Die Sonette / The Sonnets - Shakespeare, William
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Eine Gesamtausgabe der berühmten Sonettsammlung, worin dem Originaltext jeweils eine möglichst treffende deutsche Version gegenübergestellt ist. Auf diese Weise wird zugleich ein Überblick über 200 Jahre deutscher Übersetzung von Shakespeares Sonetten vermittelt.

Produktbeschreibung
Eine Gesamtausgabe der berühmten Sonettsammlung, worin dem Originaltext jeweils eine möglichst treffende deutsche Version gegenübergestellt ist. Auf diese Weise wird zugleich ein Überblick über 200 Jahre deutscher Übersetzung von Shakespeares Sonetten vermittelt.
  • Produktdetails
  • Reclams Universal-Bibliothek 9729
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • 1986.
  • Seitenzahl: 237
  • Erscheinungstermin: Januar 1974
  • Deutsch, Englisch
  • Abmessung: 147mm x 98mm x 16mm
  • Gewicht: 106g
  • ISBN-13: 9783150097298
  • ISBN-10: 3150097290
  • Artikelnr.: 00851184
Autorenporträt
Shakespeare, WilliamWilliam Shakespeares Werke liegen in zahllosen Ausgaben mit vielen Abweichungen und Modernisierungen vor. Diese Auageb zeichnet sich durch einen deutschsprachige Kommentierung aus. Die mehr als 150 Jahre alte Kommentierung des Nicolaus Delius wurde ergänzt und erweitert und fortgeführt ins 21. Jahrhundert.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 01.04.2009

Liebe zur Endsilbe

Die Anzahl deutscher Übersetzungen muss im Jubiläumsjahr der Erstpublikation längst die Anzahl der Sonette übersteigen, die William Shakespeare je verfasste. 154 Beispiele Shakespearescher Sonettkunst waren es, die der Verleger Thomas Thorpe in London vor vierhundert Jahren in einer Quartausgabe herausbrachte. Lange standen sie im Schatten der ungleich prominenteren Bühnenwerke. Erst mit dem Interesse der Romantiker an biographischen Lesarten stießen sie auf öffentliche Resonanz, die sich im Verlauf des neunzehnten Jahrhunderts bald mit moralischer Entrüstung und Verlegenheit verband, da viele der Sonette allzu klar homoerotische Verstrickungen des Autors auszusprechen scheinen. Den deutschen Dichtern aber waren sie da schon zum Lieblingsobjekt ihrer Obsession geworden, sich den englischen Barden durch Übersetzung gänzlich anzueignen. Auch wenn es in späteren Zeiten Shakespeares Fremdheit sein mochte, die faszinierte, die deutsche Anstrengung zur Nach- und Neu- und Umdichtung seiner Sonette ist nie abgerissen und kann als Selbstausweis eigener Sprachkunst gelten. Jetzt also macht sich der Lyriker Jan Weinert daran. Er setzt auf "Klangzauber" wie auf "Humor" und will vor allem den Effekt der endsilbenbetonten Verse wiedergeben. Doch was im Geleitwort derart klangvoll annonciert wird, wirkt doch bei der Lektüre zumeist flach und in der Wortwahl wie der Syntax unbeholfen: "Die Liebe dir bestärkts, verstehst du dies, / Du liebst doch mehr, was bald dich schon verließ." Wer das versteht, liebt seinen Shakespeare ganz bestimmt; alle anderen verlassen sich besser auf stärkere Übersetzer. (William Shakespeare: "Sonette". Nachdichtung von Jan Weinert. Zweisprachige Ausgabe. Erata Literaturverlag, Leipzig 2009. 165 S., br., 16,95 [Euro]; geb., 26,95 [Euro].) todö

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