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3 Kundenbewertungen

Nach der Diagnose »Alopezie«, bricht für Katha eine Welt zusammen. Ein Leben ohne Haare?! Katha traut sich nicht mehr vor die Tür. Niemand soll merken wie anders sie ist. Schon gar nicht Jasper. Aber der bringt Katha mit einem Candle-Light-Dinner im Hotdog-Kostüm zum Lachen. Aber darf Katha ihre Gefühle zulassen? Hält die Liebe ihre Krankheit aus? Ernst, komisch, unwiderstehlich erzählt Lena Hach davon, wie nah Anderssein und Normalsein beieinander liegen - wenn man sich dem Leben und der Liebe öffnet.…mehr

Produktbeschreibung
Nach der Diagnose »Alopezie«, bricht für Katha eine Welt zusammen. Ein Leben ohne Haare?! Katha traut sich nicht mehr vor die Tür. Niemand soll merken wie anders sie ist. Schon gar nicht Jasper. Aber der bringt Katha mit einem Candle-Light-Dinner im Hotdog-Kostüm zum Lachen. Aber darf Katha ihre Gefühle zulassen? Hält die Liebe ihre Krankheit aus? Ernst, komisch, unwiderstehlich erzählt Lena Hach davon, wie nah Anderssein und Normalsein beieinander liegen - wenn man sich dem Leben und der Liebe öffnet.
Autorenporträt
Hach, Lena§Lena Hach, geboren 1982, lebt als freie Autorin in Berlin. Sie besuchte eine Schule für Clowns, studierte Literatur und Kreatives Schreiben und arbeitete als Journalistin. Bei Beltz & Gelberg erschienen von ihr bislang die Kinderbücher »Kawasaki hält alle in Atem«, »Ich, Tessa und das Erbsengeheimnis« und »Flo und Valentina. Ach, du nachtschwarze Zwölf!« sowie die Jugendromane »Wanted. Ja. Nein. Vielleicht«, »Zoom. Alles entwickelt sich« und »Nichts wünsche ich mir mehr«.Mehr unter: www.lenahach.de
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 18.03.2017

Was schön ist, bestimme ich

Diese Liebe fordert unsere Sprache heraus: Lena Hachs Jugendroman "Nichts wünsche ich mir mehr".

Von Elena Geus

Die Krankheit ist es nicht, die ihr das Leben kaputtmacht. Bis die sechzehn Jahre alte Katharina das begriffen hat, ist es ein schwerer Weg, von dem sich kaum leichter, das ist in diesem Fall kein Widerspruch, erzählen lässt, als Lena Hach es tut. Katharina leidet an Alopezie, Haarausfall - nicht ein bisschen und nicht nur vorübergehend, sondern großflächig und, so steht zu befürchten, dauerhaft.

"Ohne Haare bist du nichts", tuscheln Mitschülerinnen, eine würde sich sogar die Pulsadern aufschneiden, wenn sie so aussähe. Nur eine Zuspitzung, um die Fallhöhe Katharinas besser zu beschreiben, ist das nicht, wie Hach ohnehin auf jede künstliche Überhöhung verzichtet. Schon jedes Mädchen mit Kurzhaarfrisur wirkt wie ein Exot in Zeiten, in denen lange glatte Haare der wichtigste Teil einer inoffiziellen Schuluniform zu sein scheinen. Kein Wunder also, dass Katharina zunächst die lichten Stellen zu verdecken und dann das Tragen einer Perücke zu vertuschen versucht. Nicht einmal die besten Freundinnen weiht sie ein.

Eine feine Balance aus Nähe und Distanz ist das Besondere des Romans. Lena Hach lässt ihre erzählende Hauptfigur bestimmen, wie nah ihr Freunde und Familie kommen und, vor allem, wie nah ihr Jasper - der durchtrainierte, umschwärmte Lockenkopf - kommen darf, ebenso, wie dicht die Leser dem Mädchen rücken dürfen. Das Unglück, kahl zu werden, ist kein Grund, auch die Seele vollständig zu entblößen.

Im klugen Wechsel zwischen Offenheit und Sichverschließen, treffend im lakonischen Ton und authentisch in der Sprache, zeigt sich die mal kontrollierte, mal sprunghafte Gedanken- und Gefühlswelt einer Sechzehnjährigen, die die größte körperliche Veränderung und die gröbsten Wirrnisse im Kopf eigentlich überstanden haben sollte und die die Alopezie noch einmal aus der Bahn wirft. Zentrale Fragen der Pubertät, "Wer bin ich?" und "Bin ich schön und liebenswert, so wie ich bin?", stellen sich noch einmal.

"Nichts wünsche ich mir mehr" ist ein Buch, das Mut macht, ohne den Anspruch darauf zu erheben, außerdem eine bei allen Komplikationen mit leichter Hand erzählte Liebesgeschichte: die zwischen Katharina und dem sympathischen - vielleicht etwas zu verständnisvoll geratenen - Jasper, der sich für seinen Schwarm schon mal ins Hotdog-Kostüm zwängt oder einem Typen aufs Maul haut für die Bemerkung, bei der bekäme er auch keinen hoch, so wie die aussehe.

Katharina findet Antworten und zurück zu Selbstbewusstsein. Wohltuend vermeidet die Autorin die zwar naheliegende, aber eben auch allzu platte Allegorie, dass der, bei dem die Haare nicht mehr sprießen, als Mensch wächst. Offen bleibt daher auch, ob die "Scheißkrankheit" das Mädchen verändert hat oder ob es nicht ebenso lebensklug und spontan wäre ohne diese belastende Erfahrung.

Wenn es denn eine mit größter Zurückhaltung formulierte Moral gibt, dann findet sich die in dem Satz "Was schön ist, bestimme ich". Und ganz nebenbei denkt man über manch Sprachbild nach. Denn mit Haut und Haaren verlieben kann man sich nicht nur in einen, sondern auch mit einem Glatzkopf.

Lena Hach: "Nichts wünsche ich mir mehr".

Roman.

Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2017. 206 S., br., 12,95 [Euro]. Ab 14 J.

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»Die 2015 für ihr Debüt »Wanted« [...] mit der Goldenen Leslie ausgezeichnete Autorin überzeugt auf ganzer Linie!« Heike Brillmann-Ede, Eselsohr, 3/2017 »Obwohl der rasante und unsentimentale Roman mit einem recht voraussehenden Happy End aufwartet, führt er in Kathas intensiven Selbstreflexionen eindringlich den Preis einer Selbstoptimierungskultur vor Augen, der junge Frauen mit dem Druck zur erfolgreichen Inszenierung ihres Körpers überfordert.« Manuela Kalbermatten, Neue Züricher Zeitung, 1.3.2017 »Mit Wut, Trotz, Traurigkeit und Humor hat Lena Hach ihre Protagonistin ausgestattet und erzählt eine berührende, unkitschige Geschichte vom Anderssein und Erwachsenwerden.« Sandra Rudel (Schmitz junior, Essen), BuchMarkt, 3/2017 »Sehr berührende Geschichte.« Beate Schräder, Westfälische Nachrichten, 5.7.2017