Beatsteaks Deluxe Box Set - Beatsteaks
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Produktdetails
Trackliste
LPCD 1
1A real paradise00:02:09
2DNA00:02:05
3Be smart and breathe00:02:48
4Make a wish00:03:43
5Everything went black00:03:03
6Up on the roof00:02:50
7Pass the message00:03:43
8Gentleman of the year00:04:08
9Wicked witch00:02:30
10Creep magnet00:02:52
11I never was00:02:45
LPCD 2
1A real paradise (Instrumental)00:02:08
2DNA (Instrumental)00:02:05
3Be smart and breathe (Instrumental)00:02:47
4Make a wish (Instrumental)00:03:41
5Everything went black (Instrumental)00:03:03
6Up on the roof (Instrumental)00:02:48
7Pass the message (Instrumental)00:03:41
8Gentleman of the year (Instrumental)00:04:08
9Wicked witch (Instrumental)00:02:30
10Creep magnet (Instrumental)00:02:43
11I never was (Instrumental)00:02:45
12A real paradise (A Cappella)00:02:05
13DNA (A Cappella)00:01:42
14Be smart and breathe (A Cappella)00:02:42
15Make a wish (A Cappella)00:03:03
16Everything went black (A Cappella)00:02:58
17Up on the roof (An Cappella)00:02:18
18Pass the message (A Cappella)00:03:15
19Gentleman of the year (A Cappella)00:03:23
20Wicked witch (A Cappella)00:02:09
Weitere 2 Tracks anzeigen
LPCD 3
1Drum soundcheck (Schaltraum Studio)00:03:30
2A real paradise (Bass / Schlagzeugprobe)00:01:16
3DNA (Demo)00:01:03
4Be smart and breathe (Demo)00:02:03
5Make a wish (Proberaum Demo)00:03:13
6Everything went black (Proberaum Demo)00:04:48
7Up on the roof (Arnims Küchen Demo)00:02:37
8Pass the message (Proberaum Demo)00:02:11
9Gentleman of the year (Arnims Handy Demo)00:01:49
10Creep magnet (Proberaum Demo)00:02:55
11I never was (Peters Home Demo)00:02:16
12Keine Titelinformation (Hidden Track)00:02:54
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 04.08.2014

Spiel's noch einmal, Arnim Teutoburg-Weiß
Wer klug ist, der atmet: Die Beatsteaks machen Fortschritte beim Boogie

Ist das noch Punk-Rock? Diese hochphilosophische, oft essentielle Frage stellten sich nicht nur Die Ärzte vor gut zwei Jahren auf ihrem Album "auch". Nach "Boombox", dem letzten Studioalbum der Beatsteaks, mussten sich auch deren Anhänger langsam damit auseinandersetzen, wohin die musikalische Reise der Gruppe um den Chefcharismatiker Arnim Teutoburg-Weiß denn nun gehen könnte. "We're stealing it from different planets and we put it on a boombox" - so hieß und klang es damals gleichermaßen. Um die Schwere der Lage etwas zu relativieren: Punk ist man selbstverständlich im Kopf; innerlich waren die fünf Berliner eigentlich immer anarchische Quatschköpfe.

Drei Jahre hat es gedauert, zwei Singles haben die Wartezeit verkürzt oder, je nach Empfinden, ins scheinbar Unendliche gestreckt. Nun liegt der selbstbetitelte Nachfolger vor. Und siehe da, "DNA" und "Gentleman of the Year", der sommerlich-kurze Gute-Laune-Rocker und die entspannte Paul-Kalkbrenner-Verarbeitung, könnten jetzt beinahe exemplarisch für die Beatsteaks stehen.

Auf der einen Seite gibt es die Garagenrock-Nummer "A Real Paradise", wenige Akkorde, ein süffisantes "Good Morning", in knappen zwei Minuten ist alles gesagt. Oder "Be Smart And Breathe", eine lässig angedeutete Verbeugung vor The Clash. Die poppigeren und freieren Beatsteaks klingen hingegen in Songs wie "Pass The Message" und "Make A Wish" an. Die Einflüsse aus Reggae und Ska, auf "Boombox" noch allgegenwärtig, sind auch wieder da. "So long, so long, so long", zitiert man fröhlich die Donots und Frank Turner. Vor dem inneren Auge holt sich Teutoburg-Weiß wieder einen weiblichen Festivalgast zum Tanzen auf die Bühne, während die rote Sonne hinter dem Bungee-Turm am Horizont versinkt. Natürlich haben die Beatsteaks sich verändert. Sie sind größer und bekannter geworden und klingen heute anders als 1995. Da sie aber eine erfrischend unbeschwerte Band sind, der man den Spaß an ihrer Musik anhört und -sieht, findet sich bis heute kein Totalausfall in ihrer Diskographie. Die neuen Songs klingen sogar frischer und vielfältiger als zuletzt, an den richtigen Stellen werden die richtigen Ideen eingeworfen. Da wären zum Beispiel das grandiose Sample und die "Jack and Diane"-Gedächtnisgitarre in "Creep Magnet" oder der Horrorpunk-Einschub in "Everything Went Black". Sogar an die Queens of the Stone Age fühlt man sich dank pumpendem Bass und Falsettgesang in "Up on the Roof" erinnert. Auch die obligatorische obskure Nostalgiekeule ist mit "Wicked Witch" wieder dabei. Als müssten sie uns noch irgendetwas beweisen.

Nach kurzweiligen dreißig Minuten heißt es "Good Night" von Arnim und dem Rest der Bande. Aber länger war das Ramones-Debüt damals ja auch nicht. Ihre wahre Macht stellen die Beatsteaks ohnehin live unter Beweis - und da selten unter eineinhalb Stunden. Bis dahin bleibt nur der Replay-Button: "Good Morning . . .".

TOBIAS KREUTZER.

Beatsteaks: Beatsteaks. Warner 5281523

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