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Der Luftkrieg an der "Heimatfront" gehörte für weite Teile der deutschen Bevölkerung zur zentralen Erfahrung des Zweiten Weltkrieges und prägte den Alltag des NS-Staates entscheidend mit - spätestens zu dem Zeitpunkt, als Hitlers rassistischer Expansionskrieg auf das Territorium des Deutschen Reiches zurückschlug. Diesseits und jenseits des Atlantiks mobilisierte der Luftkrieg alle verfügbaren Ressourcen; er verband auf eine bis dahin ungekannte Weise wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Modernität, gesellschaftliche Disziplinierung und staatliche Organisationsfähigkeit und war…mehr

Produktbeschreibung
Der Luftkrieg an der "Heimatfront" gehörte für weite Teile der deutschen Bevölkerung zur zentralen Erfahrung des Zweiten Weltkrieges und prägte den Alltag des NS-Staates entscheidend mit - spätestens zu dem Zeitpunkt, als Hitlers rassistischer Expansionskrieg auf das Territorium des Deutschen Reiches zurückschlug. Diesseits und jenseits des Atlantiks mobilisierte der Luftkrieg alle verfügbaren Ressourcen; er verband auf eine bis dahin ungekannte Weise wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Modernität, gesellschaftliche Disziplinierung und staatliche Organisationsfähigkeit und war damit zugleich Ausdruck und Ergebnis industrieller Kriegführung moderner Gesellschaften im 20. Jahrhundert. Die Beiträge der zumeist jüngeren Autoren untersuchen neue Aspekte des Luftkrieges für eine Gesellschaftsgeschichte des Zweiten Weltkrieges und gehen der Frage nach, welche Formen und Konjunkturen von Erinnerung es an den Luftkrieg nach 1945 gab.
  • Produktdetails
  • Zeitgeschichte im Gespräch Bd.1
  • Verlag: Oldenbourg
  • Seitenzahl: 152
  • Erscheinungstermin: 8. Januar 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 120mm x 10mm
  • Gewicht: 181g
  • ISBN-13: 9783486580846
  • ISBN-10: 3486580841
  • Artikelnr.: 20887966
Inhaltsangabe
Horst Möller: Vorwort zur Reihe Dietmar Süß: Einleitung I. Einführung Jörg Echternkamp: Von der Gewalterfahrung zur Kriegserinnerung - über den Bombenkrieg als Thema einer Geschichte der deutschen Kriegsgesellschaft III. Herrschaft und Verwaltung im Luftkrieg Jörn Brinkhus: Luftschutz im "Dritten Reich" - Wandel seiner Spitzenorganisationen Bernhard Gotto: Kommunale Krisenbewältigung Armin Nolzen: "Sozialismus der Tat"? Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) und der alliierte Luftkrieg gegen das Deutsche Reich III. Krieg, Gewalt und das Ende der "Volksgemeinschaft" Barbara Grimm: Lynchmorde an alliierten Fliegern im Zweiten Weltkrieg Nicole Kramer: "Kämpfende Mütter" und "gefallene Heldinnen" - Frauen im Luftkrieg Dietmar Süß: Nationalsozialistische Deutungen des Luftkrieges IV. Deutungen und Erinnerungen des Luftkriegs in Europa Stefan Goebel: Coventry und Dresden: Transnationale Netzwerke der Erinnerung in den 1950er und 1960er Jahren Malte Thießen: Gedenken an die "Operation Gomorrha". Hamburgs Erinnerungskultur und städtische Identität Jörg Arnold: "Krieg kann nur der Wahnsinn der Menschheit sein!" Zur Deutungsgeschichte des Luftangriffs vom 22. Oktober 1943 in Kassel Ausblick: Jörg Echternkamp: Von der Gewalterfahrung zur Kriegserinnerung - Konzeption, Ergebnisse und Desiderate einer Gesellschaftsgeschichte des Zweiten Weltkriegs
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Christian Jostmann sieht in diesem Band eine "neue Generation" von Historikern am Werk, der er einiges zutraut. Nicht nur räumen die von Dietmar Süß versammelten Autoren, wie Jostmann erfreut feststellt, mit so manchem Mythos zum Thema Luftkrieg auf. Seiner Meinung nach benutzen sie durchweg das sinnige Werkzeug kritischer Reflexion, um die Unterschiede zwischen Geschichte und Erinnerung zu verdeutlichen, und verfügen über einen "distanzierten, klaren Blick". Weil Historie so "neue Aspekte" abgewonnen werden können, erwartet Jostmann schon gespannt weiteres aus der hiermit begonnenen neuen Buchreihe.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Der Band ist aus einem Forschungsprojekt am Institut für Zeitgeschichte hervorgegangen und läutet zugleich eine neue Buchreihe ein, die sich an die interessierte Öffentlichkeit wendet. Die zumeist jungen Autoren zeichnen sich ebenso durch ihren distanzierten, klaren Blick auf das Geschehene aus wie durch ihre Fähigkeit, ihm neue Aspekte abzugewinnen. Da wächst eine neue Generation von Zeithistorikern heran, die wirklich etwas zu sagen hat." Christian Jostmann in: Süddeutsche Zeitung, 23.7.2007 "Es ist selten, dass auf gedrängtem Raum derart viele spannende Informationen und Thesen vereinigt sind wie in diesem Band. ... Wenn weitere Aufsatzbände ähnlich hoher Qualität folgen, wird die neue Reihe des Instituts für Zeitgeschichte weit über die Historikerzunft hinaus Resonanz finden." Rüdiger Hachtmann in: sehepunkte 7 (2007) "Ein höchst informativer Band." Hessische/ Niedersächsische Allgemeine, 16.06.2007