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Mit Gotthold Ephraim Lessings dramatischem Gedicht ¿Nathan der Weise¿ verbinden sich die aufkl¿rischen Ideen der Erziehung des Menschengeschlechts zur Toleranz und der Kampf gegen eine engstirnige Theologie und f¿r die Emanzipation der Juden. Die Erz¿ung der Ringparabel ist einer der meistinterpretierten Texte, an dem sich der Begriff und das Verhalten praktizierter Toleranz zeigen und diskutieren lassen. Die Frage der drei Kurzessays in diesem Band lautet: L¿ sich diese Lessingsche Formel der Toleranz, beispielhaft gehofft f¿r die Toleranz der j¿dischen, christlichen und islamischen Gl¿igen…mehr

Produktbeschreibung
Mit Gotthold Ephraim Lessings dramatischem Gedicht ¿Nathan der Weise¿ verbinden sich die aufkl¿rischen Ideen der Erziehung des Menschengeschlechts zur Toleranz und der Kampf gegen eine engstirnige Theologie und f¿r die Emanzipation der Juden. Die Erz¿ung der Ringparabel ist einer der meistinterpretierten Texte, an dem sich der Begriff und das Verhalten praktizierter Toleranz zeigen und diskutieren lassen. Die Frage der drei Kurzessays in diesem Band lautet: L¿ sich diese Lessingsche Formel der Toleranz, beispielhaft gehofft f¿r die Toleranz der j¿dischen, christlichen und islamischen Gl¿igen gegeneinander und untereinander, auch heute noch verk¿nden? L¿ sie sich wirklich praktizieren ¿ ist sie lebbar in unserer gegenw¿igen Welt? Oder hat die Erfahrung sie l¿st entwertet? Drei Autoren: Angelika Overath, Navid Kermani und Robert Schindel, setzen sich mit Nathans Erz¿ung vom Ring aus ihrer Perspektive des Jahres 2003 auseinander ¿ alle drei mit unterschiedlichen religi¿sen Hintergr¿nden.
  • Produktdetails
  • Göttinger Sudelblätter
  • Verlag: Wallstein
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 56
  • Erscheinungstermin: Mai 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 123mm x 10mm
  • Gewicht: 90g
  • ISBN-13: 9783892446880
  • ISBN-10: 3892446881
  • Artikelnr.: 11799102
Autorenporträt
Die Autoren: Angelika Overath, geb. 1957, freie Autorin und Literaturkritikerin bei der 'NZZ'. Publikationen u.a.: 'Händler der verlorenen Farben' (1998), 'Vom Sekundenglück brennender Papierchen' (2000). Navid Kermani, geb. 1967, Publizist und Islamwissenschaftler, Long Time Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Publikationen u.a.: 'Gott ist schön. Das ästhetische Erleben des Koran' (1999); 'Schöner neuer Orient. Berichte von Städten und Kriegen' (2003). Im Wallstein Verlag erschienen: 'Dynamit des Geistes. Martyrium, Islam und Nihilismus' (2. Aufl. 2003, Göttinger Sudelblätter, ISBN 3-89244-622-9). Robert Schindel, geb. 1944, überlebte als Kind kommunistischer und deportierter Eltern das 'Dritte Reich' in Wien. Publikationen u.a.: 'Gebürtig. Roman' (1992), 'Gott schütz uns vor den guten Menschen. Jüdisches Gedächtnis - Auskunftsbüro der Angst' (1995), 'Immernie. Gedichte' (2000).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Der Göttinger Wallstein-Verlag macht sich auf unakademische Weise um Gotthold Ephraim Lessing und die Germanistik verdient. Neben Karl S. Guthkes Ausführungen über "Lessings Horizonte" erscheint nun im gleichen Verlag ein essayistisch angehauchtes Bändchen, das sich in drei persönlich gehaltenen Aufsätzen der Ringparabel aus "Nathan der Weise" annimmt. Sowohl für Navid Kermani als auch für Angelika Overath spielt die Tatsache des Mediums Märchen eine große Rolle, erläutert Kronauer. Nathan erzähle das Märchen, um sich zu retten, und würde damit, zitiert Kronauer Kermani, zum "ersten Makler der Humanität". Der Despot wiederum sonne sich in seiner Mitmenschlichkeit, insofern habe Lessing die Rezeption seines Stückes bereits vorweggenommen, pflichtet Kronauer dem Autor bei. Für Overath hänge die Botschaft Lessings noch enger mit dem Medium Märchen zusammen, da gerade die poetische Form den utopischen Gehalt frei formulieren und als Anspruch offen halten könne. Robert Schindel hingegen reagiert eher düster, aber in eindringlichen poetischen Bildern auf die Ringparabel, berichtet Kronauer, eine Bestandsaufnahme humanistischen Denkens kurz vor Ausbruch des Irakkrieges, die den Verlust humanistischer Utopien ahnen lasse.

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