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Die ökonomische Denkweise verstehen - nichts leichter als das!Auf eindrucksvolle Art und Weise stellt der Autor das theoretische Instrumentarium der Volkswirtschaftslehre verständlich und beispielhaft dar, ohne sich dabei in komplexen mathematischen Verfahren zu verlieren.Der Autor setzt keinerlei Vorkenntnisse voraus. Und doch versetzt er den Leser Schritt für Schritt in die Lage, aktuelle wirtschaftliche Fragen zu analysieren, zu erklären und letztendlich auch zu lösen. Im Fokus stehen dabei die Mikroökonomik, die Wirtschaftspolitik und die Neue politische Ökonomie (NPÖ).Dieses Buch ist der…mehr

Produktbeschreibung
Die ökonomische Denkweise verstehen - nichts leichter als das!Auf eindrucksvolle Art und Weise stellt der Autor das theoretische Instrumentarium der Volkswirtschaftslehre verständlich und beispielhaft dar, ohne sich dabei in komplexen mathematischen Verfahren zu verlieren.Der Autor setzt keinerlei Vorkenntnisse voraus. Und doch versetzt er den Leser Schritt für Schritt in die Lage, aktuelle wirtschaftliche Fragen zu analysieren, zu erklären und letztendlich auch zu lösen. Im Fokus stehen dabei die Mikroökonomik, die Wirtschaftspolitik und die Neue politische Ökonomie (NPÖ).Dieses Buch ist der ideale Einstieg in die Volkswirtschaftslehre für Studierende der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie angrenzender Studiengänge.
  • Produktdetails
  • UTB Uni-Taschenbücher Bd.2742
  • Verlag: Utb; Uvk Lucius
  • Artikelnr. des Verlages: UTB2742
  • 5., überarb. Aufl.
  • Seitenzahl: 292
  • Erscheinungstermin: 9. Mai 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 149mm x 20mm
  • Gewicht: 456g
  • ISBN-13: 9783825246570
  • ISBN-10: 3825246574
  • Artikelnr.: 44843955
Autorenporträt
Dr. Steffen J. Roth ist Geschäftsführer am Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln.
Inhaltsangabe
Vorbemerkung und VorgehensweiseVIIVorwort zur fünften AuflageXIAbbildungs- und TabellenverzeichnisXXII. Volkswirtschaftliche Grundgedanken11. Methodologischer Individualismus12. Konsumentensouveränität33. Nutzenmaximierung und rationales Verhalten54. Knappheit und Opportunitätskosten85. Marginalbetrachtung126. Tausch und Handel, Spezialisierung und Arbeitsteilung147. Komparative Vorteile und relative Preise168. Pareto-Kriterium, allokative Effizienz und Prozessbetrachtung20II. Die Theorie der Haushalte 271. Vorbemerkung: Wozu diese Modell-Technik? 272. Haushalte suchen nach dem Besten, was sie sich leisten können283. Die Budgetbeschränkung und die Budgetgerade 293.1. Zusammengesetzes Gut 343.2. Veränderungen der Parameter Einkommen und Preise 353.3. Zur Interpretation der Steigung von Budgetgeraden 364. Die Präferenzen 385. Die Indifferenzkurven 445.1. Verschiedene Formen von Indifferenzkurven 455.2. Zur Interpretation der Steigung von Indifferenzkurven 546. Die optimale Nachfrageentscheidung 557. Veränderungen der Parameter der individuellen Nachfrage 617.1. Änderung der Nachfrage bei Einkommensänderung 617.1.1. Normale Güter 637.1.2. Superiore Güter 637.1.3. Inferiore Güter 647.2. Änderung der Nachfrage bei Preisänderung 657.3. Substitutions- und Einkommenseffekt 677.3.1. Der Substitutionseffekt 687.3.2. Der Einkommenseffekt 717.3.3. Der Gesamteffekt 737.3.4. Ein Zahlenbeispiel 748. Von der individuellen Nachfrage zur Marktnachfrage 769. Das individuelle Arbeitsangebot der Haushalte 789.1. Die individuelle Arbeitsangebotskurve 819.1.1. Ein zusätzlicher Einkommenseffekt 819.1.2. Die inverse Arbeitsangebotskurve 8310. Das aggregierte Gesamtangebot auf dem Arbeitsmarkt 85III. Die Theorie der Unternehmen 871. Die Produktionstechnik 871.1. Das Durchschnittsprodukt 891.2. Das Grenzprodukt 901.3. Die Produktionsfunktion 912. Die Kosten 932.1. Die Fixkosten, die variablen Kosten und die totalen Kosten932.2. Die Durchschnittskosten 942.3. Die Grenzkosten 962.4. Das Verhältnis der Grenzkosten- und der Durchschnittskostenkurve973. Das Angebot einer Firma im Polypol 993.1. Gewinnmaximierung des Konkurrenzunternehmens 1003.1.1. Wahl der optimalen Produktionstechnologie 1003.1.2. Die Wahl der optimalen Produktionsmenge 1024. Die langfristige Angebotskurve eines polypolistischen Unternehmens1035. Vom individuellen Angebot polypolistischer Unternehmer zum Marktangebot105IV. Das Marktgleichgewicht 1071. Das Angebot im langfristigen Marktgleichgewicht 1101.1. Die Gleichgewichtsmenge 1111.2. Der Gleichgewichtspreis 1131.3. Machen Unternehmen nicht doch Gewinne? 1152. Der schmerzhafte Weg zum markträumenden Gleichgewicht 1162.1. Beispiel zum Ausschluss einzelner Nachfrager vom Konsum1172.2. Beispiel zum Ausschluss einzelner Anbieter vom Markt1192.3. Freie Preise dienen als volkswirtschaftlich wünschenswertes Steuerungssystem1213. Die Wohlfahrtswirkung von Märkten I: Edgeworthbox 1243.1. Die pareto-effiziente Güterallokation in der Edgeworthbox1273.2. Pareto-effiziente Allokation und markträumendes Gleichgewicht1284. Die Wohlfahrtswirkung von Märkten II: Rentenbetrachtung 1304.1. Konsumenten- und Produzentenrente 1304.2. Der Soziale Überschuss 1345. Hauptsätze der Wohlfahrtsökonomik 137V. Der Weihnachtsmann und die Idee der Planwirtschaft 1411. Der wohlmeinende Diktator 1412. Vorteile und Schwächen des Marktsystems 1423. Planwirtschaft als überlegene Alternative zum freien Markt? 144VI. Der Markt regelt doch nicht alles: Die Marktversagenstheorie1491. Marktversagen begründet nicht zwangsläufig Staatseingriffe 1512. Das Gefangenendilemma 1523. Öffentliche Güter 1553.1. Theoretisch effiziente Bereitstellung öffentlicher Güter 1573.2. Das Freerider-Problem 1603.3. Staatlicher Eingriff zur Bereitstellung öffentlicher Güter?1624. Externe Effekte (Externalitäten) 1634.1. Positive und

I. Volkswirtschaftliche Grundgedanken

1. Methodologischer Individualismus
2. Konsumentensouveränität
3. Nutzenmaximierung und rationales Verhalten
4. Knappheit und Opportunitätskosten
5. Marginalbetrachtung
6. Tausch und Handel, Spezialisierung und Arbeitsteilung
7. Komparative Vorteile
8. Pareto-Kriterium, allokative Effizienz und Prozessbetrachtung

II. Die Theorie der Haushalte

1. Vorbemerkung: Wozu diese Modell-Technik?
2. Haushalte suchen nach dem Besten, was sie sich leisten können
3. Die Budgetbeschränkung und die Budgetgerade
3.1. Zusammengesetztes Gut
3.2. Veränderungen der Parameter Einkommen und Preise
3.3. Zur Interpretation der Steigung von Budgetgeraden
4. Die Präferenzen
5. Die Indifferenzkurven
5.1. Verschiedene Formen von Indifferenzkurven
5.2. Zur Interpretation der Steigung von Indifferenzkurven
6. Die optimale Nachfrageentscheidung
7. Veränderungen der Parameter der individuellen Nachfrage
7.1. Änderung der Nachfrage bei Einkommensänderung
7.1.1. Normale Güter
7.1.2. Superiore Güter
7.1.3. Inferiore Güter
7.2. Änderung der Nachfrage bei Preisänderung
7.3. Substitutions- und Einkommenseffekt
7.3.1. Der Substitutionseffekt
7.3.2. Der Einkommenseffekt
7.3.3. Der Gesamteffekt
7.3.4. Ein Zahlenbeispiel
8. Von der individuellen Nachfrage zur Marktnachfrage
9. Das individuelle Arbeitsangebot der Haushalte
9.1. Die individuelle Arbeitsangebotskurve
9.1.1. Ein zusätzlicher Einkommenseffekt
9.1.2. Die inverse Arbeitsangebotskurve
10. Das aggregierte Gesamtangebot auf dem Arbeitsmarkt

III. Die Theorie der Unternehmen

1. Die Produktionstechnik
1.1. Das Durchschnittsprodukt
1.2. Das Grenzprodukt
1.3. Die Produktionsfunktion
2. Die Kosten
2.1. Die Fixkosten, die variablen Kosten und die totalen Kosten
2.2. Die Durchschnittskosten
2.3. Die Grenzkosten
2.4. Das Verhältnis der Grenzkosten- und der Durchschnittskostenkurve
3. Das Angebot einer Firma im Polypol
3.1. Gewinnmaximierung des Konkurrenzunternehmers
3.1.1. Wahl der optimalen Produktionstechnologie
3.1.2. Die Wahl der optimalen Produktionsmenge
4. Die langfristige Angebotskurve eines polypolistischen Unternehmens
5. Vom individuellen Angebot polypolistischer Unternehmer zum Marktangebot

IV. Das Marktgleichgewicht

1. Das Angebot im langfristigen Marktgleichgewicht
1.1. Die Gleichgewichtsmenge
1.2. Der Gleichgewichtspreis
1.3. Machen Unternehmen nicht doch Gewinne?
2. Der schmerzhafte Weg zum markträumenden Gleichgewicht
2.1. Beispiel zum Ausschluss einzelner Nachfrager vom Konsum
2.2. Beispiel zum Ausschluss einzelner Anbieter vom Markt
2.3. Freie Preise dienen als volkswirtschaftlich wünschenswertes Steuerungssystem
3. Die Wohlfahrtswirkung von Märkten I: Edgeworthbox
3.1. Die pareto-effiziente Güterallokation in der Edgeworthbox
3.2. Pareto-effiziente Allokation und markträumendes Gleichgewicht
4. Die Wohlfahrtswirkung von Märkten II: Rentenbetrachtung
4.1. Konsumenten- und Produzentenrente
4.2. Der Soziale Überschuss
5. Hauptsätze der Wohlfahrtsökonomik

V. Der Weihnachtsmann und die Idee der Planwirtschaft

1. Der wohlmeinende Diktator
2. Vorteile und Schwächen des Marktsystems
3. Planwirtschaft als überlegene Alternative zum freien Markt?

VI. Der Markt regelt doch nicht alles: Die Marktversagenstheorie

1. Marktversagen begründet nicht zwangsläufig Staatseingriffe
2. Das Gefangenendilemma
3. Öffentliche Güter
3.1. Theoretisch effiziente Bereitstellung öffentlicher Güter
3.2. Das Freerider-Problem
3.3. Staatlicher Eingriff zur Bereitstellung öffentlicher Güter?
4. Externe Effekte (Externalitäten)
4.1. Positive und negative externe Effekte
4.1.1. Ein Beispiel zu Konsumexternalitäten
4.1.2. Ein Beispiel zu Produktionsexternalitäten
4.2. Theoretisch effiziente Bereitstellung bei Vorliegen externer Effekte
4.2.1. Die Verhandlungslösung
4.2.2. Die Pigou-Steuer
4.3. Annäherungen an effiziente Lösungen in der Praxis
4.3.1. Die Ökosteuer nach dem Standard-Preis-Ansatz
4.3.2. Die Lösung durch Zertifikate
4.4. Staatlicher Eingriff zur Internalisierung externer Effekte?
5. Natürliches Monopol
5.1. Ineffizienz bei Vorliegen einer Monopolstellung
5.1.1. Dynamische Ineffizienz: Wohlfahrtsverluste auf Grund mangelnder Innovationen
5.1.2. Statische Ineffizienz: Wohlfahrtsverluste auf Grund von Mengeneinschränkungen
5.2. Vorübergehende oder staatlich geschützte Monopole sind kein Marktversagen
5.3. Das Marktversagen beim natürlichen Monopol
5.3.1. Die Eigenschaften natürlicher Monopole
5.3.2. Die Stabilität des natürlichen Monopols
5.4. Staatlicher Eingriff zur Regulierung natürlicher Monopole?
6. Asymmetrische Information
6.1. Adverse Selektion
6.1.1. Das Beispiel des Gebrauchtwagen-Marktes
6.1.2. Das Beispiel der Versicherung
6.2. Moral hazard
6.2.1. Das Beispiel der Versicherung
6.3. Der Zusammenhang asymmetrischer Information und externer Effekte
6.4. Staatlicher Eingriff bei Vorliegen asymmetrischer Information?
6.5. Private Möglichkeiten, das Marktversagen bei asymmetrischer Information teilweise
zu heilen
6.5.1. Signaling
6.5.2. Screening

VII. Verteilungspolitik und Meritorik

1. Verteilungspolitische Eingriffe
1.1. Gerechtigkeitsvorstellungen
1.2. Umverteilung kann effizient sein: Soziale Mindestsicherung
1.2.1. Das Versicherungsmotiv
1.2.2. Die Internalisierung von Armutsexternalitäten
1.3. Anforderungen an eine effiziente Umverteilung
1.4. Umverteilung durch Markteingriffe ist ineffizient
1.4.1. Unwiederbringliche Wohlfahrtsverluste bei Abweichung vom Gleichgewicht
1.4.2. 'Transfer in cash' versus 'transfer in kind'
1.5. Obergrenze wünschenswerter Umverteilungspolitik
2. Meritorische Eingriffe

VIII. Politik als alternativer Allokationsmechanismus

1. Einstimmigkeit in Abstimmungsprozessen
2. Delegation von politischen Entscheidungen
2.1. Doppeltes Prinzipal-Agent-Problem
2.2. Das Prinzipal-Agent-Problem zwischen Wählern und Politikern
2.2.1. Die Orientierung am Median-Wähler
2.2.2. Das Wahlparadoxon und die rationale Ignoranz der Wähler
2.3. Bürokraten als Agenten der Politiker
3. Die Rolle plakativer Vereinfachungen
4. Medien und Interessengruppen
5. Das Primat der Politik?

IX. Epilog: Ökonomische Politikberatung

1. Zum Frustrationspotenzial wirtschaftspolitischer Beratung
2. Politischer Diskurs als Dialog
3. Empfiehlt sich eine größere Konzentration auf die Durchsetzbarkeit von Vorschlägen?
4. Wirtschaftswissenschaftliche Politikberatung ist nicht gleichzusetzen mit Wirtschaftspolitik
Rezensionen
Aus: Studium - Buchmagazin für Studierende Ausgabe 89 - Wintersemester 2011/12
[...] Durch die auch grafisch gelungene Aufbereitung bei gleichzeitigem Verzicht auf komplizierte mathematische Formeln ist der Stoff leicht nachvollziehbar, sodass man sich gleich zu Beginn des Studiums ein solides Wissensfundament zulegen kann. [...]

Aus: ZEIT Studienführer 2011/2012 zur 2. Auflage
Anschauliche und gut verständliche Einführung in die theoretischen Grundlagen des Faches.

Aus: WISU- DAS WIRTSCHAFTSSTUDIUM, 01.03.2007
[...] Leicht verständliche Beispiele und die vielen Bezüge zur Politik beweisen: Theorie muss keinesfalls grau sein, sondern lässt sich auch bunt und sogar amüsant und provokant präsentieren. [...]

Aus: EX LIBRIS, WS 06/07 - Heft Nr.91
Diese Einführung richtet sich bewusst an Studierende, die sich mit dem Gebiet der VWL erstmalig auseinandersetzen und sich dabei keine größeren Verständnisprobleme erhoffen. Der angestrebte Leserkreis betrifft also vor allem Studenten mit VWL im Nebenfach oder z.B. die Einsteiger in den neu entstehenden Bachelor-Studiengängen. [...]

Aus: Studium - WS 2011/12
[...] Sehr dicht und dennoch leicht verständlich ist diese Einführung in das ökonomische Denken, die mikroökonomische und wirtschaftspolitische Aspekte miteinander verzahnt. [...]

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 22.01.2007

Ökonomisches Einmaleins
Steffen Roth über wohlmeinende Diktatoren und andere Illusionen

Die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre als wissenschaftlicher Disziplin sind für den Einsteiger nicht leicht zu verstehen. Das fängt schon damit an, dass Ökonomen - wie alle Spezialisten - eigene Begrifflichkeiten verwenden. Bei den Volkswirten handelt es sich dabei um Wörter wie zum Beispiel "Opportunitätskosten" (der Nutzen, den eine nicht gewählte Alternative gestiftet hätte) oder "Grenznutzen" (der Nutzen, der von einer zusätzlichen Einheit eines konsumierten Gutes ausginge). Weiterhin trägt dazu bei, dass Ökonomen üblicherweise anhand von Modellen und unter Zuhilfenahme von speziellen Annahmen argumentieren. Das ist für den Neuling nicht nur ungewohnt, sondern es verlangt auch ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen. Die große Herausforderung für einen Einführungstext in die Volkswirtschaftslehre besteht also darin, die Grundlagen des Faches einerseits verständlich darzustellen, aber andererseits auch immer noch ein gewisses wissenschaftliches Niveau zu wahren.

Steffen Roth meistert diese Herausforderung auf gelungene Art und Weise. Er geht sehr systematisch vor, indem er zunächst einige unverzichtbare Grundlagen erläutert. An den Anfang stellt er den methodologischen Individualismus als das "grundsätzlichste Werturteil" der Ökonomik. Das bedeutet zum einen, dass der Wert eines Gutes einzig nach dem Nutzen zu bewerten ist, den es für die konsumierenden Individuen hat. Zum anderen folgt daraus die Verpflichtung, alle ökonomischen Phänomene - auch solche auf der gesellschaftlichen Ebene - theoretisch ausschließlich auf individuelle Handlungen zurückzuführen. Ausgeschlossen ist damit die Vorstellung von kollektiv-organischen Entscheidungen oder Handlungen zum Beispiel von Personengruppen oder von Unternehmen. Ein weiteres Grundkonzept, das damit in engem Zusammenhang steht, ist das "Pareto-Kriterium" als wichtigster normativer Beurteilungsmaßstab der Ökonomie. Demnach können wirtschaftspolitische Maßnahmen nur dann als insgesamt wohlfahrtsfördernd gelten, wenn sie den Nutzen mindestens einer Person erhöhen, ohne den Nutzen einer anderen Person zu verringern.

In den Kapiteln II bis IV behandelt Roth dann die Grundzüge der mikroökonomischen Theorie, das heißt die Haushalts- und Unternehmenstheorie sowie die Theorie des Marktgleichgewichts. Besonders gelungen ist die Darstellung des "schmerzhaften Weges" zum Gleichgewicht. Schließlich führt die Verknappung eines Gutes zu einer Preissteigerung, so dass einige weniger zahlungsbereite Nachfrager auf den Konsum des betreffenden Gutes verzichten müssen. Von der anschließenden Analyse der Wohlfahrtseffekte von Märkten leitet Roth geschickt zu einer vergleichenden Betrachtung von Markt- und Planwirtschaft in Kapitel V über. Hier ist die Illustration der Figur des wohlmeinenden Diktators mit Hilfe des Weihnachtsmanns sehr gelungen: Beide gelten als selbstlos und allwissend - und damit sind beide Figuren vollkommen realitätsfern. Daraus leitet sich wiederum große Skepsis bezüglich der Funktionsfähigkeit einer zentral geplanten Volkswirtschaft ab.

Die Kapitel VI bis IX führen dann in die Grundlagen der (Theorie der) Wirtschaftspolitik ein. Im einzelnen stellt Roth die Marktversagenstheorie dar, die Verteilungstheorie und "Meritorik" (eine Theorie der Staatseingriffe zur Korrektur verzerrter Präferenzen) sowie die ökonomische Analyse von Politik und Politikberatung. Ein kommentiertes Literaturverzeichnis mit weiterführenden Texten zu den einzelnen Kapiteln und ein ausführliches Schlagwortregister runden den Band ab. Insgesamt gelingt es Roth gut, das "kleine Einmaleins" der Volkswirtschaftslehre für einen Einsteiger verständlich darzustellen. Dazu tragen entscheidend die vielen anschaulichen Beispiele und die klaren Formulierungen bei. Zudem verzichtet Roth auf mathematische Formeln und setzt anstelle dessen ganz auf leichtverständliche grafische Darstellungen.

ARNDT CHRISTIANSEN.

Steffen J. Roth: VWL für Einsteiger. Verlag Lucius & Lucius (UTB), Stuttgart 2006, 277 Seiten, 18,90 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Recht gelungen scheint Arndt Christiansen diese Einführung in die Volkswirtschaftslehre von Steffen J. Roth. Er attestiert dem Autor, die Grundlagen des Fachs - von den Grundzügen der mikroökonomischen Theorie und der Theorie des Marktgleichgewichts über eine vergleichende Betrachtung von Markt- und Planwirtschaft bis zu den Grundlagen der Wirtschaftspolitik - systematisch darzustellen. Trotz ihres wissenschaftlichen Niveaus beurteilt Christiansen die Darstellung dank zahlreicher anschaulichen Beispiele und klarer Formulierungen auch für Einsteiger als gut verständlich. Lobend äußert er sich zudem über das Literaturverzeichnis mit und das ausführliches Register.

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