American Prospects - Sternfeld, Joel

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This is the definitive edition of Joel Sternfeld s seminal American Prospects made from new printing plates and technology that did not exist at the time of the 2003 Steidl edition. The book is otherwise unchanged, except for the addition of one new image. The subjects of American Prospects include a fireman picking out a pumpkin at a farm stand while a classic American house burns in the background, a lone basketball hoop in a vast Southwestern desert reminiscent of the Creation, and whales beached in Oregon seemingly symbolic of ecological failure to come. These and other narrative pictures,…mehr

Produktbeschreibung
This is the definitive edition of Joel Sternfeld s seminal American Prospects made from new printing plates and technology that did not exist at the time of the 2003 Steidl edition. The book is otherwise unchanged, except for the addition of one new image. The subjects of American Prospects include a fireman picking out a pumpkin at a farm stand while a classic American house burns in the background, a lone basketball hoop in a vast Southwestern desert reminiscent of the Creation, and whales beached in Oregon seemingly symbolic of ecological failure to come. These and other narrative pictures, helped open the gates for a new type of photography now practised by Gregory Crewdson, Rineke Dijkstra, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth, and Jeff Wall, among many others By corrupting the purity of photography, Sternfeld played a pivotal role in moving the medium forward. (Kerry Brougher, Chief Curator at the Hirshhorn Museum and Sculpture Garden.) A major figure in the photography world, Joel Sternfeld was born in New York City in 1944. He has received numerous awards including two Guggenheim fellowships, a Prix de Rome and the Citibank Photography Award. Sternfeld s books published by Steidl include American Prospects (2003), Sweet Earth (2006), Oxbow Archive (2008), First Pictures (2011) and On This Site (2012).
  • Produktdetails
  • Verlag: Steidl
  • 4th rev. ed.
  • Seitenzahl: 160
  • Erscheinungstermin: Mai 2012
  • Englisch
  • Abmessung: 390mm x 304mm x 23mm
  • Gewicht: 2145g
  • ISBN-13: 9783882439151
  • ISBN-10: 3882439157
  • Artikelnr.: 13346025
Autorenporträt
A major figure in the photography world, Joel Sternfeld was born in New York City in 1944. He has received numerous awards including two Guggenheim fellowships, a Prix de Rome and the Citibank Photography Award.
Rezensionen
Besprechung von 16.04.2005
Abgründig: Joel Sternfelds traurige Momente der amerikanischen Weite

Es war eine seltsame Revolution, als sich Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts unter dem Titel "New Color" eine ganze Generation amerikanischer Fotokünstler der Farbe zuwandte. Denn im Fahrwasser William Egglestons rebellierte sie einerseits mit moderner Gesinnung gegen das Diktum des großen Walker Evans, wonach Farbe in der Fotografie vulgär sei. Andererseits kehrte sie mit der umständlichen Technik der Großbildfotografie und einer Ästhetik der klaren, distanzierten Kompositionen ganz zurück zu den Anfängen des Mediums im neunzehnten Jahrhundert - dabei der Malerei oft näher als der Fotografie.

Vor allem zwei Lichtbildner ragten augenblicklich hervor: Joel Meyerowitz mit den romantischen Licht- und Wasserstudien für "Cape Light" (1978) und Stephen Shore mit seinen menschenleeren Straßen in dem Bildband "Uncommon Places" (1982). Eher zögerlich wurde den beiden Büchern damals Joel Sternfelds "American Prospects" (1987) mit Stadt- und Landschaftsfotografien zur Seite gestellt; es war vielen zu sperrig - vielleicht auch zu abgründig.

Nun, da innerhalb von zwei Jahren alle drei Bücher neu aufgelegt wurden, ist man erstaunt, wieviel weniger verbraucht der Blick Joel Sternfelds im Vergleich zu dem der anderen beiden ist und wie radikal neu seine Bilder erscheinen. Sternfeld hatte, den technischen Widrigkeiten des großen Fotoapparats zum Trotz, einen journalistischen Ansatz gewählt. Die bewegendsten Bilder zeigen Unglücksfälle: gestrandete Wale an der Küste von Oregon etwa; den erschöpften Elefanten eines Wanderzirkus, mitten auf einer Landstraße; den Erdrutsch in einer kalifornischen Vorstadt, unmittelbar vor einer Villa, der die dort geparkte Limousine buchstäblich unter das Haus gespült hat (unsere Abbildung). Daß Sternfeld solchen Katastrophen durchaus ein komisches Moment abgewinnen konnte, belegt sein berühmtestes Foto: Ein Feuerwehrmann kauft unweit eines brennenden Hauses einen Kürbis, dessen Farbe mit der der Flammen identisch ist.

Meist jedoch sind die Aufnahmen geprägt von jener Melancholie, die fast alle reisenden Künstler in Amerika begleitet. Es ist die Traurigkeit derer, die erkennen, daß die unendliche Weite keinen Trost zu spenden vermag; die aber zugleich die Spuren der Zivilisation - von den trostlosen Neubausiedlungen des Südwestens bis zu den verfallenen Industrieanlagen des Ostens - stets als Wunden in der Landschaft begreifen.

Acht Jahre war Sternfeld für "American Prospects" mit einem VW-Bus unterwegs. Und doch wurde er nie eins mit der Umgebung. Stets hielt er Abstand zu den Motiven, meist so viel, daß es keinen Vordergrund und damit keinen Schwerpunkt in den Bildern gibt. So entzieht er sich der Dienerschaft des Betrachters und zwingt ihn, die Bilder mühsam zu durchsuchen. Daß die Neuauflage unvergleichlich präziser gedruckt und erheblich größer ist als das Original, macht das Studium der Aufnahmen zum puren Vergnügen. (Joel Sternfeld: "American Prospects". Mit Texten von Kerry Brougher, Andy Grundberg und Anne W. Tucker. Steidl Verlag, Göttingen 2005. 140 S., Abb., geb., 75,- [Euro].)

FREDDY LANGER

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Erfreut zeigt sich Rezensentin Brigitte Werneburg über die Wiederauflage von Joel Sternfelds erstmals 1987 veröffentlichten Fotoband "American Prospects". Sie erblickt in dem, im Format vergrößerten und um sechs Fotografien erweiterten Bildband wesentlich mehr als ein schönes Coffee table book, nämlich einen veritablen Klassiker. Sternfelds Ansichten von Amerika erscheinen Werneburg bemerkenswert frisch: "So radikal neu", findet sie die Aufnahmen, "als seien sie erst gestern aufgenommen worden". Sie erkennt bei Sternfeld einen Bezug zur Tradition der Landschaftsmalerei. Er wahre Distanz zu seinen Motiven, halte mit "großer Tiefenschärfe und in nuancierter Farbe weite Panoramen von großer landschaftlicher Schönheit wie großem menschlichem Missgeschick fest".

© Perlentaucher Medien GmbH