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Autorenporträt
Franz Viktor Spechtler: Professor für Ältere Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Salzburg und Spezialist für mittelhochdeutsche Dichtung Österreichs. Er habilitierte mit einer Arbeit zu Ulrich von Liechtenstein und transkribierte dessen Dichtungen Frauendienst und Frauenbuch. Spechtler ist Verfasser zahlreicher Monographien und Aufsätze zu verschiedenen mediävistischen Themen. Bei Wieser erschienen: Ulrich von Liechtenstein: "Frauendienst" (2000); Walther von der Vogelweide: "Sämtliche Gedichte" (2003); Der Mönch von Salzburg: "Sämtliche Lieder" (2004); Oswald von Wolkenstein: "Sämtliche Gedichte" (2007); "Neidhart, der freche Dichter aus Österreich" (2013); Wolfram von Eschenbach: "Parzival" (2016). Ferner gemeinsam mit Barbara Maier: "Ich - Ulrich von Liechtenstein. Literatur und Politik im Mittelalter" (1999).
Inhaltsangabe
Vorwort

Übersicht über die wichtigsten Figuren

Willehalm

Buch I

Prolog. Vorgeschichte: Heimrich von Narbonne enterbt seine Sohne. Willehalms Ehe mit Arabel-Gyburc. Die 1. Schlacht auf Alischanz. Das Heer der Heiden. Das kleine Heer Willehalms. Der Kampf beginnt. Zweikämpfe. Vivianz wird tödlich verwundet. Weitere Kämpfe. Vivianz wird zum Fluss Larkant abgedrängt. Die Niederlage der Christen

Buch II

Der Tod des Vivianz. Willehalms Nachtwache am Leichnam des Vivianz. Willehalm auf dem Weg nach Orange. Fortwahrende Kämpfe:

Fünfzehn Könige, Arofel, Tesereiz. Willehalm vor Orange. Gyburcs

Vorsicht. Die Befreiung der gefangenen Christen. Willehalm und

Gyburc. Abschied Willehalms

Buch III

Die Belagerung von Orange. Willehalms Ritt. Die Ereignisse in Orleans. Ankunft in Laon. Aufnahme durch den Kaufmann Wimar. Skandal am Königshof. Alyse. Die Unterstützung durch die Familie

Buch IV

Die Königin wird versöhnt. Sie klagt und bietet ihre Hilfe an, ebenso Willehalms andere Verwandte. Das Fest. Willehalms Bericht. Erfolgreiche Verhandlungen. Der König stimmt der Heerfahrt zu. Rennewart. Aufbruch nach Orange. Willehalms Bericht über seine Zweikampfe. Erneut in Orléans. Willehalm wird zum Heerführer ernannt. Orange brennt

Buch V

Gespräch zwischen Terramer und Gyburc während eines Waffenstillstands. Nächtlicher Sturmangriff. Willehalms Ankunft in Orange. Das Eintreffen der weiteren Truppen. Empfang der Fürsten auf Orange. Gespräch Gyburcs mit Heimrich von Narbonne. Ihre Klage um den Verlust vieler Verwandter. Das abendliche Mahl

Buch VI

Rennewarts Auftritt. Gyburc und Willehalm. Freude und Leid. Rennewarts Lebensgeschichte. Seine Klage. Gyburcs Gespräch mit Rennewart. Seine Ausstattung. Der Kriegsrat. Gyburcs große Rede. Aufbruch zur Schlacht

Buch VII

Aufbruch des Heeres. Rennewart vergisst seine Stange zum zweiten und zum dritten Mal. Willehalms Ansprache, die Feigheit der Franzosen. Rennewart erzwingt ihre Rückkehr. Die Aufstellung der Heere. Terramers Anspruch auf den römischen Thron. Seine Trauer. Orientalische Pracht

Buch VIII

Die 2. Schlacht auf Alischanz Buch IX 732 Anrufung Gyburcs. Hohepunkt der Schlacht. Zweikampfe. Rennewart greift ein. Befreiung der christlichen Gefangenen. Weitere Kämpfe. Erneutes Eingreifen Rennewarts. Niederlage und Flucht der Heiden. Rückzugskämpfe. Willehalm gegen Terramer. Das Ende der Schlacht. Willehalms Klage über Rennewart. Seine Zurechtweisung. Der Auftrag an Matribleiz

Anhang

Zu dieser Ausgabe

Kommentar

Autor, Datierung

Wolframs Vorlage

Überlieferung

Bemerkungen zur Erzählerrolle

Anmerkungen

Literaturhinweise

Nachwort
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 07.04.2006

Wider religiösen Wahn: Wolframs "Willehalm" als Faksimile

Vielleicht braucht jede Zeit eine Giburg. Unsere ganz sicher, aber auch das kreuzzugsfreudige Hochmittelalter hatte die berühmte Toleranzrede der zum Christentum konvertierten Fürstin bitter nötig: Vor dem Entscheidungskampf zwischen Christen und Muslimen fordert Giburg die Ritter, die an der Seite ihres Mannes gegen das Heer ihres heidnischen Ex-Mannes kämpfen, zur Schonung der Gegner auf, freilich erst nach gewonnener Schlacht. Denn um einen Glaubenskrieg gehe es hier nicht, warum auch? "Wir hân vür wâr bekennet, / swaz müeter her sît Êven zît / kint gebâren, âne strît / gar heidenschaft was ir geburt" - niemand, sagt Giburg, wird als Christ geboren, und weil sie aus der Bibel gewichtige Beispiele gottesfürchtiger Heiden anführt, muß auch dem letzten im Saal klarwerden, daß religiöser Fanatismus keine Motivation für einen christlichen Ritter sein kann.

Der "Willehalm" des Wolfram von Eschenbach, entstanden wohl im zweiten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts, liegt in einer Reihe von illustrierten Handschriften vor. Der besonders prächtige Codex Vindobonensis 2670 aus der Österreichischen Nationalbibliothek, der im Jahr 1320 fertiggestellt wurde, enthält neben Wolframs Text auch die Vorgeschichte (Ulrich von dem Türlins "Willehalm") und eine Fortsetzung (Ulrich von Türheims "Rennewart") des vermutlich nicht abgeschlossenen Versromans. Der Codex wurde bereits in den Siebzigern aufwendig faksimiliert; jetzt ist eine zweibändige verkleinerte Ausgabe dieses Faksimiles in der Reihe "Glanzlichter der Buchkunst" der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt erschienen. Natürlich ist das keine Lese-Ausgabe, und wer sich in den Text vertiefen will, ist auf die zweisprachige Edition im Deutschen Klassiker-Verlag angewiesen. Dennoch ist der Text auch in der Verkleinerung meist noch leidlich zu erkennen, und die 117 Miniaturen strahlen auch hier (und färben - anders als der gelbe Kopfschnitt - auch nicht ab).

Um allerdings die kleingeschriebenen, glücklicherweise erhaltenen Anweisungen an den Künstler zu entziffern, dürfte eine Lupe hilfreich sein: "Hie chusset Alyse Rennbarten da er sei gesegent vnd di chuniginn. da sitzent vnder paumen auf gruenen gras", heißt es da etwa fein an den Textrand gekritzelt, und so stellt dann der Maler dieser Miniatur auch den Beginn einer weiteren konfessionsübergreifenden Liebe dar. Unsere Abbildung zeigt das Festmahl der Christen vor der Entscheidungsschlacht; Giburg sitzt am linken Rand. (Wolfram von Eschenbach: "Willehalm". Faksimile des Codex Vindobonensis. Kommentar von Fritz Peter Knapp. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 2005. 2 Bände. 245 Blatt, 103 S., geb., zahlr. Abb., zus. 89,- [Euro].)

spre

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Die zweibändige Handausgabe des bereits in den Siebzigern erstellten Faksimiles von Wolfram von Eschenbachs "Willehalm" sei "natürlich" keine Leseausgabe, meint "spre", und empfiehlt allen, die am Text interessiert sind, die Ausgabe im Klassiker-Verlag zu ordern. Trotz der Verkleinerung sei aber die Schrift "leidlich" gut zu lesen, gibt der Rezensent zu Protokoll, und auch die Illustrationen "strahlen" ebenso wie beim großen Vorbild. Nur der gelbe Kopfschnitt erntet Kritik: Er scheint abzufärben.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Jede Übersetzung ist der Versuch einer Annäherung, die nur in der unablässigen Umformulierung und Neufassung halbwegs gelingen kann. Das gilt vor allem für die Übertragung ältere deutscher Texte, die diese aufschließen, aber nicht ersetzen soll. Hier kommt es nicht auf einen in sich schlüssigen und ansprechenden neuhochdeutschen Zieltext an, es geht allein darum, das Verständnis des mittelhochdeutschen Ausgangstextes durch das Angebot der Übersetzungformulierungen zu erleichtern. Trotzdem muss eine nur dienende Übersetzung auch für sich lesbar sein, weil sie nicht nur den Wortlaut, sondern auch den jeweils übergreifenden Kontext begreifbar machen soll." - Dieter Kartschoke.
Aus dem Vorwort zur Neuauflage:

"Jede Übersetzung ist der Versuch einer Annäherung, die nur in der unablässigen Umformulierung und Neufassung halbwegs gelingen kann. Das gilt vor allem für die Übertragung ältere deutscher Texte, die diese aufschließen, aber nicht ersetzen soll. Hier kommt es nicht auf einen in sich schlüssigen und ansprechenden neuhochdeutschen Zieltext an, es geht allein darum, das Verständnis des mittelhochdeutschen Ausgangstextes durch das Angebot der Übersetzungformulierungen zu erleichtern. Trotzdem muss eine nur dienende Übersetzung auch für sich lesbar sein, weil sie nicht nur den Wortlaut, sondern auch den jeweils übergreifenden Kontext begreifbar machen soll." Dieter Kartschoke