49,00
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Gebundenes Buch

Jetzt bewerten

In der aktuellen Debatte über Raubkunst standen lange die Opfer der nationalsozialistischen Beschlagnahmungen im Vordergrund. Das Buch 'Der Eiserne Sammler ' widmet sich einem Menschen, der maßgeblich für die Raubzüge im 'Dritten Reich' verantwortlich war: Hermann Göring. Der 'Reichsmarschall' baute eine Sammlung auf, die nach dem Krieg in seinem Landhaus 'Carinhall' (nördlich von Berlin) gezeigt werden sollte. Sie bestand aus beschlagnahmten Objekten, aus Zwangsverkäufen und aus Erwerbungen aus dem Kunsthandel. Hermann Göring war als Kunstsammler ebenso berühmt wie berüchtigt. Seine…mehr

Produktbeschreibung
In der aktuellen Debatte über Raubkunst standen lange die Opfer der nationalsozialistischen Beschlagnahmungen im Vordergrund. Das Buch 'Der Eiserne Sammler ' widmet sich einem Menschen, der maßgeblich für die Raubzüge im 'Dritten Reich' verantwortlich war: Hermann Göring. Der 'Reichsmarschall' baute eine Sammlung auf, die nach dem Krieg in seinem Landhaus 'Carinhall' (nördlich von Berlin) gezeigt werden sollte. Sie bestand aus beschlagnahmten Objekten, aus Zwangsverkäufen und aus Erwerbungen aus dem Kunsthandel. Hermann Göring war als Kunstsammler ebenso berühmt wie berüchtigt. Seine Leidenschaft für die schönen Künste machte ihn zum bedeutenden Kunsträuber. Der zweite Mann im 'Dritten Reich' sammelte so viele Objekte wie kaum ein anderer Funktionär. Seine Kollektion bestand aus über 1.700 Gemälden, zu denen noch zahlreiche Wandteppiche, Skulpturen und andere kunsthandwerkliche Objekte kamen. Göring ging beim Aufbau der Sammlung äußerst rücksichtslos vor. Er arbeitete mit dem Kunsträuber Rosenberg zusammen und setzte eine eigene Organisation ein, die 'Devisenschutzkommandos', die in seinem Auftrag in den besetzen Gebieten Kunst beschlagnahmten. Das vorliegende Buch bietet einen Überblick über das Leben des 'Reichsmarschalls ' und geht auf die Methoden ein, mit denen er Kunst erwarb. Es beschreibt erstmalig auf der Grundlage von französischen Akten die Tätigkeiten der Devisenschutzkommandos, die Göring direkt unterstanden. Zudem werden Herkunft und Verbleib der Kunstobjekte aufgezeigt, zu denen auch Gegenstände aus dem Kunsthandel zählten. Der Anhang bietet einen Katalog von rund 150 Bildern, Teppichen und Statuen, die seit 1945 als verloren gelten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Mann (Gebr.), Berlin
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: April 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 278mm x 230mm x 25mm
  • Gewicht: 1260g
  • ISBN-13: 9783786126010
  • ISBN-10: 3786126011
  • Artikelnr.: 25698016
Autorenporträt
Hanns Christian Löhr arbeitet als Redakteur und Historiker in Berlin. Er studierte Geschichte und Philosophie in Hamburg und Bonn und wurde 1992 in Bonn promoviert. Von ihm erschienen bereits Bücher über die Arbeit der Treuhandanstalt ('Kampf um das Volkseigentum', Berlin 2002) und über Hitlers Kunstsammlung ('Das Braune Haus der Kunst', Berlin 2005).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Robert Schröpfer hat Hanns Christian Löhrs Studie über Hermann Görings Kunsträubereien viel Wissenswertes entnommen, hat aber doch auch einige Kritikpunkte anzubringen: Vor allem stört er sich an dem "seltsamen Rechtsverständnis" des Autors, der das Jahr 1940 zu demjenigen erklärt, in dem Göring zum "Kunsträuber" wurde. Als sei der führende NS-Mann Göring nicht auch schon in den Jahren davor für die Verfolgung und Ausplünderung der Juden verantwortlich gewesen! Trotzdem muss der Rezensent festhalten: Das "System Göring" stelle der Autor detailliert und nachvollziehbar dar: Er gehe auf dessen Helfer ein, die internationale Korruption, Erpressungen von jüdischen Kunstbesitzern, die ihr Leben retten wollten, welche Gemälde durch wen wohin gelangten, und für welche Werke sich Göring besonders interessierte. Löhrs Schätzwert des Gesamtbesitzes beziffert sich auf 1.789 Bilder. Abbildungen von einigen von ihnen sind dem Buch beigefügt.

© Perlentaucher Medien GmbH