Phantasiereiche - Kundrus, Birthe (Hrsg.)

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Als das Deutsche Reich 1918 seine Kolonien verlor, war die deutsche Kolonialgeschichte noch nicht abgeschlossen. Ökonomisch war den Kolonien nie große Bedeutung zugekommen, dennoch waren an deren Besitz Wünsche, Hoffnungen und Phantasien geknüpft, die sich auf Selbstverständnis und Kultur der Deutschen auswirkten. Sie fanden Eingang in Literatur, Film, Werbung und Gesetzgebung. Der Band zeigt, wie der Kolonialismus zwischen 1884 und 1945 die Vorstellungen von "Rassen" und vom "Fremden" veränderte und damit das Selbstbild der Deutschen - als Männer, als Frauen, als Weiße, als Bürger.…mehr

Produktbeschreibung
Als das Deutsche Reich 1918 seine Kolonien verlor, war die deutsche Kolonialgeschichte noch nicht abgeschlossen. Ökonomisch war den Kolonien nie große Bedeutung zugekommen, dennoch waren an deren Besitz Wünsche, Hoffnungen und Phantasien geknüpft, die sich auf Selbstverständnis und Kultur der Deutschen auswirkten. Sie fanden Eingang in Literatur, Film, Werbung und Gesetzgebung.
Der Band zeigt, wie der Kolonialismus zwischen 1884 und 1945 die Vorstellungen von "Rassen" und vom "Fremden" veränderte und damit das Selbstbild der Deutschen - als Männer, als Frauen, als Weiße, als Bürger.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 327
  • Erscheinungstermin: März 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 151mm x 25mm
  • Gewicht: 425g
  • ISBN-13: 9783593372327
  • ISBN-10: 3593372320
  • Artikelnr.: 11170011
Autorenporträt
Birthe Kundrus ist Privatdozentin an der Universität Oldenburg.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Brigitte Reinwald findet, dass Studien zum deutschen Kolonialismus aus sozial- und kulturhistorischer Perspektive nachgeholt werden müssen und lobt deshalb den Sammelband "Phantasiereiche", der 14 Beiträge einer internationalen Konferenz enthält, die im November 2001 an der Universität Oldenburg stattfand. Schon den Titel findet Reinwald gut gewählt, verweise er doch einerseits auf die Bedeutung "von Phantasien als wichtiges Antriebsmoment in der kolonialen Bemächtigungsgeschichte" und andererseits auf die Tatsache, dass nach dem "Verlust" der Kolonien die Großmachtsambitionen weiterblühten. Ziel des Bandes sei es, die Einbettung des kolonialen Projekts sowohl in den Alltag als auch in die Vorstellungswelt der deutschen Gesellschaft zwischen 1884 und 1945 aufzuzeigen. Dieses "weit gefasste Konzept von Kultur" bildet in Reinwalds Augen die "methodologische Klammer", die die kenntnisreichen Beiträge zusammenhält. So gelinge es den Autoren "dem Selbstverständnis einer Gesellschaft auf die Spur zu kommen, deren Vorstellungen von Raum, Rasse, Kultur, Nation und Geschlecht vom kolonialen Projekt durchwoben sind".

© Perlentaucher Medien GmbH
Geschichte "Der Band zeichnet sich durch die nachvollziehbare Durchdringung seiner Gegenstände ebenso aus wie dadurch, dass er sich von kulturwissenschaftlichem Jargon weitgehend frei hält: Er ist unbedingt lesenswert." (Literaturen, 01.07.2003)Igel nach Windhoeck tragen "Der Sammelband verschafft dem deutschen Publikum einen Überblick darüber, zu welchen Ergebnissen die Übertragung der in den USA boomenden 'post-colonial studies' auf den deutschen Kolonialismus geführt hat." (Süddeutsche Zeitung, 08.09.2003) Afrikanische Phantasien "Es ist begrüßenswert, dass die koloniale Erfahrung wieder stärker an die deutsche Geschichte rückgebunden wird." (Die Zeit, 25.09.2003) Koloniale Fantasien "Facettenreicher Sammelband mit blinden Flecken einer Geistesgeschichte." (Buchkultur, 01.06.2004)