Heimito von Doderer - Arnold, Heinz L (Hrsg.)

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Heimito von Doderer hat eines der vielschichtigsten Prosawerke des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Er ist wegen seines frühen Eintritts in die NSDAP und seiner Vorliebe für die Schilderung von Wutanfällen so umstritten wie als Virtuose grotesken Fabulierens berühmt. Die Beiträge befassen sich mit den wichtigtsen Dimensionen seines literarischen Kosmos'.…mehr

Produktbeschreibung
Heimito von Doderer hat eines der vielschichtigsten Prosawerke des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Er ist wegen seines frühen Eintritts in die NSDAP und seiner Vorliebe für die Schilderung von Wutanfällen so umstritten wie als Virtuose grotesken Fabulierens berühmt. Die Beiträge befassen sich mit den wichtigtsen Dimensionen seines literarischen Kosmos'.
  • Produktdetails
  • Text und Kritik Nr.150
  • Verlag: Edition Text + Kritik / edition text + kritik
  • Seitenzahl: 113
  • Erscheinungstermin: Januar 2001
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 151mm x 10mm
  • Gewicht: 218g
  • ISBN-13: 9783883776644
  • ISBN-10: 3883776645
  • Artikelnr.: 09397187
Inhaltsangabe
Lutz
W. Wolff: Auf dem Weg zur Strudlhofstiege
Jürgen Busche: "Edithas süße, verfälschte Sprache"
Roland Koch: Sieben Variationen über Heimito von Doderer
Heimito von Doderer: Brief an Horst Wiemer vom 4. März 1952
Gerald Sommer: Der Fall Bachmann. Zu einem Brief Heimito von Doderers an seinen Lektor Horst Wiemer
Uwe Japp: Mikrologie der Wut. Affektive Aufgipfelung in Heimito von Doderers Kurzprosa
Christoph Deupmann: Ein fragwürdiges Kapitel. Erzählte Gewalt und gewalthaftes Erzählen bei Heimito von Doderer
Steffen Martus: "Ein Mord den jeder begeht". Der schwierige 'Fall Gütersloh'
Albert Meier: "In die eigne Mitte". Zu Heimito von Doderers Drakontophilie
Gerald Sommer: "So also rannten die beiden dort auf dem Sande umher". Zur Darstellung von Sport und Spiel in den Werken Heimito von Doderers
Dietrich Weber: Der Lavendelduft herrscht. Eine Hommage an Heimito von Doderer aus den Jahr 1962
Albert Meier: Vita Heimito von Doderer
Gerold Sommer: Bibliografie Heimito von Doderer
Siglenverzeichnis
Notizen
Rezensionen
Besprechung von 21.07.2001
Lavendelduft
Neues zu Heimito von Doderer

Anfang März 1952 erreicht Horst Wiener, Cheflektor des Biederstein Verlags, in dem ein Jahr zuvor Heimito von Doderers Roman "Die Strudelhofstiege" erschienen war, ein Brief und darin sowohl die Fahrkostenbelege für Doderers Lesereise von München nach Salzburg (mit Zuschlag) und von Salzburg nach Gmunden und von Gmunden nach Wien als auch Doderers knappe Frage: Was macht die Bachmann? Das heißt genauer: Bachmanns Manuskript "Stadt ohne Namen", das der berühmte Doderer von der unbekannten Ingeborg erhalten und nach der Lektüre seinem Lektor geschickt hatte.

Doderer vollendet in zwei Sätzen: "Geniales Frauenzimmer (25 Jahre!). Gehört in eine Anstalt." Wie das nun zu verstehen ist, erfährt man in dem neuen Band der Zeitschrift "Text und Kritik", der dem Dichter der Geistesdämmerungen (darunter der "Sport-Trotterl", siehe S. 79 ff.) und Lebensungeheuerlichkeiten (zu Doderers "Drakontophilie" siehe S. 69 ff.) gewidmet ist, denen man mit Gewalt (über gewalthaftes Erzählen siehe S. 48 ff.) und mit Wut (siehe dazu den Essay auf S. 37 ff. mit der doderophilischen Titelgebung "Affektive Aufgipfelungen") beizukommen nicht aufgibt. Auf dem Weg zu Heimito von Doderer ist dieser Band eine ganz leicht affektive und ganz stark philologische Aufhügelung. Das ergeben zehn Hügel zum Hinaus-ins-Werk-Schauen.

In einer kleinen Lavendelduft-Hommage taucht Doderer schließlich daheim auf. Eine Vita und eine Bibliographie sichern zum guten Ende die Bestände. ("Heimito von Doderer". Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold. Edition text + kritik, Richard Boorberg Verlag, München 2001. 113 S., br., 28,- DM.)

rtg

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Recht angetan bespricht Herrmann Wallmann diesen Band, den er zumal schon wegen der ausführlichen Lebenschronologie und der Bibliografie zu Doderer sehr nützlich findet. An der Zusammenstellung der Beiträge gefällt ihm, dass sie alle sich dem österreichischen Autor unsystematisch, "auf Umwegen" nähern. Im einzelnen geht Wallmann etwa auf den Beitrag des Schriftstellerkollegen Roland Koch ein (der offensichtlich nicht mit dem hessischen Ministerpräsidenten zu verwechseln) ist: Koch, so scheint es, gliedert seine Überlegungen nach Stichwörtern wie "Der Altmodische" oder "Die Erotik" auf. Und Wallmann erkennt gerade hierin die Verwandtschaft zu Doderers improvisatorischer Romankonzeption. Nein, dieser Materialienband ist "kein Mist", schließt Wallmann, der nur en passant noch auf einen zweiten neuen Band zu Doderer hinweist: Gerald Sommers und Kai Luehrs-Kaisers "Schüsse ins Finstere" (bei Königshausen & Neumann).

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