Luna Luna - Kames, Maren
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"Luna Luna" ist ein dunkler Text. Er ist rasant, rasend und atemlos und spricht von tief innen aus dem weit offenen Gaumenraum heraus. Es geht um die dünne Wand zwischen Traum und Trauma, um dünne Haut, um eine Gans aus Pappmache und den Baren, den sich eine aufbindet, um sich gegen den Wind zu schützen. Ums Verlieren und Verletzen geht es. Um einen Krieg, der vielleicht nie stattgefunden hat und doch in jeder Pore prasent ist. Motive, Figuren und Satze schubsen sich wie Autoscooter durch die Textgalaxie, beschleunigen, karambolieren, knallen gegen unsichtbare Banden, werden in schwarzen…mehr

Produktbeschreibung
"Luna Luna" ist ein dunkler Text. Er ist rasant, rasend und atemlos und spricht von tief innen aus dem weit offenen Gaumenraum heraus. Es geht um die dünne Wand zwischen Traum und Trauma, um dünne Haut, um eine Gans aus Pappmache und den Baren, den sich eine aufbindet, um sich gegen den Wind zu schützen. Ums Verlieren und Verletzen geht es. Um einen Krieg, der vielleicht nie stattgefunden hat und doch in jeder Pore prasent ist.
Motive, Figuren und Satze schubsen sich wie Autoscooter durch die Textgalaxie, beschleunigen, karambolieren, knallen gegen unsichtbare Banden, werden in schwarzen Lochern verschluckt.
Und über allem hangt die Luna, ein Fixpunkt für die Hohe der Sehnsucht, leuchtend, wahnsinnig und selber rastlos. Eine Luna, die am Ende in einem Sturz aus ihrer Umlaufbahn heraus aufs Wasser fallt wie ein glühender Ofen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Secession Verlag Für Literatur
  • Seitenzahl: 108
  • Erscheinungstermin: 12. August 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 169mm x 15mm
  • Gewicht: 345g
  • ISBN-13: 9783906910673
  • ISBN-10: 3906910679
  • Artikelnr.: 56900325
Autorenporträt
Kames, Maren
MAREN KAMES wurde 1984 in Uberlingen am Bodensee geboren und ist in Baden-Württemberg und Hessen aufgewachsen. Für ihr vielbeachtetes Debüt »Halb Taube halb Pfau« wurde sie unter anderem mit dem Düsseldorfer PoesieDebütPreis und dem Anna Seghers Preis ausgezeichnet. 2017 erhielt sie außerdem den Kranichsteiner Literaturforderpreis. Sie übersetzt die Theaterstücke und Essays von Sivan Ben Yishai aus dem Englischen und lebt als freie Autorin in Berlin.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.11.2019

In meinen gloriöseren Tagen bin ich ziemlich lunar gewesen

Eine Suchmaschine sollte man schon griffbereit haben: Der neue Gedichtband von Maren Kames möchte durch Musikzuspiel ergänzt werden.

Von Christian Metz

Letztlich gibt es nur zwei konkurrierende Vorstellungen davon, wie Poesie entsteht. Nach der einen entfaltet sie sich aus dem Schweigen. Indem sich aus der Stille zunächst ein einzelnes Wort erhebt, bevor es für einen Moment auf der Schwelle zum Dasein balanciert, um sich schließlich zum Satz zu entfalten. Dem anderen Konzept nach befindet sich die Poesie stets schon in einem Gespräch. Der Einsatz des eigenen Sprechens besteht in diesem Fall aus einem Einstimmen in einen Chor.

In ihrem neuen Band "Luna Luna" versteht Maren Kames es meisterhaft, die Poetik des Einstimmens in eine eigene Formsprache umzusetzen. Eigenwillig schreibt sie sich in die lange Tradition der Mondbetrachtungen und -gesänge ein. "Luna Luna" keimt aus Verdoppelung, aus Widerschein, aus Glanz des vorherigen Glänzens, aus indirektem Licht, wie es sich der Mond von der Sonne zu borgen scheint. Allerdings kehrt Kames das Verhältnis von Druckerschwärze und Mondlichtgedicht um. Auf den komplett schwarzen Seiten ihres Buches erleuchtet silberweiß ihre Mondscheinschrift.

Diese gut durchdachte Gestaltung macht jedoch noch nicht die Ästhetik von "Luna Luna" aus. Maren Kames ist eine Hochrisiko-Poetin. Mit aller literarischen Kraft überschreitet sie bestehende ästhetische Grenzen. Bereits in ihrem aufsehenerregenden Debüt "Halb Taube Halb Pfau" von 2016 hat sie den Buchraum neu definiert, indem sie ihre Verse mit Hilfe von QR-Codes in digitale Soundclouds eingewoben hat. Und jetzt riskiert sie abermals ein literarisches Experiment. Das bestimmende Kompositionsprinzip dieses Buches ist eine versierte Technik der Überlagerung von Klängen, Bildern, Stimmungen und Stimmen.

Diese Besonderheit ihres Arbeitens erhält bereits beim Einsetzen von "luna luna" Kontur. Das Buch beginnt mit einem Vers des Sängers Nick Drake: "pink, pink, pink, pink moon", steht allein auf einer nachtdunkeln Doppelseite. Sie kennen den Song nicht? Kames rechnet damit, dass man ihr Buch liest, während man eine digitale Suchmaschine in greifbarer Nähe hat. Bei wem wäre das heute nicht der Fall? Und so signalisiert die isolierte Stellung des Verses: Nimm dir Zeit, verlasse das Buch, höre den Song, verliere dich in ihm wie im Mondlicht. Aber vorsichtig, denn die Naturerscheinung des pinkfarbenen Mondes steht sowohl für den einsetzenden Frühling als auch für den Einbruch des Wahnsinns.

Zweite Doppelseite, wieder nur ein Verspaar (es wird Seiten mit nur einem Wort geben). Es stammt von Janelle Monáes Song "Pynk". Auch hier gilt: nachhören. Oder besser: nachsehen, denn der Video-Clip gilt in den Vereinigten Staaten als revolutionär für die Selbstdarstellung schwarzer Frauen im Umgang mit ihrer Sexualität. So überlagert sich Drakes Mond-Pink mit Monáes Neuerfindung antinaiver Pink-Weiblichkeit. In diese Interferenz mischt sich Kames' Stimme ein, mit der frechen Ankündigung: "das wird super." Dann mit Kapitelüberschrift "scheiße und eiskaltz" und schließlich mit dem Rückblick: "in meinen gloriöseren tagen bin ich ziemlich / lunar gewesen / und wahnsinnig rastlos, / in den gliedern krachend u griffig, / im wipfel wild, / es rauschte / ich genoss / und litt / zeitgleich".

Sofort ist er da, der untrügliche Kames-Sound. Wobei direkt nach "bin ich ziemlich lunar gewesen" eine weitere Einblendung folgt, und zwar von Annie Lennox' Song "No More I Love You's". Die ersten Verse erweisen sich als eine freimütige Überschreibung der am Fußende aufgeführten Verse: "I used to be a lunatic from the gracious days." Drake, Monáe, Kames, Lennox - in der Art, wie Maren Kames ihre Verse vielstimmig singen lässt, erzeugt sie eine emotional hochaufgeladene Stimmung.

So geht es immer weiter. Insgesamt 27 Songs unterschiedlicher Singer/Songwriter spielt Kames ein. Aus den Überlagerungen, Ipsefakten, Überschreibungen, Ausstülpungen, Einfaltungen, überraschenden Wendungen, kreativen Missverständnissen oder einfach aus dem pulsierenden Rhythmus entfalten sich Stimmen und Figuren von Kames. Der böse Dämon "Sheitan", der in "Luna Luna" zur Gegenfigur einer stummlächelnden Geisha avanciert, kommt durch die Geburt aus dem Song "Station" der englischen Musikerin Låpsley zur Welt. Aber man muss sich den Song anhören, um diese Geburt aus der Musik mitzuerleben. So geht sie also, Kames' Poetik der Überlagerung und Grenzüberschreitung von der Poesie in die (Pop-)Musik. So präzise und leicht, so witzig und pointiert gearbeitet, dass sie noch den akribischsten Silbenzähler glücklich machen wird.

Doch wozu diese interferierende Vielstimmigkeit? Kames' Mondphantasie besteht aus drei Akten. Im Fokus des ersten Aktes steht eine einzelne Figur. Sie teilt das Schicksal der Dachdecker aus Jakob van Hoddis' berühmtem Weltuntergangsgedicht: "circa in der Mitte bin ich entzwei gebrochen und nicht wieder heil geworden". Diese Imagination lässt im Zusammenspiel mit Lennox' eingeblendeten "No More I Love You's" als das Ende einer Liebesbeziehung lesen. Wie in dem Song, so geht es auch bei Kames darum, dass sich mit der Liebe auch die Sprache der Liebe verliert. So dass der Einzelne eine ganz neue Gefühlssprache erlernen muss.

Nach der Liebe, auf der lunatischen Seite des Lebens, entwirft Kames aus der Überblendung der Liebeleid-Wahnsinns-Mondphantasien ihre eigene Gefühlsrhetorik: crazy, pink, absolut idiosynkratisch und doch mit dem Anspruch auf Allgemeinheit. Und so ist der Bruch auch nicht einfach nur Katastrophe und damit Schluss. Sondern vielmehr bildet er den Ausgangspunkt einer Entdeckungsreise. Denn wer nicht mehr ganz sein kann, der klebt sich einfach eine Pappmaché-Gans, klemmt sich den Fetisch vergangener Ganzheit unter den Arm, bindet sich ein Bärenfell auf den Rücken (statt sich einen Bären aufbinden zu lassen), steigt in seinen Raumanzug und macht sich auf eine Reise: von der Fensterfront des Londoner Flughafens aus, mitten in einem Sprung (oder Riss?), bis hin zum finalen "sturz der ganzen maren auf ihre schnauze drauf".

Im zweiten Akt "Krieg (wieso)" faltet sich das Wahnsinns-Stück, angetrieben von den Einlassungen des ESA-Astronomen Detlef Koschny zu einem schier atemlosen (atemlos ist als Song gemeint) kosmischen Krieg aus. Überblendet wiederum von einer tosenden Liebesfarce zwischen einem Tyrannen und einem Soldaten. Bevor sie sich im dritten Akt "liebe (wohin)" nach einer Engführung von Werner Herzogs herzzerreißender Pinguin-Szene aus "Encounters at the End of the World" zu einer Apotheose weiblicher Liebe wenden. Mehr darf man nicht verraten. Außer: Ja, "das wird super", wie der Text sich noch einmal selbst bestätigt.

Wie oft ist in den vergangenen Jahren das Ende der Buchlesekultur beschworen worden? Doch "Luna Luna" bietet die Möglichkeit eines ebenso erhellenden wie zukunftsöffnenden Leseerlebnisses. Sie können dem fulminanten Hörspiel zum Buch im Deutschlandfunk lauschen. Oder aber Sie nehmen sich ein paar Stunden Zeit, öffnen auf Kames' Mondscheinschimmer-Landschaft, legen ihr Handy neben sich und lassen sich auf das Wechselspiel von Songs, Videos und Lektüre ein. Vor wenigen Jahren wäre diese ästhetische Praxis noch unvorstellbar gewesen. Wie sagt das Alter Ego von Kames einmal so treffend: "ich hab mich davongewundert." Wundern Sie sich davon mit diesem an Wundern vollen Buch.

Maren Kames: "Luna Luna".

Secession Verlag, Zürich 2019. 108 S., geb., 35,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Wer sich auf dieses "wild ausufernde Langgedicht" einlässt, muss sich darauf gefasst machen, dass ihm der Sinn hinter dem Text immer wieder zu entgleiten droht, warnt Rezensent Samir Sellami. Maren Kames entwirft hier eher einen Kosmos als eine Geschichte, und dieser mondsüchtigen Welt aus Anspielungen auf Pop-Songs und taumelnden Sprachgebilden ist nicht leicht beizukommen, erklärt der Kritiker. Aber auch wenn die Autorin die Fantasie ihrer Leser*innen zuweilen an ihre Grenzen zwingt, lohnt sich der Text, wie Sellami versichert: Er wurde gezwungen, sich ganz auf Sounds, Sätze und Wörter zu konzentrieren und erhielt als Belohnung herrliche Spielereien wie den Vers "zwischen schlaf und wachsein / liegt der schwachsinn / und lacht."

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 28.12.2019

Schlag schneller,
Hyperherz
Maren Kames und ihr Buch „Luna Luna“
„Luna Luna“, das zweite Buch der 1984 in Überlingen geborenen Lyrikerin Maren Kames, ist ein dunkler Text, und das kann man, wie so ziemlich alles in ihm, sehr, sehr wörtlich und sehr, sehr metaphorisch zugleich verstehen. Schlägt man das Buch auf, blickt man vor allem auf Finsternis – die Buchstaben weiße Leuchtpunkte auf einer ansonsten rabenschwarzen Seite. Auch was das Textverständnis angeht, sieht es oft nicht viel klarer aus. „in meinen gloriöseren tagen bin ich ziemlich / lunar gewesen“, heißt es an einem der zahlreichen Anfänge, die dieses wild ausufernde Langgedicht anbietet, und bald ahnt man, dass es mit dieser Mondsucht noch lange nicht vorbei sein kann. Denn der Mond ist der Fixstern in dieser wagemutigen Sound-, Bild- und Gedankenfantasie, die zwar keine große Geschichte erzählt, aber dafür ihre eigene, herrlich verspulte Miniaturwelt entwirft.
„Da ist jemand in meinem Kopf, aber das bin nicht ich“, scheint sich das lyrische Ich im fortlaufenden Selbstgespräch zuzuraunen. Und so formieren sich mit der Zeit die fremden Stimmen und Stimmchen zu Figuren, deren liebenswürdige Wiederkehr ein wenig Ordnung ins Chaos bringt: eine kurzlebige Gans aus Pappmaché, das dichtende „mödchen“ mit den zerzausten Haaren, die Großmutter, die sich nur noch ans Dunkel erinnert, oder die Geisha, die auf besonders leisen Sohlen durch Kames’ Textuniversum trippelt.
Aber was heißt hier schon Figuren? Am ehesten erinnern diese Gestalten an Julio Cortázars Cronopien, die sich dadurch auszeichnen, dass sie zum Schreiben nie liniertes Papier benutzen und die Zahnpastatube nicht fein säuberlich von hinten nach vorne ausdrücken. Mitten unter diese formlosen Wesen mischt sich dann auch der geheime Hauptdarsteller dieses Textes, einer, der in keinem vernünftigen Weltentwurf, ob Kosmos oder Chaos, fehlen darf – der Teufel.
In „Luna Luna“ hört er auf seinen semitisch-osmanischen Rufnamen „sheitan“, tut und sagt allerlei sinnloses Zeugs, lässt aber auch immer wieder Tiefsinniges durchblicken, etwa so: „das paradox der liebe, ist, dass sie nur im innenraum gedeihen kann.“ Spätestens hier offenbart sich Kames als lunar-lunatische Nachfahrin der Romantik, die, ausgerüstet mit ihrem Raumanzug aus „Hyperherz“ und „Turboinstinkt“, durch die Mondlandschaft der Sprache stapft. Überall Krater, anorganischer Staub und immer wieder zieht es einen hin zur anderen, dunklen Seite des Mondes.
Wie der eingangs zitierte Satz stammt auch der sheitan aus dem wichtigsten außerliterarischen Textgenerator von „Luna Luna“, aus mehr oder weniger falsch abgehörten Popsong-Texten, sogenannten „misheard lyrics“. Durchgehend begleiten den Text schräg übersetzte Fragmente aus Tracks von Tom Waits, Bon Iver, Janelle Monáe oder Annie Lennox, die am Ende auch selbst als Figur in die Textlandschaft wandert. Und unter dem melancholischen Stern von Nick Drake färbt sich der Mond nach und nach pink und taucht das Ganze in eine ästhetische Atmosphäre, die man auf der Suche nach einer passenden Gattungsbezeichnung als Popcore bezeichnen könnte.
Denn auch wenn der Mittelteil des Textes gekonnt auf einen unbestimmten Kriegsschauplatz und damit in ein ernsteres Register blendet, die wichtigste Qualität des Gedichts besteht doch in jenem unbestimmten Driften an der Oberfläche, das Popkultur ausmacht und in dem die Pose letzten Endes wichtiger ist als die Musik. Zugegebenermaßen treibt es Kames zuweilen arg weit mit ihren aus den Song-Verhörern heraussprudelnden Textkaskaden, und nicht wenige ihrer phonetischen Wutausbrüche rütteln etwas zu verkrampft an den Grenzen der Sagbarkeit. Auf der anderen Seite werden die Leser so dazu aufgefordert, mal wieder den überreizten Wirklichkeitssinn auszuschalten, um sich ganz auf den Genuss der einzelnen Sätze, Wörter und Sounds konzentrieren zu können.
Einen der schönsten dieser Sätze liest man gegen Ende des Textes: „zwischen schlaf und wachsein / liegt der schwachsinn / und lacht.“ Wie so vieles ist auch das eine ziemlich gute Selbstbeschreibung dieses fulminanten Langgedichts: Schädelmagie und Sphärenmusik, angereichert mit einer ordentlichen Prise Brain Damage. „Man muss ja mit jedem Text neu sprechen lernen“ – so beschrieb Kames selbst den Anspruch an ihre Kunst am Abend der Buchvorstellung im Berliner Kultur-Krematorium Silent Green.
Dem realistischen Roman obliegt es, ein möglichst vollständiges, farbiges Bild seiner Zeit zu zeichnen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Lyrik ist es hingegen, nicht nur über die Welt zu sprechen, sondern die Sprache allererst für das Sprechen aufzubereiten. Nicht selten arbeitet gute Lyrik dabei auch gegen die Sprache und tut ihr Gewalt an.
Doch wie sich aus einer Fußnote herauspicken lässt, ist der sheitan, der in Maren Kames’ teuflischem Sprachexperiment steckt, kein Geist, der stets verneint, sondern einer, der immer nur aber sagt. So löst sich der Sinn in „Luna Luna“ nie ganz auf, auch wenn er gegen Ende immer weiter auseinanderzudriften droht. Wer sich aber traut, ihm nachzudriften, findet ihn vielleicht dort wieder, wo viele ihn am wenigsten erwarten – auf der anderen, der dunklen Seite des Mondes.
SAMIR SELLAMI
Ein wichtiger Textgenerator
sind die „misheard lyrics“,
falsch gehörte Popsongtexte
Maren Kames:
Luna Luna. Secession Verlag, Zürich 2019.
108 Seiten, 35 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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