetzt und hrsg. von Christian Wohlers. Felix Meiner Verlag, Hamburg 2013. 473 S., geb., 68,- [Euro].)

hmay

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 30.08.2013

Ich plus Welt
Descartes’ „Entwurf der Methode“
endlich in vollständiger Fassung
René Descartes’ „Discours de la Méthode“, der 1637 anonym im holländischen Leiden erschien, wurde philosophiegeschichtlich wegweisend als Gründungstext einer Metaphysik des Ich, das gegen alle denkbaren Zweifel klar und deutlich erkannte: „Ich denke, also bin ich.“ Diese reflexive Selbstgewissheit nimmt im Ganzen des „Discours“ allerdings nur einen minimalen Platz ein. Er befindet sich im vierten Abschnitt des philosophischen Vorworts, in dem Descartes methodisch demonstrieren wollte, wie man die Wahrheit in den Wissenschaften suchen und finden kann.
  Denn das ganze Werk besteht aus zwei Teilen. Es beginnt mit dem einleitenden „Discours“ im engeren Sinne, den Descartes nicht als eigenständige Abhandlung verstand, sondern bloß als eine Art von Vorwort, Anleitung oder Entwurf. Ihm folgen die drei wesentlich umfangreicheren Hauptteile der „Dioptrique“, den „Météores“ und der „Géométrie“, in denen Descartes seine wissenschaftlichen Erkenntnisse über das menschliche Sehvermögen, die meteorologischen Himmelsphänomene und die geometrischen Konstruktionsregeln darstellte.
  Bald vier Jahrhunderte lang gab es keine deutsche Ausgabe von Descartes’ philosophischem Entwurf der Methode und ihren wissenschaftlichen Anwendungen. Mit unterschiedlicher Wertschätzung nahm man sie getrennt zur Kenntnis: Die voraus gesetzte Idee des Ich wurde traditionsbildend; dagegen wurden die drei weltbezogenen Erklärungsmodelle zunehmend als spekulative Fiktionen abgewertet. Jetzt endlich liegt die erste deutsche Gesamtausgabe des „Discours“ mit der Dioptrik, den Meteoren und der Geometrie vor.
  Übersetzt, eingeleitet und kommentiert hat sie Christian Wohlers, der sich schon seit einigen Jahren durch stilistisch elegante und sachlich genaue Neuübersetzungen von Descartes’ Werken als einer der besten Kenner des französischen Philosophen ausgewiesen hat. Bemerkenswert ist dabei besonders die Übersetzungsmaxime, der Wohlers gefolgt ist. Er hat versucht, „durch eine einheitliche Terminologie die Verzahnung von Metaphysik, Physik und Mathematik deutlich werden zu lassen“, in der die große metaphysische Ich-Idee nur eine kleine Rolle spielt. So hat er endlich zusammengebracht, was von Anfang an zusammengehörte.
MANFRED GEIER
René Descartes: Entwurf der Methode. Mit der Dioptrik, den Meteoren und der Geometrie. Aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben von Christian Wohlers. Felix Meiner Verlag, Hamburg 2013. 476 Seiten, 68 Euro.
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